Von der Finanzkrise bleibt niemand wirklich komplett verschont. Das scheint schon jetzt – Anfang 2009 – festzustehen, dem Jahr, das die größten Auswirkungen der Finanzkrise erst widerspiegeln soll. Erhebungen haben ergeben, dass die 20 reichsten Familien aus Deutschland gemeinsam an der Börse im Verlauf des Jahres 2008 einen Verlust von rund 40 Milliarden Euro zu verzeichnen hatten. Auch wenn es nicht die Armen tritt – ein harter Schlag wird das auch hier sein, denn somit haben die Reichen damit dann rund 30 Prozent ihres Einkommens einbüßen müssen aufgrund der veränderten Entwicklungen am Markt.

Diese Zahlen basieren natürlich auf Schätzungen, allerdings aus berufenen Mündern von Vermögensbetreuern, die sich eben mit der Betreuung der Gelder Schwerreicher beschäftigen. Seit dem Sommer 2007 haben sich diese immensen Verluste ergeben und der Verlauf war natürlich im Laufe des Jahres 2008 steigend. Auch wenn das sicherlich nicht bei jedem Normalverbraucher, der die Krise hautnah zu spüren bekommt, Mitgefühl erregt – ein deutliches Zeichen dafür, dass eben keiner wirklich verschont bleibt, ist das schon.

Allein aufgrund der börsennotierten Großbeteiligungen waren da die Verluste in der genannten Höhe gemacht worden. So zeigt sich, dass die derzeitige Krise in großen Familienvermögen echte Spuren hinterlässt, als das die letzten fünf Rezessionen gemeinsam geschafft haben. Oft ist das Vermögen in Generationen Stück für Stück gewachsen und jetzt sind die Werte richtig bedroht – nach Expertenmeinung übrigens mehr, als das in der Hyperflation den 1920er Jahren der Fall war. So ist es wohl nicht nur für uns Durchschnittsverdiener eine harte Zeit, die anbricht – auch die richtig Reichen müssen ganz schön fürchten um ihr Geld, das im Moment zwischen den Fingern durchzugleiten scheint.

Während Kleinanleger sich aus ihren Anlagen vermehrt zurückziehen, werden die richtig Reichen gleich zweifach von den Auswirkungen der Krise heimgesucht. Einerseits sind ihre neuen und auf Spekulation ausgerichteten Beteiligungen an den Solar- und Biotech-Unternehmen sehr notleidend. Darüber hinaus schrumpfen nun auch noch die zum Teil über Generationen hin aufgebauten unternehmerischen Kernbeteiligungen jetzt wirklich rapide zusammen.

Das Aktienpaket der BMW-Großeigner, der Familie Quandt, hat sich zum Beispiel innerhalb der letzten zwölf Monate buchstäblich halbiert. Das ist natürlich ein harter Brocken, den es da zu schlucken gilt.

Die Buchverluste sind hier vielleicht noch zu verkraften, die damit verbunden sind, denn aufgefangen werden sie ja schließlich durch die teilweise rasanten Börsengewinne, die in den Jahren zuvor erzielt werden konnten, die allerdings nur auf dem Papier verzeichnet wurden. Aber das Ausbleiben der Ausschüttungen, das macht sich jetzt direkt und in harten Euros bemerkbar. Zu erwarten ist nach Meinung von Börsenexperten, dass sowohl in diesem als auch wahrscheinlich im nächsten Jahr für die reichen Gesellschafter der familiären Großunternehmen die Dividenden dann ausbleiben werden. Und das ist eben der wirklich Brocken, an dem die Reichen dann zu schlucken haben. Die Papierwerte können sich erholen, die nicht gezahlten Dividenden können nicht mehr korrigiert werden in den Bilanzen – und die bringen Schwerreiche dann vielleicht nicht an die Grenzen ihrer Existenz. Den Gürtel ein wenig enger zu schnallen steht aber dann auch hier auf dem Programm.

Richtig verstörte Reaktionen waren da schon zu beobachten bei den einzelnen Mitgliedern großer Clans, wie Experten berichten.

Die Börsen Fachleute tun sich im Moment sehr schwer mit Prognosen. Das Einzige, worüber sie sich einig sind, ist die Tatsache, dass der Schwerpunkt des Handels mit Produkten des Finanzmarkts wahrscheinlich weniger im Devisenhandel als vielmehr in der Spekulation mit verschiedenen Anleihen liegen wird. Sollte das so eintreffen, wird das schwerwiegende Auswirkungen auf das Forex Trading haben.

