Während die Arcandor-Aktien riesige Verluste einfahren und ins Minus rutschen, gelangt der Euro zeitweilig sogar auf 1,37 US-Dollar. So ist die Hoffnung der Anleger am deutschen Aktienmarkt weiterhin beständig, dass die US-Wirtschaft, die vor sich hin schwächelt, nun irgendwann greifende Staatshilfen erhält. Allerdings profitierte der Dax von diesen Entwicklungen nur für kurze Zeit und musste letztlich die Gewinne im Verlauf des Handels wieder abgeben.
Und so lag das Börsenbarometer dann zum Abschluss des Handel 0,3 Prozent leichter und damit bei insgesamt 4,654 Punkten. Allerdings waren auch die US-Börsen nach einem zunächst behaupteten Handelsstart dann in dem Minusbereich hineingerutscht. Und die Nebenwerte-Indizes mussten auch von ihrem Tageshoch zurückkehren und so stand der M-Dax nur noch bei 0,5 Prozent im Plus bei 5.267 Zählern, während der DecDax mit 0,3 Prozent und 453 Punkten unter den Stand des Vortages rutschte.
Hoffnung besteht offenbar noch weiterhin am Markt, dass die US-Autobauer ihre angeschlagene Situation noch retten können – zumindest begrünen die Händler am Markt so die anfänglichen Aufschläge.
Berichte sagen, dass Barack Obama in seinem Amt als US-Präsident den Umfang des Konjunkturpaketes für die Rettung der US-Wirtschaft merklich ausweiten möchte. Und Obama soll auch bereits aufgrund der Verschlechterung ein zweijähriges Programm geplant haben, das dann Kosten mit sich bringt, die in den Billionen Dollar Bereich fallen.
Die Investoren wiederum rechnen stark damit, dass auf die Krise seitens der US-Notenbank mit weiteren starken Zinssenkungen reagiert wird.
Durch das abgelehnte Hilfsprogramm hängt der Fortbestand vom General Motors, Ford und auch Chrysler nun wirklich am sprichwörtlichen seidenen Faden. Obwohl US-Präsident George W. Bush die Hoffnung auf ein Rettungspaket bis zuletzt dämpfte, wollte diese Entscheidung dann wohl doch niemand so richtig wahrhaben? Und auch eine unmittelbare weitere Entscheidung wird wohl auf sich warten lassen.
Die Händler hoffen weiter darauf, dass seitens der Politik Hilfe kommt und die US-Konzerne nicht mehr lange im Regen stehen müssen oder gar den kompletten Zusammenbruch erleiden müssen.
Da sind den Anlegern momentan doch die Rentenwerte deutlich lieber, was den Bund-Future schon auf eine Steigerung um 83 Tick ´s auf nunmehr 122,40 Punkte kommen ließ. Und der Euro stieg am Devisemarkt seit zwei Monaten zum ersten Mal wieder über eine Marke von 1,37 US-Dollar – allerdings musste er später wieder auf 1,3655 Dollar nachgeben.
Infineon konnte sich an die Dax-Spitze behaupten mit einem Aufschlag auf 0,665 Euro, was 2,3 Prozent ausmachte. Und die Bereitschaft des Chip-Herstellers wurde nun auch signalisiert, dass man sich mit 50 Millionen Euro an der Rettung der Tochter Qimonda beteiligen wolle.
Nicht wirklich begeistert waren die Anleger von MAN, dass der Konzern nun Planungen hat, das Geschäft mit Bussen und schweren Nutzfahrzeugen in Brasilien von VW zu übernehmen. So nahm die MAN-Aktie dann ihren Dreh ins Minus und einen Verlust von 7,5 Prozent. Damit lag sie dann bei 32,61 Euro. Insgesamt ist die Produktion in der aktuellen Situation der Autobranche eher der Klotz am Bein, empfinden Händler.
Siemens-Aktien ziehen ihre Profite aus den Berichten, dass die Schmiergeldaffäre hier wohl bald beendet sein wird und so konnte der Titel in der Spitze dann um 4,5 Prozent anziehen – allerdings fand auch eine Drehung statt, die den Verlauf ins Minus brachte. Siemens hat aber informiert, dass die Untersuchungen in der Schmiergeldaffäre vor dem Abschluss stehen.
