Es ist kaum mit anzuschauen, wie die deutsche Bundesregierung mit den Vertretern der Länder um das neuerliche Konjunkturpaket verhandelt. Jedem Teilnehmer der Diskussionsrunden ist klar, dass etwas geschehen muss, doch um die Finanzierung und Art der notwendigen Maßnahmen wird gefeilscht wie auf einem orientalischen Basar.

Zumindest konnte man sich darauf einigen, dass verschiedene bereits geplante Investitionen zur Verbesserung der Infrastruktur vorgezogen werden sollen. Auch die Voraussetzungen im Bildungswesen sollen mit umfassenden Investitionen verbessert werden. Hoffentlich kommen dabei nicht solche Stilblüten heraus, wie man sie kurz vor Ende des letzten Jahrtausends fertig brachte, wo beispielsweise in Leipzig ein Gymnasium auf der Schließungsliste stand, in das man wenige Jahre zuvor mehr als zwölf Millionen (damals noch) D-Mark investiert hatte, oder wo eine sächsische Gemeinde für acht Millionen ein bis heute nur zu etwa fünf Prozent ausgelastetes Kulturobjekt bauen musste, nur um die dringend benötigten vier Millionen Förderung für den Straßenbau aus europäischen Fördertöpfen zu bekommen!

Besonders strittig scheint die Frage zu sein, ob man die Konjunktur eher mit Steuersenkungen oder mit einer Senkung der Sozialabgaben anheizen könnte, obwohl sich diese Frage eigentlich mit ein wenig banaler Logik von selbst beantworten würde. Steuersenkungen kommen vor allem den höheren Einkommensgruppen zugute, die sich auch jetzt schon all die Dinge kaufen können, die sie haben wollen. Dort würde das eingesparte Geld nur auf Sparkonten und anderen Depots landen und nicht der Nachfrage auf dem Binnenmarkt helfen.

Entlastungen bei den Sozialabgaben dagegen würden allen helfen. Vor allem bei den Geringverdienern würden Mittel frei, die mit einer fast hundertprozentigen Wahrscheinlichkeit in den Konsum fließen und der Wirtschaft zugute kommen würden. Unterhält man sich als einigermaßen kundiger Forex Broker bei den Einkäufen mit den Menschen in den Supermärkten, dann spürt man deren Unmut und die Zweifel, die dahin gehen, dass man befürchtet, dass es wieder einmal die oberen Zehntausend sein könnten, die materielle Vorteile aus der Notwendigkeit der Hilfsmaßnahmen zur Wirtschaftsförderung ziehen könnten und sie wie schon so oft dabei auf der Strecke bleiben.

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise scheint auch einige Rätsel für die Wirtschaftsexperten mit sich zu bringen, denn hier klaffen die Meinungen zu den notwendigen Fördermaßnahmen teils erheblich auseinander. Während die Marktexperten meinen, dass der Schritt der Fed, die Leitzinsen nahe Null zu setzen, ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung wäre, meinen andere, dass man seine letzten Marktinstrumente nicht vorschnell aus der Hand geben sollte.

Vor allem die führenden Köpfe der EZB scheinen dieser Meinung zu sein, denn von hier gibt es für die Forex Broker außer hypothetischen Spekulationen noch keine konkreten Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende weitere Senkung der Leitzinsen. Sollte sich die Europäische Zentralbank diesen Schritt bis nach dem Jahreswechsel aufheben, dann wird der Euro in den nächsten Tagen für das Forex Trading wieder sehr interessant, denn die Zinsdifferenz im Vergleich zu amerikanischen Dollar hat sich bis jetzt im Forex Handel immer als Kursstütze für die europäische Gemeinschaftswährung erwiesen.