Je dünner der Handel ist, desto stärker beeinflussen einzelne Trades die Kurse der gehandelten Währungen. Dieser Trend war schon über die Weihnachts- und Silvesterwoche zu beobachten. Hier spürte man sehr deutlich, zu welchem Zeitpunkt ein großer Investor aktiv wurde. Deshalb sollte man den Kursveränderungen zwischen dem 23. Dezember 2008 und dem 2. Januar 2009 keine allzu große Bedeutung beimessen. Der normale Handel wird sich erst in den nächsten Tagen wieder einstellen.

Derzeit scheint die Nachfrage nach Unternehmensanleihen zu steigen. Das muss nicht wirklich wundern, denn die Firmen sind zur Überwindung der Krise dringend auf finanzielle Mittel angewiesen, die sie von den Banken leider nur sehr zögerlich bekommen. Auf der anderen Seite sind die Konzerne bereit, für die Bereitstellung flüssiger Mittel deutlich mehr als sonst zu zahlen. Das macht die Unternehmensanleihen für die Anleger trotz der nunmehr in Deutschland geltenden Abgeltungssteuer sehr attraktiv.

Je nachdem, welches Risiko die potentiellen Anleger einzugehen bereit sind, könnten sich in den nächsten Wochen unterschiedliche Szenarien entwickeln. Möchten die Anleger nur ein geringes Risiko eingehen, könnte der Markt noch deutlicher als bisher belastet werden. Vertrauen die Anleger der Wirtschaftspolitik der Unternehmensführungen und sind bereit, ihnen Geld zu leihen, dann könnte dies für die Wirtschaft ein entscheidender Impuls sein, der sie die ersten Schritte auf den Weg zur Überwindung der Krise führen könnte.

Viele Themenbereiche aus den Finanzen sind im Jahr 2009 von Änderungen betroffen und der Jahreswechsel bringt hier einiges an Neuigkeiten mit sich.

 

Da ist es erst einmal die Abgeltungssteuer, die ab dem 1. Januar 2009 greift. Hier werden dann Zinserträge, Dividenden und auch Kursgewinne mit der Abgeltungssteuer pauschal mit 25 Prozent versteuert – das ist dann wohl des einen Freud, aber auch des anderen Leid. Zu der Abgeltungssteuer gesellen sich dann noch der Solidaritätszuschlag und die möglicherweise zu entrichtende Kirchensteuer und das gibt dann in der Summe eine steuerliche Belastung von ungefähr 28,625 Prozent. Ab 2009 sind nämlich nur noch die Wertpapiere steuerfrei, die bis zum 31. Dezember 2008 gekauft wurden und dann auch für mindestens ein Jahr gehalten werden. Geringverdiener ohne Personen, die keine Einkommenssteuer zahlen, können sich durch die sogenannte Nichtveranlagungsbescheinung befreien lassen und nur für diesen Personenkreis ändert sich ab 1. Januar 2009 nichts.

 

Für Personen, die das 64. Lebensjahr vollendet haben, greift künftig der sogenannte Altersentlastungsbetrag. Dabei ist aber das Jahr entscheidend, in dem das 64. Lebensjahr vollendet wurde, das muss nämlich mindestens in 2008 der Fall gewesen sein und dann gilt die Entlastung lebenslang.

 

Die Bausparverträge sind auch von Veränderungen betroffen, denn bei einem Abschluss ab dem 1. Januar 2009 wird die Wohnungsbauprämie nur noch dann gezahlt, wenn das Geld dann auch wirklich für den Bau oder die Renovierung von Haus oder Wohnung Verwendung findet. Nur Sparer, die jünger als 25 Jahre sind, können nach Ablauf der Siebenjahresfrist das Geld für freie Zwecke verwenden. Aber bestehende Verträge erfahren keine Veränderungen.

 

Auch die Arbeitslosenversicherung verändert sich, denn der Beitragssatz sinkt hier von 3,3 Prozent auf jetzt 2,8 Prozent. Damit soll die Mehrbelastung der Krankenkassenbeiträge, die nun einheitlich erhoben werden, aufgefangen werden, denn der beträgt künftig 15,5 Prozent bei allen Krankenkassen und da kann der eine oder andere Arbeitnehmer schon ein wenig tiefer in die Tasche langen.