Insgesamt sind die Briten hinsichtlich ihrer Währung im Moment recht nervös. Der Hintergrund ist die Schieflage des Pfund, denn das zeigt sich aktuell am Devisenmarkt so schwach wie selten bisher. Gegen den Euro musste das Pfund in den letzten beiden Jahren massiv abwerten. Die Kursveränderung zwischen Januar 2007 bis Mitte Dezember 2008 brachte eine Kurssteigerung von 65,63 Pence für den Euro bis nunmehr 89,81 Pence – und das ist dann ein Plus, das bei 37 Prozent liegt.
Gegen die anderen Währungen sieht das Pfund noch blasser aus. Beim Yen waren noch größere Kursverluste zu verzeichnen. Und auch der zur Zeit massiv schwächelnde Dollar konnte dem Pfund noch die Stirn bieten und so fiel das Pfund gegen den US-Dollar stark zurück. Im November 2007 brauchte man noch 2,11 Dollar um ein Pfund erwerben zu können. Inzwischen müssen für das Pfund lediglich noch 1,4891 Dollar bezahlt werden.
Die Briten haben im Moment somit ein wichtiges Thema – und das ist der Wechselkurs. So stellt sich inzwischen schon die Frage, ob das Pfund überhaupt in manchen Zeiten noch einen Euro wert ist oder bereits darunter angelangt ist. Wer heute das Pfund in der Wechselstube tauscht, bekommt nach Spesenabzug für 60 Pfund 57 Euro. Der Wechselkurs liegt nämlich bei 1,0185 Euro pro Pfund. Erst im letzten Jahr hätte man für die 60 Pfund noch 80 Euro erhalten. Da heißt es für die Briten kürzer zu treten, wenn sie die Eurozone bereisen.
So zweifeln schon einige Briten inzwischen die Treue zum Pfund an. Traditionen hin – Wechselkurse her. Letztlich ist es doch das Geld in der Hand, was wichtiger ist als die historische Währung – eine inzwischen deutlich weiter verbreitete Meinung bei den Briten als noch vor Jahren.
Briten bauen vor und so wechseln sie bereits jetzt ihre Pfund in Euro ein, auch wenn die Reise in die Eurozone erst im Verlauf des nächsten Jahres geplant ist. Das Misstrauen herrscht einfach vor, dass das Pfund noch weiter fällt. Was da spannende Entwicklungen am Devisenmarkt sind, bekommt der Verbraucher knallhart in weniger Münzen in der Tasche zu spüren, wenn denn das Pfund gegen den Euro getauscht werden muss, um eine Reise anzutreten.
Überraschend ist die Schwäche der britischen Währung aber nicht. Die Finanzkrise ist schuld – wer sonst? Und die hat den Briten die heftige Rezession beschert – erstmalig seit 17 Jahren. Die Bank of England senkte innerhalb des laufenden Jahres den Leitzinssatz von 5,5 auf nunmehr 2 Prozent. Und genau diese Zinsentscheidung soll damit der Auslöser für die schnell verlaufende Abwertung des britischen Pfundes sein, erklären Währungsstrategen. Aber eine weitere Zinssenkung der britischen Notenbank könnte trotzdem wahrscheinlich werden.
Die Wechselstuben haben breitere Spannen zwischen An- und Verkauf von Devisen, als dies im professionellen Devisenhandel üblich ist und in diesen Stuben liegt der Wechselkurs dann vor Berechnung der Spesen sehr hart an seiner Parität zum Euro. Das britische Finanzministerium kommentierte den Verlauf des britischen Pfund dahingehen, dass hier nicht der Wechselkurs, sondern die Inflation das Hauptinteresse erhalte.
Die Briten erkennen den Kursverfall ihrer Währung bei Reisen in den Euroraum, wenn alle Aktivitäten und Einkäufe plötzlich teurer sind. Wir Verbraucher aus dem Euroraum sehen den umgekehrten Verlauf – nicht zur Begeisterung der Briten.