An anderer Stelle sieht man die Maßnahme der amerikanischen Zentralbank weniger als echte Hilfe für die Wirtschaft, sondern unterstellt hier lediglich eine Signalwirkung, die den Marktbeteiligten Hoffnung vermitteln soll. Außerdem warnt man vor den Folgen einer massiven Deflation, die weltweit auf Grund dieser historischen Zinssenkung einsetzen könnte. Die Experten bezweifeln, dass dieser Schritt die Banken dazu zwingen könnte, ihr Geld damit zu verdienen, dass an wieder verstärkt Kredite an Privat und Gewerbe vergeben würde. Im Gegenteil, viele Kreditinstitute haben die Rahmenbedingungen für die Vergabe von Darlehen stark verschärft und damit den Kreis der kreditwürdigen Kunden deutlich eingeschränkt.

Für Europa und für Deutschland sieht man dennoch die besseren Chancen, mit der Krise umgehen zu können. Ursachen dafür sieht man darin, dass kleinere Volkswirtschaften flexibler reagieren können. Andererseits spielt hier auch die konsequente Sparpolitik der Kommunen eine Rolle, die durch die in den letzten Jahren boomende Wirtschaft Reserven anlegen können, die jetzt für den benötigten Handlungsspielraum sorgen.

Mit richtig gut behaupteten Notierungen konnten am Donnerstag die Notierungen der Wall Street sich präsentieren. Obwohl die Kurse zu Anfang des Handelstages in Richtung leichter Abschläge tendierten, konnte dann letztlich die Bekanntgabe eines Phili-Fed-Index, der sich deutlich besser als erwartet präsentierte, die positiven Wirkungen dessen auch wahrgenommen werden. Von dem ging dann nämlich die leicht stützende Wirkung aus, die letztlich der Wall Street noch einen guten Verlauf bescherte.

Bis zum späten Nachmittag – natürlich gemessen an der Mitteleuropäischen Zeit, erlebte der Dow Jones Indes dann für 30 Industriewerte – die sogenannten DJIA, einen Anstieg. Der verlief um 0,2 Prozent und damit mit 14 weiteren Punkten auf jetzt 8.8.39 Punkte. Und der Nasdaq-Composite konnte auch einen Anstieg verzeichnen, der jetzt um 0,3 Prozent stattfand und damit 4 Pluspunkte auf 1.583 gab.

Große Aufmerksamkeit erreichte natürlich auf der Devisenmarkt, denn hier gab es starke Verwerfungen. Die Paarung Euro/Dollar zeigte sich nach einer Rallye, die erst in letzter Zeit stattfand, dann insgesamt extrem volatil. Sehr viel besser, nämlich im Grunde weniger negativ als ursprünglich angenommen, konnte der Philadelphia-Fed-Index im Dezember veröffentlich werden. Zwar lag hier die Erwartung bei minus 32,9 Indexpunkte – aber die konnte überboten werden und lag dann real bei 40,0, was eine deutliche Verbesserung zu den Prognosen war. Händler waren positiv überrascht und stellten fest, dass es gerade der Rückgang im Abwärtsmomentum bei den New Orders ist, der sich sehr positiv darstellt.

Und weitere positive Nachrichten gibt es. Die vorbörslichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sind nämlich auch überraschenderweise recht positiv ausgefallen, wie man im Handel insgesamt feststellen konnte.

Nur die Frühindikatoren, die hielten keine Überraschungen für den Handel bereit.

Einzelne Sektoren richten ihre Aufmerksamkeit insgesamt stark auf den Automobilsektor. Da war es dann wohl die vorbörsliche Nachricht vom Wall Street Journal, die große Aufmerksamkeit erregte. Chrysler und General Motors haben nämlich erneute Fusionsgespräche begonnen. Der Hauptaktionär von Chrysler hat inzwischen seine Bereitschaft gezeigt, sich von Teilen seiner Beteiligung zu trennen – aber von General Motors wurden diese Nachrichten schon wieder dementiert. Da können wir wohl nur auf weitere Nachrichten aus diesem Bereich hoffen, denn beiden Autoriesen geht es ja bekanntermaßen sehr schlecht. Und so war es dann auch der Fall für General Motors gestern an der Wall Street. Die mussten einen Verlust von insgesamt 4,8 Prozent hinnehmen und damit landete der Konzern bei 4,16 US-Dollar.