 

Auch für die Pflichtversicherungen werden die Beitragsbemessungsgrenzen verändert. Hier sind die Steigerungen auf 3.675 Euro von vorher 3.600 Euro festgelegt worden. Das Einkommen, welches über die Grenze hinausgeht, wird nicht mehr mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen belastet. Für die gesetzliche Rente wurde die Grenze auf 5.400 von vorher 5.300 Euro in den alten Bundesländern und auf 4.550 von vorher 4.500 angehoben.

 

Das Kindergeld wurde nach vielen Jahren nun auch wieder einmal angehoben. Für das erste und zweite Kind gibt es nun nicht mehr 154, sondern statt dessen 164 Euro. Für jedes weitere Kind steigt das Kindergeld um 16 Euro an. Auch der Kinderfreibetrag wurde von 3.648 Euro jetzt um 216 Euro auf 3.864 Euro erhöht.

 

Lohnersatzleistungen, wie zum Beispiel Elterngeld, Krankengeld oder Arbeitslosengeld I müssen künftig gemeldet werden. Wenn die Einkünfte dann jährlich 410 Euro übersteigen, muss der Bezieher eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen.

 

Kündigungsregelungen für Versicherungen werden auch gelockert – auch für Altkunden. Damit wird der Wechsel in eine andere Versicherung vereinfacht. So können nun Verträge mit einer längeren Laufzeit – zum Beispiel 10 Jahre – jetzt schon schon erstmalig mit dem Ende des dritten Laufjahres gekündigt werden, vorher ging das erst zum Ende des fünften Jahres. Bei einer Prämienerhöhung ohne Leistungsverbesserung oder Leistungsverschlechterung ohne Prämienminderung kann der Kunde das Sonderkündigungsrecht nutzen.

 

 

Das neue Jahr ist im Anmarsch und alle Welt, vor allem jedoch die großen Anleger warten gespannt auf die Aktionen des Weißen Hauses. Nun hängt es ziemlich extrem davon ab, wie der neugewählte Präsident die allgemeinen Wirtschaftsprobleme angehen wird und, wie stark der positive Einfluss sich auf den globalen Devisenhandel niederschlagen wird. Der Euro ist bereits unter die 1,40 US-Dollar-Marke gerutscht. Zwar sind nur negative Effekte in Bezug auf die Gemeinschaftswährung Euro zu verzeichnen, jedoch birgt die Schwächung des Euro auf der anderen Seite ein unheimliches Potential, welches bei einer richtigen Bewegung am Markt hervorragend ausgeschöpft werden kann. Natürlich ist der Euro derzeit in einer steilen Talfahrt begriffen und das Ende dieser Fahrt kann nicht so einfach vorweg genommen werden. Das Vertrauen der Anleger gehört hier ebenfalls zu den entscheidenden Punkten. Dieses sollte sich in den nächsten Wochen wieder halbwegs konsolidieren und den Devisenmarkt etwas stärken. Sollten sich positive Ereignisse ergeben, die eine gute Auswirkung auf den Euro haben, sei es eine Stärkung der Wirtschaft, das kommende Vertrauen der Anleger oder globale wirtschaftliche Änderungen, könnte der Euro wieder auf Kurs kommen und sehr an Stärke zulegen. Genau diesen Moment gilt es in Zukunft abzupassen und schnellst möglich darauf zu reagieren. Eine weite Gewinnspanne stellt beim Euro das oben angesprochene große Potential dar. Denn die Kursverluste waren historisch, solche Verluste ergaben sich am Anfang letzten Jahres noch innerhalb von Tagen. Ende 2008 konnten ähnliche Kursverluste verbucht werden, die jedoch innerhalb eines Tages oder sogar einiger Stunden von statten gingen. Aus diesem Grund ist die Möglichkeit nach oben auch gegeben. Ewig wird der Euro nicht sinken und, wenn er beginnt zu steigen, können einige Profite damit erzielt werden. Hier gilt es in Zukunft auf sehr eindeutige Signale zu achten, um im richtigen Moment in den Handel einzusteigen. Man stelle sich nur mal vor, wenn der Euro in Proportion zu seinem Fall wieder steigen würde. Man nehme an, der Euro stiege innerhalb von wenigen Tagen von 1,40 US-Dollar auf 1,50 US-Dollar. Das wären ganze zehn Cent Gewinn pro einem gekauften Euro. Da kann man sich die möglichen Gewinne ganz schnell ausrechnen. Dies ist das Potential, auf dessen eintreten wohl sehr viele Anleger gespannt warten werden. Auch stehen wichtige Wirtschaftszahlen an, wie Arbeitslosenquoten und der Start des Einzelhandels in das Jahr 2009. Es gilt nun eindeutig auf sehr deutliche Signal zu warten, den richtigen Moment zu erwischen und sich anschließend in den Handel zu begeben.