Während die Wall Street geschockt ist von dem riesigen Betrugsfall, den die amerikanische Finanzaufsicht am späten Donnerstag Abend der Öffentlichkeit bekannt gab, müssen die deutschen Forex Broker jetzt um ihr Geld auf Kreditkartenkonten fürchten.
Die „Frankfurter Rundschau“ hatte bekannt gegeben, dass nun auch ihrem Hause Bankdaten von mehreren Millionen Menschen angeboten worden seien. Der Fakt, der die Menschen am meisten beunruhigt, ist, dass es sich hier nicht nur um Namen der Kontoinhaber und die dazugehörigen Kontonummer handelt, sondern dass in diesem Falle auch Auskünfte über Kontobewegungen geben werden, die Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Situation der betroffenen Kunden zulassen. Großalarm wurde ausgelöst, als bekannt wurde, dass auch die zu den Kreditkarten gehörenden Zugangsdaten wie PIN und Co. mit in den Datensätzen gespeichert worden sind.
Ersten Ermittlungen zufolge sind davon Kunden der Landesbank Berlin. Doch auch andere Kreditkarteninhaber sollten sich nicht zu sicher fühlen, denn auch andere große Anbieter von hauseigenen Kreditkarten, wie beispielsweise der Onlinehändler Amazon und der ADAC, sind von diesen neuerlichen Datenskandal betroffen, weil sie sehr eng mit der Berliner Landesbank zusammen.
Deshalb gilt nicht nur für die Forex Broker, sondern für jeden Menschen in Deutschland, der ein solches Kreditkartenkonto besitzt, seine Umsätze kontinuierlich zu kontrollieren und sofort zu reagieren, wenn etwas nicht stimmt. Jede Lastschrift kann innerhalb von sechs Wochen bei der Bank reklamiert werden. Zusätzlich empfiehlt es sich im konkreten Fall, eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft Berlin zu schicken, die mit diesem Datenklau befasst ist.
Besonders schwer wiegt die Tatsache, dass die Daten von einem Dienstleister stammen, der direkt für die Landesbank Berlin arbeitet. Das bedeutet, dass entweder das Auswahlverfahren für die Mitarbeiter nicht ausreichend ist oder, dass die Sicherheitsbestimmungen in dem Unternehmen sehr nachlässig gehandhabt werden, denn wie sonst hätten Millionen Kundendaten das Unternehmen erfolgreich verlassen können.
Die Experten im Forex Trading befürchten, dass die Häufung solcher Datenskandale die Öffentlichkeit in einer Form schockieren könnte, die dazu führt, das ohnehin angeschlagene Vertrauen in die Banken noch weiter zu minimieren. Es bleibt zu hoffen, dass hier eine schnelle Aufklärung erfolgt, um zu verhindern, dass die Kunden ihre liquiden Mittel den Banken entziehen und in anderen sichereren Anlagen parken.
Im europäisch geprägten Forex-Trade startete der Euro am heutigem Donnerstag einen wahren Höhenflug. Mit einem Tageshöchststand von 1,3274 Dollar erreichte die europäische Gemeinschaftswährung ein Sechs-Wochen-Hoch gegenüber der amerikanischen Währung. Der Euro zeigte sich heute sehr fest und stabil. Die seit zwei Tagen laufende Rally konnte der Euro heute fortsetzen. Gestützt wurde der Euro dabei unter anderem von den Daten zum US Haushaltsdefizit. Das Haushaltsdefizit ist im Monat November zum zweiten Mal in Folge nach oben geschnellt. Das aktuelle Defizit beträgt 164,4 Milliarden Dollar. Laut den Angaben der amerikanischen Finanzbehörde sind die Steuereinnahmen um 4,2 Prozent gefallen. Auf der anderen Seite explodierten die Ausgaben um 24 Prozent. Das ist mehr, als Experten erwartet haben. Die Importpreise brachen im Monat November um 6,7 Prozent ein. Damit sind die Importpreise ebenfalls auf ein Rekordniveau gefallen.