Auch Nike und Federal Express haben ihre aktuellen Zahlen veröffentlicht. Nike hatte einen Quartalsgewinn zu verzeichnen, der bei 0,80 US-Dollar je Aktie stand und damit auch die Analystenerwartungen übertroffen hat. Die lagen nämlich bei 0,78 US-Dollar. Der Umsatz hatte aber die Prognosen verfehlt, denn der lag bei realen 4,59 Milliarden US-Dollar und war auf 4,69 Milliarden US-Dollar geschätzt worden. Einen Anstieg hatte die Aktie am Donnerstag an der Wall Street zu verzeichnen, und der lag bei 2,9 Prozent und ergab damit einen aktuellen Stand von 52,13 US-Dollar. Bei Handelsbeginn sah das noch anders aus und die Aktie stand da noch unter mächtigem Druck.

Und Fed-Ex als US-Logistikkonzern? Der konnte für das zweite Quartal nur mit fast stagnierenden Ergebnissen aufwarten, hat aber dann mit der Eröffnung seiner Zahlen für große Überraschung und ein Übertreffen der Markterwartungen gesorgt. Die gesenkten Prognosen für das Jahr 2008/2009 konnte der Logistikkonzern dann bestätigen, denn erst in der vergangenen Woche wurde die Prognosespanne erst zurückgenommen. Nun konnte die Aktie am Donnerstag einen Gewinn von 1,7 Prozent auf damit 65,03 US-Dollar erreichen.

Der Euro zeigte sich im Verlauf des gestrigen Forex-Trades als äußerst volatil. Nach einer fast dramatischen Berg- und Talfahrt im Verlauf des gestrigen Handels, zeigte sich die europäische Gemeinschaftswährung bei Beginn des europäisch geprägten Devisenhandels nahezu unverändert. Beim Übergang von asiatisch in den europäisch geprägten Forex-Trade lag der Euro bei 1,4250 Dollar. Damit kostete der Euro etwa genauso viel, wie am späten Donnerstagabend. Der Dollar wurde mit 0,7018 Euro notiert. Am Mittag legte gestern die Europäische Zentralbank den Referenzkurs für die Währungspaarung EURUSD mit 1,4616 Dollar für einen Euro fest. Im Vergleich dazu lag der Referenzkurs am Mittwoch bei 1,4059 Dollar.

Der Handel war gestern vor allem durch massive Kursschwankungen geprägt. Innerhalb von wenigen Minuten stieg die europäische Gemeinschaftswährung am Vormittag um knapp drei Cent über die 1,47 Dollar Marke. Am späten Nachmittag dann begann ein dramatischer Fall des Euros. Zeitweise stand der Euro unterhalb der 1,42 Dollar Marke. Zumindest einen Teil der Kursschwankungen lässt sich mit der derzeitigen Marktlage erklären. Vor dem Hintergrund des nahenden Jahresende, haben sich viele Investoren bereits vom Handel verabschiedet. Daher ist die Liquidität auf den Forex-Märkten zur Zeit sehr dünn. Schon kleiner Investitionen oder Gewinnmitnahmen können zu größeren Kursschwankungen führen. Für Marktteilnehmer gilt daher die Regel, dass geringe Umsätze starke Kursschwankungen begünstigen. Allerdings hatte kaum ein Analyst mit solchen teilweise dramatischen Schwankungen gerechnet. Warum diese so heftig ausfielen, bleibt vielen Marktbeobachter weiterhin ein Rätsel.