 

 

Ein feuchtfröhliches neues Jahr an alle Forexhändler, ob alte Hasen oder Neuspekulanten oder gar die, die es noch werden wollen und viel Erfolg bei den Investitionen des kommenden Jahres! Das Jahr 2008 ist vorüber, Sternstunden und finanzielle Tiefpunkte, eine Wirtschaftskrise, wie seit den 20er Jahren nicht mehr und das Ende einer Ära voller Misswirtschaft im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das Jahr 2009 startet ganz weit unten, jedoch mit gereckten Hälsen.

Ein kleines Hoch gab es zum Anfang des Jahres (welches auf dem Forexmarkt ja erst verspätet am 2.1. anfängt) schon bei den Rohstoffen. Das Rohöl konnte sich zum Neujahrsbeginn erst einmal wieder erholen. So endete es unter der 40$ Marke, liegt mittlerweile jedoch im oberen 40$-Bereich. Der aktuelle Wert des Barrel Rohöl liegt bei 46,01$. Somit ist das Rohöl im Gegensatz zum Jahresende um gut 10$ im Wert gestiegen. Ein positiver Auftakt, vielleicht ist das sogar das Zeichen dafür, dass es auch in der globalen Wirtschaft endlich wieder bergauf gehen soll.

 

Angesichts der positiven Wirtschaftsnachrichten für den Amtsantritt des 44. Präsidenten der vereinigten Staaten, Barrack Obama, konnte auch der Dollar heute ein wenig Plus verzeichnen. Er stieg seit heute Morgen um fast 130 Punkte an. Derzeit wird er gegenüber dem Euro bei 1,3889 gehandelt. Zum Ende des Jahres lag dieses Paar bei 1,3987. Dieser Wert ist der aktuelleRichtwert für das neue Jahr. Lange Zeit konnte der US-Dollar sich gegen den Euro behaupten und erst gegen Ende des Jahres erstarkte der Euro wieder. Ein Großteil der Spekulanten ist zweifellos immernoch unschlüssig, was dieses Wertepaar angeht, da es durchaus möglich ist, dass sowohl der Euro, als auch der US-Dollar an Kraft gewinnt. Interessant wird das Ganze erstrecht durch die niedrigen Leitzinswerte weltweit. Erst im Dezember 08 senkte die USA ihren Leitzins auf 0,25% als Antwort auf die vielen anderen Leitzinssenkungen in der Europazone.

Es bleibt abzuwarten, welche seiner Versprechungen der neue US-Präsident Barrack Obama wahr machen wird, welchen er mehr und welchen er weniger Aufmerksamkeit schenkt.

Seine mehrmonatige Phase der Stärke hat der Schekel als Währung in Israel nun schon wieder hinter sich. Seit rund acht Wochen befindet sich die Währung inzwischen wieder in einer defensiven Haltung. Nachdem es Ende Oktober rund 4,7 Schekel waren, die man benötigte, um einen Euro kaufen zu können, liegt der Preis inzwischen schon wieder bei 5,5529 Schekel für den Euro. In Prozenten heißt das, dass der Euro in sehr kurzer Zeit gegenüber dem Schekel um 18 Prozent aufwerten konnte.

Und gegenüber dem Dollar ist der israelische Schekel schon seit Anfang Juli wieder deutlich in der Defensive. Hier ist der Kurs nämlich von zunächst 3,2170 auf letztlich 3,89 Schekel für den Dollar angestiegen. Und so kann der Dollar dann eine Aufwertung gegenüber dem israelischen Schekel von 21 Prozent verzeichnen.

Gegen den Euro hat der Schekel dann in der letzten Handelswoche des Jahres 2,65 Prozent Verlust verzeichnet und gegen den Dollar immerhin noch 1,3 Prozent. Diese Schwäche, die sehr deutlich ausfällt, wird von Experten kurzfristig als die Folge der geopolitischen Turbulenzen erklärt.

Die blutigen Luftangriffe auf den Gazastreifen, die erstmals seit 40 Jahren so heftig ausgefallen sind, haben mindestens 300 Tote und rund 1.000 verletzte Menschen zur Folge gehabt und damit hat sich Israel am letzten Sonntag des Jahres zu einer Bodenoffensive vorbereitet. Somit wurde erstmals seit dem Libanonkrieg, der vor mehr als zweieinhalb Jahren verlief, vom israelischen Kabinett die Einberufung von 6.500 Reservisten geduldet.