Auch im Bezug auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen die Erwartungen deutlich niedriger. Die Zahl der Erstanträge ist so hoch wie seit 26 Jahren nicht mehr. Die Zahl der laufenden Anträge ist sogar auf einem 34-Jahres-Hoch. Im Vergleich zur Vorwoche liegt die Zahl der Erstanträge mit 58.000 Neuanträgen mehr als doppelt so hoch, als es die Experten zuvor erwartet hatten. Einige Analysten sind sehr pessimistisch gestimmt und rechnen mit einem weiteren Abwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitsmarktexperten prognostizieren daher einen Anstieg der Arbeitslosen auf 600.000 bis 700.000. Vergleichbare Zahlen wurden als letztes während der Rezession in den siebziger Jahren gemessen. Anhand dieser sehr schlechten fundamental Daten aus den Vereinigten Staaten, meiden die Investoren zur Zeit den Dollar.
Durch die massiv schlechten Konjunkturdaten aus den USA, konnte heute der Ausbruch des Euros aus seinem Seitwärtskanal untermauert werden. Marktbeobachter werten die aktuellen Entwicklungen auf den Forex-Märkten als drohenden Kollaps der amerikanischen Wirtschaft. Die von der amerikanischen Notenbank Federal Reserve angeworfene Notenpresse belastet den Dollar schwer. Sollte der Euro den Widerstand der 1,33 Dollar Marke übertreffen, könnte er in der nächsten Zeit sogar den Widerstand von 1,35 und 1,40 Dollar in Angriff nehmen.
Gegenüber dem Schweizer Franken erwies sich der Euro heute auch als stabil. Gegen Ende des europäisch geprägten Forex-Trades notierte der Euro bei 1,5750 Schweizer Franken. Im Währungspaar EURCHF konnte die europäische Gemeinschaftswährung ein Zwei-Monats-Hoch erreichen. Die Schweizer Nationalbank hatte heute die Leitzinsen um weitere 50 Basispunkte gesenkt. Damit deckten sich die Erwartungen der Marktbeobachter.
Die derzeitige Situation wurde, auch wenn nur für kurze Zeit, durch die Politik ihrer Zinsen, von der Nationalbank der Schweiz unterstützt. Diese hatte nämlich vor kurzem ihre Zinsen auf gerade mal einen Prozent gesenkt. Die Schweiz möchte somit erreichen, dass der Export nicht nur angekurbelt wird, sondern auch konkurrenzfähiger gemacht wird. Ebenso das die eigene Währung, der Schweizer Franken wieder gestärkt werden kann und ihr der Aufwärtsdruck entzogen wird. Aber natürlich kann man sich hier nun die Frage stellen wie lange diese Situation nun so vorteilhaft für die Schweiz sein wird. Natürlich wird daraufhin auch die europäische Zentralbank die Leitzinsen senken so dass die Differenz von 2,25 Prozentpunkten, so wie es sich gerade jetzt darstellt deutlich nach unten gehen wird. Eigentlich müssten die Schweizer ihren Franken eigentlich eher aufwerten anstatt das Gegenteil zu bezwecken denn ihr derzeitiges Verhalten ist nicht gerade vorbildlich. In der Vergangenheit viele Immobilien und auch vieles in Osteuropa durch den Schweizer Franken refinanziert. Daher wäre es unratsam dies nun erneut zu starten. Der Liquiditätsbedarf an harten Währungen ist gesunken, dafür erscheinen aber der Wille und der Mut zum Risiko in einem völlig anderen Licht. Um nicht zu sagen in einem deutlich besseren Licht. Dies bekommen auch jene Währungen zu spüren welche sich eher rohstoffbezogen sind. Der südafrikanische Rand, der kolumbianische Peso und auch der kanadische sowie australische Dollar haben sich bereits sehr gut erholt und streben höhere Werte an. Viele Broker und Anleger hoffen und vermuten nun, dass die die Rohstoffpreise wieder erholen werden. Dies wird, so hoffen sie durch eine Erholung der Wirtschaft hervorgerufen, oder aber durch die Entwicklung der Inflation sobald die Krise der Liquidität