Im asiatisch geprägten Handel konnte sich die europäische Gemeinschaftswährung wieder etwas fangen. Hier konnte der Euro um 0,4 Prozent zulegen und bot damit die Grundlage für den heutigen Handelsbeginn oberhalb der 1,42 Dollar Marke. Im Verhältnis zum Japanischen Yen musste sich der Dollar abermals geschlagen geben. Nachdem der Dollar noch am Vortag leichte Gewinne verbuchen konnte, mussten diese im asiatisch dominieren Handel wieder abgegeben werden.

Von der fundamentalen Seite, was also grundlegende Konjunkturdaten angeht, werden heute kaum Impulse für die Forex-Märkte erwartet. In Frankreich steht heute der Geschäftsklimaindex zur Veröffentlichung an. Aus den Vereinigten Staaten werden heute keine entscheidenden Konjunkturdaten mehr erwartet. Starke Kursschwankungen wie gestern, können Analysten heute trotzdem nicht ausschließen.

 

Die Eröffnung der asiatischen Börsen brachte dem Euro in der Nacht zum Freitag einen kleinen Absturz. Das könnten allerdings noch die Nachwirkungen des gestrigen Handelsverlaufs sein. Kurz vor der Öffnung der europäischen Börsen kam es erneut zu einem nur wenige Minuten dauernden Einbruch des Euro im Forex Trading.

Heute dürfte sich im Forex Trading die Leitzinssenkung der japanischen Zentralbank auswirken, die dem Yen zu Handelsstart in Frankfurt einen sofortigen Einbruch bescherte, von dem er sich langsam wieder zu erholen beginnt. Die Japaner hatten mit einem Nahe- Null- Szenario schon einmal Erfolg bei der Ankurbelung ihrer Wirtschaft gehabt.

In Deutschland spielt heute die Statistik aus dem Baugewerbe eine Rolle, die für Oktober höhere Umsätze, andererseits jedoch Rückgänge bei den Auftragseingängen zu verzeichnen hat. Diese sind einerseits der beginnenden Wintersaison geschuldet, andererseits aber auch beim Verhalten der Banken zu suchen, die sich noch immer sehr zögerlich zeigen, wenn es um die Vergabe größerer Kredite geht.

Unterstützende Wirkung für den Euro im Forex Trading dürfte es heute von Seiten der Aktienmärkte geben. Die deutschen Indizes konnten durchweg zulegen, während die wichtigsten amerikanischen Werte deutlich im Minus lagen. Allein der Dow Jones musste mehr als zweihundert Punkte abgeben. Deshalb gehen die Experten davon aus, dass die europäische Gemeinschaftswährung am Freitag wieder zu den Gewinnern zählen wird und mit einem Plus ins Wochenende startet.

Die derzeitigen wirtschaftliche Umstände, die schier inflationären Entwicklungen und die stetig sinkende Kaufkraft der amerikanischen Mittelschicht führen derzeit zu einer gefährlichen Tendenz in den USA. Der Wohnungsbau rutscht aus diesem Grund auch in eine Rezession und somit immer weiter in die Krise. Betrachtet man das Jahr 2008 im Vergleich zum einzelnen Monat November, so sind extreme Einbrüche zu verzeichnen, die sich prozentual auf etwa 18, 9 Prozent bewegen. Dies teilte das US-Handelsministerium am Dienstag in der Hauptstadt Washington mit. Nach Angaben von Experten sei dies ein eindeutiges Rekordtief, nachdem bereits Banken sowie die Automobilindustrie in einer schier endlosen Rezessionsschleife stecken. Auch hatten die besagten Experten ursprünglich damit gerechnet, dass die Zahlen nur minimal in den Keller rutschen würden, nun befinden sich diese aber nicht nur im Keller, sondern bereits unter dessen Fundament und ein Ende des stetigen Absinkens sei auch von Expertenseite noch nicht zu bestätige. Die Tendenz sei weiterhin negativ und die Rezession wird vorerst ihren starren Gang weiter beibehalten. Auch die Bauzahlen zum Vormonat seien drastisch gesunken. Diese gelten meist als Gradmesser dafür, wie sich die Zahlen der Bauvorhaben in naher Zukunft entwickeln werden. Doch sanken diese ebenfalls um weitere 15,6 Prozent. Auf Dauer wird das zu einer eindeutigen Schwächung des US-Dollars führen, was durch einige Kurseinbrüche und Verlustgeschäfte begleitet werden müsste. Der starke Rückgang und die all zu negativen Prognosen sollen sämtliche Experten überrascht haben. Wenn schon die Experten überrascht sind, wie wird es dann in Zukunft mit US-Dollar Anlegern sich verhalten? Das bleibt abzuwarten, eine Rezession kann jedoch überhaupt nicht mehr ausgeschlossen werden. Zwar wird noch gehofft, es würde sich allmählich wieder ein halbwegs stabiler Boden bilden, doch sind solche Hoffnungen zunächst kaum zu stützen.