Von der isralischen Luftwaffe wurden am Samstag und Sonntag viele Ziele der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen bombadiert.

Die gesamten Entwicklungen führen natürlich auch zu Belastungen der wirtschaftlichen Perspektiven für das Land – und das, nachdem hier schon in den vergangenen Monaten die Folgen der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise deutlich spürbar angekommen waren.

Das israelische Bruttoinlandsprodukt konnte dann im dritten Quartal des Jahres 2008 nur noch ein Wachstum von 2,5 Prozent verzeichnen, nachdem im zweiten Quartal noch 4,2 Prozent erreicht werden konnten. Die nachlassende Dynamik und auch der reduzierte Preisauftrieb bringen die Zentralbank Israels auf einen Lockerungskurs. Hier wurde der Leitzins dann in insgesamt vier Schritten von 4,25 Prozent, die noch im September galten, auf dann 2,5 Prozent gesenkt. Und der Markt erwartet eine weitere Zinssenkung für die nähere Zukunft.

So verliert die israelische Währung mehr und mehr an Reiz, was durch eine expansive Fiskalpolitik noch unterstrichen wird. So könnte das Budgetdefizit für das kommende Jahr dann letztlich auf 4,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes reduziert werden.

Auch die Entwicklung des Außenhandels hat sich für Israel in den letzten Wochen deutlich verschlechtert – Überschüsse haben stark abgenommen.

Wen wundert das, wenn rund 35 Prozent der Exporte in die USA gehen und die Wirtschaft dort ja nun auch bekanntermaßen schwach geworden ist?

Die Prognosen für den Schekel sind für die nächste Zeit nicht wirklich positiv, denn die wirtschaftliche Entwicklung und auch die politischen Geschehnisse bringen es mit sich, dass der Schekel in naherer und mittlerer Zukunft eher zur Schwäche als zur Stärke tendieren wird. 

Der kurz bevorstehende Jahreswechsel und die wenig liquiden Devisenmärkte generieren wohl ausgiebige aber auch kurzzeitige Preisbewegungen. Für Anleger können sich genau aus diesem Umstand gute Handelgelegenheiten bieten, wenn dann nämlich von den raschen Kurssteigerungen rund um den Jahreswechsel profitiert werden kann, an dem die institutionellen Investoren noch nicht wieder auf den Markt dazugestoßen sind. Da müssen die Stunden Charts natürlich zum Ende des Jahres und eben auch zu Beginn des neuen Jahres gründlich beobachtet werden. Die wichtigen Teilnehmer am Markt bleiben dem Börsengang momentan fern und Experten vermuten um den Jahreswechsel herum wieder eine hohe Volatilität – kurz bevor die Bücher der Großen geschlossen und kurz bevor sie dann im neuen Jahr wieder geöffnet werden.

Erwartet wurde ein geringes Handelsvolumen bei einer sehr hohen Preisvolatilität für die Paarung EUR/USD. Da klettert das Paar dann gemeinschaftlich auf eine Marke von 1,4360 und nachdem das unterstützende Level im Bereich 1,4000 überwunden war, konnte dann auch eine Erholung für das Rohöl beobachtet werden. So wurde die Paarung am letzten kompletten Handelstag dann mit 1,4043 gehandelt.

Zum Jahreswechsel wird der Wertverlust des Euro, der sich aus den Anfängen der Finanzkrise ergeben hat, dann wohl auch wieder ausgeglichen. Dabei wird der Dollar aber weiterhin im Bereich von 1,3900 und 1,4200 gehandelt. Das ist eine Art von Handel, die sich nach Expertenmeinung noch bis in das neue Jahr hinein fortsetzen kann.

Insgesamt sind die Währungsmärkte im Moment großen Preisschwankungen und einer starken Illiquidität unterworfen. Genau darin liegen aber für die Anleger in den nächsten Tagen große Chancen auf wirklich gewinnbringende Handelsgelegenheiten.

Stellt sich nur noch die wichtige Frage, welchen Kurs der Dollar dann im kommenden Jahr wohl einnehmen wird? Hat das große Deleveraging dann ein Ende?

Gerechnet wird wohl eher mit einem Deleveraging, das den Dollar dann recht kurzfristig stärken kann. Aber es kann auch sein, dass die neu ausfallenden Entscheidungen durch die US-Regierung im Bereich der Geld- und Kreditpolitik den Dollar noch einmal etwas schwächen.