sich von der stark ausgeprägten Korrekturbewegung erholt hat. Ob diese Erwartungen in die Wirtschaft und in das Finanzwesen nun wirklich angebracht waren, wird nur die Zukunft zeigen. Ein Bangen kann man nicht abschaffen, da die Risiken ja noch nicht gebannt sind. Wenn die Ausfallraten tatsächlich weiter in die Höhe steigen und simpel nur 40 Prozent aller Kontrakte einen Nominalwert von fünfzig Billionen US – Dollar aufweisen, würde man die Emittenten heranziehen um die 15 Billionen US – Dollar zu zahlen. Hierzu wären die Emittenten verpflichtet. Wenn es dazu kommen sollte, würde die Liquidität auch wieder steigen. Auch könnte es zu weiteren großen Verkäufen an den diversen Märken kommen. Trotz der vielen Rettungsversuche, erwischte es die isländische Krone ganz besonders hart. Man kann mit dieser Währung auch derzeit nur noch sehr beschränkt handeln. Die Schwellenländer wurden während der Finanzkrise nicht mehr so deutlich gehandelt und dies bekam als erstes Land Indonesien zu spüren. Diese Währung sank in ein Rekordtief, welches erst endete als sich alle anderen Länder auch wieder etwas bekrabbelten. Auch hier musste wie in vielen anderen Ländern auch durch die Nationalbank der Leitzins angehoben werden. Trotzdem schafft es Indonesien sich weiter sehr robust weiter zu entwickeln. Seit 2005 konnte das Land seine Währungsreserven ausbauen bis auf 60 Milliarden US – Dollar. Allerdings währende der derzeitigen Finanzkrise nahmen diese Milliarden wiederum bis auf 50 Milliarden US – Dollar ab. Dies geschah weil das Land seine eigene Währung retten musste.
Der Riesenkonzern Sony hat gestern bekanntgegeben, dass 8000 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Dieser Schritt wird im Zuge einer Umstrukturierung des Konzerns vorgenommen, um insgesamt gut 1,1 Mia. Dollar Kosten zu sparen. Auch die Citigroup, so wurde bekanntgegeben, beabsichtigt weitere 1000 Arbeitsplätze zu streichen. Diese Neuigkeiten schrecken viele Anleger vom Japanischen Yen ab. Schon seit dem dritten Quartal 2008 ist Japan, ebenso wie Europa in einer Rezession. Die BoJ hat jedoch den derzeit weltweit wohl niedrigsten Leitzins, so dass viele Anleger im Japanischen Yen erst einmal einen sicheren Hafen sahen. Doch aufgrund der erneuten Arbeitsplatzflaute wurde gestern bekanntgegeben, dass ein erneutes gut 216 Mia. Dollar schweres Rettungspaket geplant sei.
Der Japanische Yen musste daher gestern einige Verluste einfahren, gegenüber dem Euro, ebenso wie gegenüber dem Schweizer Franken. Das Wertepaar Euro und Japanischer Yen liegt derzeit um die 120,00, das Paar Schweizer Franken und Japanischer Yen wird derzeit bei 77,44 gehandelt.
Bei den Rohstoffen geht es langsam wieder bergauf. Sowohl das Silber, als auch das Gold konnten wieder einiges an Kraft gewinnen. Beide Rohstoffe fielen in den letzten Woche arg ab, bis sie Mitte November einen regelrechten Aufschwung erlebten. Dieser ebbte zwar zunächst ab, doch liegen sowohl Gold, als auch Silber derzeit wieder fast bei den Maximalwerten von Mitte November.
Diesen Aufschwung bekommt auch das Rohöl mit, auch wenn unter anderen Umständen. Die Prognose, dass die OPEC abermals die Fördermenge Öl pro Tag drosseln will, hat einige Anleger ermutigt wieder in den Rohstoff Rohöl zu investieren. Derzeit wird das Barrel Rohöl bei 43 $ gehandelt. Analysten zur Folge wird auch bis zum Ende des Monats nicht mehr allzuviel passieren um das Rohöl. Vermutet wird, dass es sich zwischen der 40$ und 50$ Marke hin- und herbewegen wird. Das Treffen der OPEC, welches über die genaue Zahl der Drosselung entscheidet wird am 17. Dezember stattfinden.