Brian Dolex von Forex.com äußerte sich wie folgt zum Thema: „ Die Daten zu den Wohnbaubeginnen sind auch ein schlechtes Zeichen für den Konjunkturausblick der USA. Weit und breit ist keine Stabilisierung in Sicht.“ Angesichts solcher Aussagen von Wirtschaftsexperten bleibt abzuwarten, ob sich Investitionen in den US-Dollar nächstes Jahr als profitabel erweisen werden. 

Die OPEC scheint die Weltwirtschaft herausfordern zu wollen. Oder wie kann man es sonst verstehen, dass die Ölförderung gekürzt werden soll und damit die ohnehin schon auf wackligen Füßen stehende Weltwirtschaft so richtig zum Einsturz kommt?

Was das Ölkartell an die Öffentlichkeit bringt, macht nicht sehr viel Hoffnung. Die Mitglieder stehen nämlich einheitlich hinter einer deutlichen Verknappung des Ölangebotes. Das ließ zumindest der OPEC-Präsident schon bekannt werden. Und für Ökonomen ist diese Nachricht dann eher grauenhaft, weil das doch dann noch das reine Gift für die ohnehin schon gebeutelte Wirtschaft ist.

Sind vielleicht sogar die Rekordpreise aus dem letzten Sommer der Auslöser für diese Rezession, in der die Welt derzeit steckt?

Aller Wahrscheinlichkeit nach werden sowohl OPEC als auch Russland dann die Ölproduktion in einem gemeinsam koordinierten Schritt reduzieren. Die Kürzung könnte bis zu zwei Millionen Barrel betragen und wenn man bedenkt dass ein Barrel jeweils 159 Liter ausmacht, lässt sich das Ausmaß der Kürzung schnell erkennen. Diese Kürzung ist übrigens für die tägliche Produktion vorgesehen!

Von Russland wird eigentlich schon völlig selbstverständlich die Beteilung an der Kürzung erwartet. Allerdings will Russland die Kürzung der Ölproduktion nicht ganz so drastisch angehen. Hier ist von 200.000 bis 300.000 Barrel am Tag die Rede. Und auch Russland hat großen Einfluss, denn nach dem OPEC-Mitglied Saudi Arabien ist Russland der weltweit zweitgrößte Ölproduzent.

Auf dem Industrie- und Handelskammertag wurden erste Prognosen für die Ölpreise im Jahr 2009 angestellt. Dort wurde ein Ergebnis bekannt, dass bei einem durchschnittlichen Ölpreis von 65 Dollar liegt. Und ein solcher Preis würde die Volkswirtschaft im Vergleich zum Jahr 2008 um rund 27 Milliarden Euro entlasten, weil der Ölpreis in 2008 bei 40 bis 150 Dollar pro Barrel lag.