Aber erst einmal ist es wieder der Index für das Verbrauchervertrauen, der auf dem Programm in den Kalendern der USA steht. Der Bericht soll dann einen leichten Anstieg der Vertrauens der US-Verbraucher zeigen. Da könnten die aktuellen Marktkonditionen eine erneute Volatilität für die Paarung EUR/USD und auch für die anderen Dollar-Crosse mit sich bringen.

Für Großbritannien steht wohl wieder einmal eine Leitzinssenkung ins Haus und damit erreicht das Britische Pfund dann einen erneuten Tiefstand zum Euro. Die Nachrichten im Hinblick auf die Paarung GBP/USD sind nicht wirklich erfreulich, ist es aber seitens der EZB klar, dass der Zinssatz hier zunächst unverändert bleibt – und das bringt dem Euro dann zusätzliche Unterstützung.

Die Kurspaarung EUR/GBP erlebte in der letzten Woche einen Hochkurs, der nahe der 1-1 Handelsparität angesiedelt war. Aber zum Ende des vorletzten Handelstages schloss die Paarung dann bei 0,9690.

Der GBP wird von der globalen Finanzkrise wohl am heftigsten geschüttelt. Die Paarung EUR/GBP erlebte seit September einen Anstieg um 43 Prozent – aber Experten vermuten hier schon in naher Zukunft eine deutliche Korrektur.

 

Die Verbraucher und Unternehmen in den USA stellen sich um – nun ist der Rezessionsmodus gefragt. Die Kaufunlust der Verbraucher soll umgangen werden, indem die Anzahl der Sonderangebote einfach schnell in die Höhe getrieben wird. Hilft das, den Leuten das ohnehin wenig gewordene Geld aus der Tasche zu ziehen?

Toll wäre es natürlich, wenn man sich in schlechten Zeiten einfach das Geld selbst drucken könnten. Und genau da lassen sich die kriminellen Zeitgenossen eben nicht abschrecken, denn sie tun es einfach. So sind es jetzt die Unternehmen für Infrarotscanner, mit denen Geldnoten geprüft werden, die zur Zeit die Blüte ihrer Geschäfte erkennen. Die Verkaufszahlen der Branche sind drastisch angestiegen, wird zumindest aus den USA berichtet. Hintergrund ist nicht nur die höhere Bereitschaft einiger Krimineller, nun wieder gefälschtes Geld auf den Markt zu bringen. Auch die höhere Bereitschaft der Verbraucher, nun wieder mit Bargeld statt mit Karte zu bezahlen, macht die höhere Anzahl der Prüfungsgeräte notwendig. Die Menschen haben ihre Kreditlinien einfach zurückgestutzt bekommen und so hilft nun beim Einkauf nur noch der Griff in den Geldbeutel zu Bargeld – die Karte ist oftmals einfach ausgereizt.

Allein in einem Fast-Food-Restaurant wurden in Denver an einem einzigen Tag Falschgeldnoten im Wert von 800 Dollar gezählt. Völlig klar, dass sich dann eher die Investition in einen Scanner lohnt, bei denen die Preise nun auch noch von vormals 120 Dollar im Schnitt nun auf 85 Dollar gesenkt wurden. Das ist nach Information der vertreibenden Unternehmen eine Art Konzession an die beginnende Rezession.

So ist der Gewinner der Krise eine Branche, die eigentlich sonst in den Medien kaum Erwährung findet. Von der Krise sind eben ansonsten alle – beginnend vom Immobilienmarkt über den Finanzsektor bis hin zu den Zockerbuden in Las Vegas, in denen die Spieler ausbleiben, einfach alle betroffen. Nur die Hersteller von Scannern, die lachen sich derzeit ins Fäustchen.

Auch die Unternehmen der Konsum- und Dienstleistungsbranche haben in den USA inzwischen die Kaufunlust der Bürger zu spüren bekommen. Das hat zur Folge, dass inzwischen in den Supermärkten, Kaufhäusern und Einkaufszentren eine Rabattschlacht ohnegleichen stattfindet. Die Margen werden so ruiniert – keine Frage. Wer es aber inzwischen ohne die reißerischen Angebote versucht, der muss erleben, dass die Kunden zum Wettbewerb überlaufen.