Der Euro eröffnete gestern bei 1,2940 US-Dollar, nachdem der Vortag wieder ein Hoch und den Durchbruch der 1,3000 Marke mit sich gebracht hatte. Zum Einen rührt die Stabilität von der guten Stimmung der Anleger her, zum Anderen kann die EU weiterhin gute Exportzahlen verzeichnen, doch kann nicht genau gesagt werden, wann sich dieser Trend ändern wird.
Gestern, am Mittwoch, meldete sich Herr Shirakawa von der Bank of Japan zu Wort. Seine Aussagen bezogen hauptsächlich auf die genauen Beobachtungen des Devisenmarktes der Bank of Japan. Die Entwicklung würde derzeit genauestens beobachtet werden. Eine Abschwächung kann weiterhin konstatiert werden und diese nimmt auch nach wie vor zu. Die Core Machinery Orders würden stark zurück gehen. Laut den Prognosen sollte ein Rückgang von 3,9 Prozent stattfinden, die realistischen Werte belaufen sich jedoch bei 4,4 Prozent. So konnte ein Rückgang im Jahresvergleich festgestellt werden, der für einige Überraschung sorgte. Dieser Betrug nämlich ganze 15,5 Prozent, eine bereits sehr hohe Zahl. Shirakawa äußerte sich zusätzlich zu Handlungsspielräumen der Bank of Japan, welche die Möglichkeit hätte, bei allzu schlechten Tendenzen in den Devisenmarkt regulierend einzugreifen. Offen gesagt nähert sich der Yen also der kritischen Schmerzgrenze, welche kaum überschritten werden darf. Es bleibt abzuwarten ob und wie sehr diese überschritten wird und, was die Folgen dieses schmerzlichen Rückgangs sein könnten.
Wichtige zu veröffentlichende Daten stehen vor allem wieder von der USA an. Die Daten des Federal Budget nämlich, welche die Gesamtverschuldung der Vereinigten Staaten von Amerika widerspiegeln und große Effekte auf den weltweiten Devisenhandel haben könnten. Im Oktober konnte noch ein Defizit von etwa 237 Milliarden US-Dollar festgestellt werden. Im November fehlen der US-Regierung immer noch satte 172 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen verdeutlichen ganz genau die instabile Lage der Vereinigten Staaten und ihrer derzeitigen Wirtschaft. Nur dieses Jahr ergab sich die Zunahme der Gesamtverschuldung in den USA um über Zehn Milliarden US-Dollar. Eine Zahl, die einige Anleger vielleicht abschrecken könnte, jedoch nicht die Erfahrenen, welche immer noch einige Vorteile aus diesen Tendenzen ziehen können.
Man sieht an der gesamten globalen Entwicklung, das auch heute noch der Euro als Favorit seine Rolle behaupten kann. Es bleibt offen, wie sich die schwierigen Umstände der USA und Japans auf den Euro auswirken werden. Das Unterstützungsniveau des Euros von 1,2540 sollte jedoch nicht unterschritten werden, damit würde der positive Bias des Euro verloren gehen und ihm eindeutig seine Vorreiterrolle streitig machen.
Am Mittwoch ist die europäische Gemeinschaftswährung beim Übergang in den europäisch geprägten Devisenhandel über die 1,29 Dollar Marke gestiegen. Der Euro kostete 1,2940 Dollar und der Dollar notierte bei 0,7726 Euro. Grund für den Anstieg sind die positiven Erwartungen für die Aktienmärkte, die sich auch auf die Forex-Märkte auswirken werden.
Im amerikanisch geprägten Forex-Handel konnte die europäische Gemeinschaftswährung sogar über die 1,30 Dollar Marke klettern. Dieser Kurssprung war aber nur kurzfristiger Natur und wurde im Verlauf der weiteren Forex-Trades wieder nach unten korrigiert. Der Wechselkurs pendelt sich bei 1,2910 Dollar im amerikanisch geprägten Devisenhandel ein.