Konjunkturexperten befürchten, dass steigende Ölpreise, die sich aus einer Kürzung der Produktion ergeben, das Licht am Ende des Tunnels der deutschen Konjunktur schnell zum Erlischen bringen könnte. Durch die zunächst gesunkenen Preise wurde die reale Kaufkraft nämlich erheblich gestärkt.

Was die OPEC in aller Härte wirklich bewirken kann, das ist aber nicht völlig klar. Schon im Oktober wurde von der Organisation bereits eine Kürzung beschlossen, die sollte 1,5 Millionen Barrel täglich bedeuten. Nach Angaben der OPEC wurde die Kürzung dann auch tatsächlich zu einem Viertel real umgesetzt.

Aber damit konnte der Preisverfall letztlich nicht aufgehalten werden. Seit dem Juli 2008, als der Ölpreis bei 147 Dollar lag, ist der Preis inzwischen deutlich gefallen – nämlich um 100 Dollar.

Und Experten meinen sogar, dass der niedrige Ölpreis eine Folge der Konjunkturaussichten weltweit sei. Weil eben ohnehin kein Licht erkennbar ist in der Konjunktur, wird der Ölpreis möglicherweise ohnehin niedrig bleiben, weil nach Nordamerika und Europa jetzt nämlich auch die chinesische Konjunktur einen Einbruch erlebt. China hatte im vergangenen Jahr die stärkste Ölnachfrage weltweit.

Die wichtigen Organisationen im Bereich Öl, also die OPEC, die Internationale Energie-Agentur und auch das US-Energieministerium – sind einhellig der Meinung, dass erstmalig seit 25 Jahren die Ölnachfrage in 2008 geschrumpft ist. Auch in 2009 wird die Nachfrage nach Meinung der Organisationen weiter sinken.

Auch am heutigen Mittwochnachmittag konnte der Euro weiter kräftig gegenüber dem Dollar zulegen. In seinem Tageshoch stand die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,4440 Dollar. Gegen Ende des europäisch geprägten Forex-Trades lag der Euro fest über der 1,43 Dollar Marke. Im Vergleich dazu startete der Euro heute morgen noch um die 1,41 Dollar Marke liegend in den Forex-Trade. Analysten sehen bereits kurzfristig die Chance, dass die europäische Gemeinschaftswährung die 1,50 Dollar Marke antesten könnte, wahrscheinlich sogar noch in diesem Jahr. Die Nachfrage nach der amerikanischen Währung dagegen ist massiv zurückgegangen. Vor Jahresende wird auch nicht mehr mit einer Richtungsänderung zugunsten des Dollars gerechnet. Marktbeobachter sehen sich daher in ihrer Annahme bestätigt, dass die kräftige Leitzinssenkung der amerikanischen Notenbank von Dienstagabend auf ein Niveau zwischen Null und 0,25 Prozent sich massiv auf den Dollar auswirkt und ihn noch zusätzlich belastet. Der derzeitige Ausgabedruck auf den Dollar ist enorm.

Für die meisten Investoren lautet derzeit wohl Devise, dass ein zinsloser Dollar mehr als unattraktiv ist. Einige Experten sind sich sicher, dass wir zur Zeit das Ende der Dollar-Rally erleben. Die gestrige Leitzinsentscheidung und das anschließende Statement von Ben Bernake, dem Präsidenten der Federal Reserve, werden als Kapitulation vor der Wirtschafts- und Finanzkrise betrachtet. Tief ist auch der Einbruch gegenüber der japanischen Währung. Der Dollar ist unter die als psychologisch wichtig betrachtete Marke von 90 Japanischen Yen gefallen. Das heutige Tagestief des Dollars lag bei 87,12 Yen. Analysten und Experten sind sich einig, dass gestern die Federal Reserve eindeutig klar gemacht hat, wie schlecht es um die amerikanische Wirtschaft gegenwärtig bestellt ist. Zusätzlich könnte den Dollar noch belasten, dass durch das Einschwenken auf die Politik der so genannten quantitativen Lockerung, die Finanzmärkte mit einer Erhöhung der Geldmenge rechnen müssen.