Und auch bei den besser Betuchten macht der Sparzwang keinen Halt mehr. Auch Luxuskaufhäuser melden Gewinneinbrüche in den USA, die teilweise bei über 80 Prozent liegen. Juweliere müssen teilweise schon Entlassungen aussprechen. Das wundert nicht, denn wenn an der Wall Street gerade Job und Bonus verloren gegangen sind, dann werden die Weihnachtseinkäufe eben sehr viel bescheidener ausfallen. Auch hier greift dann schon der Rezessionsmodus.

Inzwischen ist in den USA schon zu beobachten, dass deutlich mehr Väter mit ihren Kindern zu Geschäftszeiten in Freizeitbädern oder auf Spielplätzen zu beobachten sind. Auch wenn das im Sinne der Familie sicherlich gut ausschaut – der Hintergrund liegt wohl eher darin, dass die Väter ihren Job verloren haben oder aber durch die Produktionskürzungen aktuell in Kurzarbeit geschickt wurden. 

Wenn das Jahr 2008 abgeschlossen ist, dann kann gesagt werden, dass es eines der schlechtesten Aktienjahre der Vergangenheit war. Kursverluste bis zu 97 Prozent bei einzelnen Aktienmärkten im lokalen Bereich waren nicht ungewöhnlich und so ist 2008 ein echt schwaches Aktienjahr gewesen.

In Island ergab sich da wohl schon fast der Super-GAU, wobei sich das gesamte Land in einem vermeintlichen Boom bis zur Mitte des vergangenen Jahres sehr wohlfühlte. Dann schlug die Kreditkrise zu und zeigte sich dann sehr negativ für die unhaltbar starke Verschuldung. Boomte zuvor die Börse Islands noch, bracht sie jetzt zusammen, denn die Landeswährung erlebte dramatische Wertverluste, so dass sie inzwischen kaum noch zu handeln ist. Die Realwirtschaft befindet sich in einem tiefen Loch, das sich aus der schlechten Bonität der Banken und Konsumenten sowie auch des Staates ergibt.

Die Schrumpfung des Bruttoinlandsproduktes lag bei 3,4 Prozent und die Inflationsrate des Landes lag im Dezember bei sensationell schlechten 18,1 Prozent. Ein Leistungsdefizit wurde im dritten Quartal bei 109 Milliarden Kronen der Landeswährung oder aber bei rund 18 Prozent des Bruttoinlandsproduktes festgelegt. Allein zum Ende des Jahres 2007 lagen die Schulden der drei verstaatlichten Großbanken Irlands beim Zehnfachen des Sozialproduktes, das das gesamte Land erwirtschaftete.

Der Großteil der entstandenen Schulden entstand aus Mitteln, die aus dem Ausland aufgenommen wurden. Bereits im Jahr 2006 bzw. zu dessen Ende lagen die Auslandsschulden für Irland im Vergleich zum Sozialprodukt bei 240 Prozent.

Worauf ist diese wirklich grottenschlechte Entwicklung eigentlich zurückzuführen?

Experten sagen, dass diese negative Entwicklung durch schlecht implementierte und fehlgeleitete Liberalisierung entstanden ist, da die erzielbaren Erträge nicht im richtigen Verhältnis zum verbundenen Risiko standen.

Genau diese Entwicklung haben wir schon einmal beobachten können. Das war, als der Eiserne Vorhang in Mittel- und Osteuropa gefallen ist. Da sind dann die Verhältnisse in den gesamten baltischen Republiken und auch in der Ukraine, in Bulgarien und auch auf dem Balkan dann absolut aus dem Ruder gelaufen. Sogar in Russland war es der Preisboom, der für lange Zeit die wirklich schlechte Wirtschaftsstruktur überdeckte. Da war es dann die Wirtschaftskrise, die eine Korrektur auslöste und die Schwächen offen legte und gleichzeitig auch die Währungsreserven aufzehren ließ.

Wen wundert es da noch, dass die Börsen dieser Regionen dann in den letzten Monaten des Jahres 2008 die schwächsten weltweit waren, nachdem sie vorher scheinbar eine Verlauf nach oben hatten. Die Nischenmärkte in Tunis, Venezuela, Slowakien und auch in Japan verzeichneten aus der Sicht Europas die geringsten Kursgewinne.

Die Märkte in Tunis, Venezuela und Slowakien waren durch ihre Enge und die politischen Bedingungen ohnehin nur für wirklich risikofreudige Anleger eine sinnvolle Sache. Aber in Japan konnten europäische Anleger immerhin von Währungseffekten ihre Profite ziehen.