Analysten sehen als Grund des kurzen Kursprungs im antesten des mittelfristigen Widerstandes der europäischen Gemeinschaftswährung bei 1,2965 Dollar. Vor allem Anleger, die sich technisch orientieren, haben gestern zu den Kursgewinnen beigetragen. Für alle anderen Investoren sind das positive Signale, da der Euro wieder an die für viele Anleger so wichtige psychologische Marke von 1,30 Dollar gehoben wurde. Das die Gewinne nicht nachhaltig waren, schreiben Marktbeobachter dem Druck der Aktienmärkte zu. Sie sind im amerikanisch geprägten Börsenhandel leicht unter Druck geraten, der sich sofort auf den Euro auswirkte, was wieder ein Beleg für die derzeitige Abhängigkeit von Wertpapier- und Forex-Märkten ist.
Im europäisch geprägten Devisenhandel stand der Euro am Dienstag unter dem Einfluss schwacher Konjunkturdaten aus Deutschland. Die Exportzahlen in Deutschland und in Frankreich sind sehr schwach ausgefallen, so dass der Euro kurzfristig auf 1,2851 Dollar rutschte. Das Statistische Bundesamt hatte gestern mitgeteilt, dass die Exporte im Oktober saisonbereinigt und im Vergleich zum Vormonat um ein halbes Prozent gefallen sind. Mit 7,07 Milliarden Euro erreichte zudem das französische Handelsbilanzdefizit im Oktober ein neues Rekordniveau. Experten waren nur von einem Defizit von etwa fünf Milliarden Euro ausgegangen.
Die meisten Exportmärkte Deutschlands und Frankreichs sind vom konjunkturellen Abschwung betroffen. Das trifft auch auf die Länder des Euroraumes zu, so dass ein Sinken der Exportdaten für die meisten Experten nicht überraschend kam.
Heute wird mit einer weiteren Erholung der Aktienmärkte gerechnet. Erste Anzeichen lassen sich am europäisch geprägten Aktienmarkt bereits erkennen. Für die Forex-Trades bedeutet das, dass heute ebenfalls mit steigenden Kursen zu rechnen ist. Erwartet wird eine leichte Erholung des Britischen Pfund Sterlings, nachdem es gestern auf ein Rekordtief gegenüber dem Euro gefallen ist. Aber auch die europäische Gemeinschaftswährung könnte heute, wie schon in den vergangenen Tagen, von steigenden Aktienkursen profitieren.
Noch vor wenigen Wochen zuckten die Forex Broker erschrocken zusammen, wenn neue Entlassungen aus der Automobilindustrie angekündigt wurden. Fast immer war ein Nachgeben der Währung der betroffenen Länder im Forex Trading die Folge. Doch inzwischen gibt es fast nur noch ein zur Kenntnis nehmendes Schulterzucken, denn die Entlassungswellen rollen inzwischen weltweit an.
Die Liste der angekündigten Entlassungen ist lang. Das amerikanische Unternehmen Dow Chemical will zwanzig Werke dicht machen und 5.000 Mitarbeiter entlassen. Die Firma 3M verzichtet auf 1.800 Mitarbeiter. Die schweizerische Bank UBS schickt nach einer ersten Entlassungsrunde wahrscheinlich nochmals 4.500 Angestellte nach Hause. Der japanische Computerzubehörhersteller Canon sorgt für 1.100 zusätzliche Arbeitslose. Der deutsche Autobauer BMW schickt mehrere Zehntausend Mitarbeiter für längere Zeit in die Kurzarbeit. In den Vereinigten Staaten musste ein Defizit von mehr als einer halben Million Arbeitsplätzen im November in der Statistik festgehalten werden.