In den nächsten zwei Jahren wird sich Amerika wohl auf einen starken Anstieg der Inflationsrate einstellen müssen. Die japanische Regierung sucht derweil Mittel und Wege, um dem starken Yen entgegenzuwirken. Die exportorientierte japanische Wirtschaft ist auf einen möglichst starken Dollar angewiesen, um ihre Produkte mit guten Renditen zu verkaufen. Aber spätestens seit dem gestrigen Dienstag wertet die amerikanische Währung gegenüber fast jeder anderen Währung massiv ab. Und auch das Britische Pfund Sterling setzte heute seinen Abwärtstrend gegenüber dem Euro fort. Mit 0,93 Pence erreichte der Euro einen Höchstwert gegenüber der britischen Währung. Eine Ausnahme bildet das Britische Pfund gegenüber dem Dollar. Hier konnte es heute auf den Forex-Märkten etwas an Boden gut machen. Doch wen wundert’s, bei der gegenwärtigen Schwäche des Dollars.

Beiersdorf verkauft seinen Ableger in den Staaten

Die Beiersdorf -Aktie schaffte es, ihren Gewinn am Abend auszubauen. Der zurzeit von Tchibo geleitete Konsumgüterhersteller erklärte den Verkauf des Ablegers FUTURO in den vereinigten Staaten, der sich hauptsächlich mit der Produktion von Fertigbandagen und Kompressionsstrümpfen befasste und dessen Kaufpreis nicht offen gelegt wurde, an den Konzern 3M Co. Dieser Unternehmensbereich hat in den Vereinigten Staaten etwa 100 Mitarbeiter. Einzelheiten zu der Transaktion wurden bisher noch nicht preisgegeben. Dies war nicht der erste Verkauf, denn Beiersdorf hatte schon öfters Randbereiche abgestoßen, um dann mehr Konzentration auf das Hauptgeschäft mit Kosmetikartikeln legen zu können. Zuletzt betraf das die Bode- Chemie, die an den Großkonzern Hartmann verkauft wurde. Somit lässt sich eine deutliche strategische Linie bei Beiersdorf fest stellen, denn in den vorhergegangenen Jahren legte der Beiersdorf- Vorstand nunmehr seinen Schwerpunkt im Bereich der Unternehmensentwicklung in das Feld der Kosmetik und Hautpflegeprodukte und hat damit seine Ausrichtung zum wachsenden Kosmetikmarkt hin intensiviert.

HeidelCement vermeldet den positiven Merckle – Effekt

Die Aktionäre des Konzerns  HeidelbergCement  (HeidelCement) reagierten sehr erleichtert auf die Neuigkeit, dass der schwäbische Firmenchef Adolf Merckle von seinen finanzierenden Banken gedrängt werde, seinen Generika Hersteller Ratiopharm verkaufen zu müssen. Die Banken setzten den Verkauf als eine Art Bedingung fest, um so an dem letzte Woche abgesprochenen Stillhalteabkommen festhalten zu können, so Stimmen zweier damit vertrauter Reuters Nachrichtenagentur Mitarbeiter. Damit wäre es dann wohl sehr unwahrscheinlich, dass Merckle seine Anteile an HeidelCement verkaufen werde, um weitere Gelder frei zu bekommen. Immerhin hält Merckle über 80 Prozent der Aktien an dem Baustoff – Konzern.

Neue Hoffnung für die Übernahme für Repower

Repower zählte im TecDax eindeutig zu den sich am besten behaupteten Titeln. Nach Angaben der “Financial Times Deutschland” hat der Großaktionär Suzlon Energy geprüft, ob es Sinn macht, die Anteile an den heimischen Firmen abzustoßen, um weiteres Geld frei zu bekommen, dass dann für die Übernahme am Windanlagenhersteller verwendet werden könne. Jedoch schafft Suzlon Energy es wohl auf Grund der Finanzkrise nicht, die Pläne umzusetzen und den norddeutschen Windkraftanlagenbauer unter seine Kontrolle zu bekommen.