Der Yen holte in den Vergangen Monaten einen guten Teil seiner Unterbewertung gegenüber dem Euro auf und so liegt das Minus des Nikkei in Euro dann lediglich bei 26 Prozent. Der Index in der lokalen Währung erlitt aber im Jahr 2008 Verluste im Höhe von 42 Prozent. 

Die asiatischen Aktienmärkte haben es geschafft, denn ein wirklich schwieriges Handelsjahr konnte leicht positiv schließend beendet werden. Obwohl das kein großer Trost sein kann, denn der Nikkei musste im Jahr 2008 den größten Verlust seiner ganzen Historie verkraften. Die Anleger in Tokio setzen für das nächste Jahr auf den künftigen US-Präsidenten Barack Obama, der Anfang 2009 seine Tätigkeit aufnehmen wird.

Der Verlust des Nikkei war im Jahr 2008 wirklich groß und am Ende lag der Aktien-Index dann zeitweise sogar bei einem Minus von 42 Prozent. Der größte Rückgang, der je verzeichnet werden konnte in der Vergangenheit lag im Jahr 1990 bei 38,7 Prozent – und selbst damals ging dann schon ein Aufstöhnen durch die Reihen der Anleger. Seit 58 Jahren wird der Index nun schon erstellt und so schlecht hat er sich noch nie dargestellt.

Im verkürzten Handel hatte der Nikkei noch Werte bei 225 gemessen und konnte dabei um 1,3 Prozent auf 8.859 Punkte steigen. Der breiter gefasste Topix-Index erlebte einen Anstieg um 0,52 Prozent auf dann 859 Punkte. Und der lag im gesamten Jahr 2008 auch mit 42 Prozent im Minus. Als Gewinner gingen hier Exportwerte, wie zum Beispiels Canon, aus dem Rennen, denn die Papiere erlebten hier einen Anstieg von 2,8 Prozent und ein Umsatz wurde mit rund 854 Millionen Aktien verzeichnet.

Das kommende Jahr wird nach Meinung von Händlern für die asiatischen Börsen wohl auch schwierig werden. Aber die Hoffnung liegt hier in den Konjunkturprogrammen der USA, die dann hoffentlich auch in China greifen werden. Leider wird sich aber erst nach dem Frühling dann wohl erst zeigen, ob die Talsohle des Marktes bisher überhaupt erreicht wurde.

Gewaltige Veränderung für die Aktien-, die Devisen- und auch die Rohstoffmärkte ergaben sich insgesamt im Jahr 2008. Allerdings konnte immerhin der Monat Dezember erstmalig mit einer positiven Bilanz aufwarten – seit Mai 2008. Da ergab sich ein Plus von 4,1 Prozent.

Analysten vermuten sogar, dass die Unterstützung bei Aktien im Dezember aus der Hoffnung auf Barack Obama abgeleitet werden kann und schon jetzt große Erwartungen auf dessen Politik gesetzt werden. Und so ist es wahrscheinlich, dass der Markt sich dann bis zum 20. Januar stabil präsentiert, denn dann findet die Amtseinführung des neuen Präsidenten statt.

Der Ausverkauf von Ende Januar bis März ist dann aber schon die nächste Sorge, die Händler haben. Bei den Einzeltiteln wurden die Öl- und Bergbautitel durch den inzwischen wieder gestiegenen Ölpreis unterstützt. Inpex erlebte einen Anstieg um 5,1 Prozent auf dann 698.000 JPY und Japan Petroleum Exploration hatte einen Anstieg um 2,6 Prozent auf 3.900 JPY.

Der Handel wird in Tokio am 5. Januar wieder aufgenommen.

Die Börse von Singapur erlebte eine gut behauptete Tendenz zum Jahresabschluss, die sich unter anderem durch die Schnäppchenkäufe von Kleininvestoren ergaben. Der STI erlebte nach der ersten Sitzungshälfte einen Anstieg um 0,1 Prozent auf dann 1.782 Punkte und das Tief des Tages lag so bei rund 1.762 Punkten.

Händler sagen, dass der Handel zum Jahresabschluss aber eher von Kleininvestoren dominiert wird. Das liegt daran, dass die großen Institutionen keine Aktivitäten mehr am Markt haben und so konnten jetzt zum Jahresabschluss viele Schnäppchenkäufe verzeichnet werden, die möglicherweise auch mit der großen Hoffnung auf eine Rallye im Januar getätigt wurden.