Die Liste ließe sich endlos fortsetzen und zieht sich quer durch alle Länder, deren Währungen an den Börsen im Forex Trading gehandelt werden. Diese Ausgewogenheit der negativen Nachrichten sorgt dafür, dass sich die Arbeitsmarktzahlen nicht mehr so deutlich auf die Crossrates im Forex Trading auswirken. Es scheint, als habe sich der Markt auf seine ursprüngliche Wertbildung aus Angebot und Nachfrage zurück besonnen.
Schaut man sich die Aktienindizes an, dann sind durchgängig positive Entwicklungen zu beobachten. Hier scheint sich auch bemerkbar zu machen, dass das Weihnachtsgeschäft verstärkt auf Touren kommt und der Einzelhandel sich damit überall recht zufrieden zeigt. Die Renner kommen vor allem aus dem Elektronikbereich, der mit hohen Umsatzanteilen beteiligt ist. Da auch Computerzubehör verstärkt in den Paketen unter dem Weihnachtsbaum landen wird, ist es besonders erstaunlich, dass der Druckerhersteller Canon über eine große Zahl von zu entlassenden Mitarbeitern spekuliert.
Die Norddeutsche Landesbank will nun als erste deutsche Bank in der Finanzkrise ihre Bilanzen säubern – mit Hilfe einer Auffanggesellschaft. Damit wollen die Firmenchefs unterbinden, dass Risikoanlagen dann die Bank in ihrer Gesamtheit belasten.
Die Risikoanlagen sollten von der angeschlagenen Norddeutschen Landesbank ausgelagert werden. Damit soll dann die Bilanzsumme auf 150 Milliarden Euro gesenkt werden. Die Bank informiert die Öffentlichkeit, dass durch eine Refinanzierung der Bank dann nachhaltig erreicht werden soll, dass sie wieder eigenständig auf gesunden Beinen steht. Das sind zumindest die Informationen, die der Aufsichtsrat nach außen gibt.
Zum Abschluss des ersten Halbjahres 2008 hatte die Landesbank eine Bilanzsumme, die bei 204 Milliarden Euro lag. Inzwischen wurden 30 Milliarden Euro Garantien vom Staat in Anspruch genommen.
Jetzt ist geplant, Risikopositionen in eine externe Auffanggesellschaft auszulagern – und das in einer Höhe von ungefähr 50 Milliarden Euro. Die Bilanz der Bank soll so vor potentiellen Abschreibungen geschützt werden und zudem die Kernkapitalquote der Landesbank dann auf mindestens acht Prozent erhöht werden.
Das 24 Milliarden Euro umfassende Kreditersatzgeschäft soll dann – wenn man Zeitungsberichten Glauben schenkt – ausgelagert werden in Sondergesellschaften. Und auch amerikanische Immobilien-, asiatische Firmen- sowie das gesamte Leasinggeschäft der Bank müsse zudem ausgelagert werden. Wie dann die ausgelagerten Anlagen abgesichert werden sollen, das steht aber noch nicht fest.
Bei allen Bestrebungen ist es Bedingung, eine Erhöhung der Kernkapitalquote anzustreben – denn hierdurch sollen Staatsgarantien erhalten werden. Und jetzt hat die Landesbank eine zeitliche Frist bis Ende Februar 2009, um dann ihr Sanierungskonzept zu präsentieren. Mitte Dezember will der Aufsichtsrat der Bank zusammentreffen um dann über die erforderlichen Maßnahmen ausgiebig zu beraten.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2008 hat die Landesbank Verluste in Höhe von 360 Millionen Euro überstehen müssen. Und die Situation auf den internationalen Finanzmärkten macht für das letzte Quartal des Jahres 2008 wohl wenig Hoffnung. Da sind dann tendenziell weitere Belastungen zu erwarten.
Die Landesbank ist übrigens mit 30,4 Prozent im Besitz der Stadt Hamburg und zudem mit 29 Prozent in Besitz des Landes Schleswig Holstein. Dann ist da noch der Sparkassen- und Giroverband, der noch einmal 13 Prozent Anteile hält. Ungefähr 26 Prozent der Anteile an der Bank sind dann noch in Händen von Investoren.
Auf die weiteren Entwicklungen bei der Bank darf man gespannt sein.