Neue Short Squeeze bei Q- Cells

Erfreulicherweise ging es mit Q- Cells schnell wieder bergauf. Vor allem durch wegfallende Käufe von Leerverkäufern, die bis dato auf fallende Kurse spekuliert hatten, und nun zunächst neuen Titel beschaffen müssten, sei der Grund für den Anstieg, meinen die Händler. Allerdings begründen andere Händler dies auch mit einer positiven Empfehlung, die das Trader Portal „Trade of the Day“ abgegeben hatte.

Xing erlebt Wechsel des Chefpostens

Lars Hinrichs, der Gründer des Online- Karriere- Netzwerks Xing hat seinen Posten als Chef abgegeben und ist in den Aufsichtsrat gewechselt. Am 15. Januar gab der 31- jährige die Leitung an Stefan Groß- Selbeck ab, der bis dato eBay- Deutschland geleitet hatte, verkündete Xing am Montag. Berichte, nach denen es in der Nutzung der Mitglieder Daten und intern Kontroversen gegeben hätte, wurden vom Unternehmen dementiert. Lars Hinrichs hält an dem Unternehmen, dass vor einigen Jahren unter einem anderen Namen gegründet wurde und zuvor OpenBC hieß, 28 %. Erst vor zwei Jahren hatte er Xing an die Börse gebracht.

 

 

Nach und nach orientieren sich die Anleger wieder um. Wo der Dollar einst noch als starke und feste Anlage galt, ist er heute talanfällig und nicht mehr so beliebt. Während der letzten Tage musste der Dollar gegenüber den meisten Hauptwährungen arge Defizite vorweisen, wie schon lange nicht mehr. Das letzte Mal stand der US Dollar gegenüber dem Euro Mitte Oktober auf so tiefem Kurs. Gegenüber dem Japanischen Yen stand es erst so gut – der Kurs war dem Dollar gelegen, so wie schon seit 13 Jahren nicht mehr. Doch dieser Wert von 88,10 hält auch nicht mehr an – mittlerweile wird das Paar Japanischer Yen und Dollar 90,50 gehandelt. Grund für diese Tiefs ist wohl mitunter die allgemeine Sorge um den generellen Abschwung in der Wirtschaft der USA und auch der globalen Wirtschaft. Ein weiterer Punkt ist, dass der Plan zur Rettung der Automobilindustrie in den USA nicht grade als vorranschreitend bezeichet werden darf. Mehr und mehr kommen Unsicherheiten auf, so dass nicht gewiss ist ob, wenn ja wann, und wenn ja wie hoch das Rettungspaket für die amerikanische Automobilindustrie wirklich ausfällt.

Der Euro hingegen ist mittlerweile so hoch wie schon seit 2 Monaten nicht mehr. Gegenüber dem US-Dollar kann er dieser Tage den Wert von 1,37 den seinen nennen. Dieser Trend könnte auch weiterhin anhalten, und das nicht nur wegen des schwankenden Rettungspaketes für die Automobilindustrie. Analysten rechnen damit, dass die US Notenbank ihren Leitzins um weitere 50 Punkte senkt und somit die 1% Marke unterschreitet. Hingegen konnte die Europäische Zentralbank (EZB) gute Nachrichten verlauten lassen. Denn die Stabilität der Finanzen ist im Gegensatz zum Oktober wieder angestiegen – die Weltwirtschaft, oder wenigstens die europäische, könnte vielleicht endlich auf einem Aufwärtstrip sein. Eventuell wird es in der nächsten Zeit auch einige Änderungen in der Struktur des Finanzmarktes der EZB geben. Jedenfalls lassen dies jüngste Äußerungen des EZB-Vizepräsidenten Lucas Papademos vermuten.