Wie bei jeder anderen Form von Investition, fallen auch beim Devisenhandel Gebühren an, die man an die zahlreichen Dienstleister abgeben muss, damit sie die von uns in Auftrag gegebenen Positionen abhandeln. Ein Mensch etwa, der sich nicht entschließen kann, ob er sein Kapital nun an der Börse oder am Devisenmarkt anlegt, könnte anhand der jeweiligen Kosten in den zwei Bereichen schnell zu einer Entscheidung kommen. Vergleicht man nämlich die Börse mit dem Devisenmarkt, dann wird eine Tatsache ganz schnell offensichtlich. Der Devisenhandel ist und bleibt eindeutig der Sieger im Preisvergleich und ist somit eindeutig billiger, was die Bearbeitungsgebühren für Geschäfte angeht. Bei einer Aktientransaktion fallen Gebühren in der Höhe von 0,1 bis 0,6 Prozent auf. Handelt man etwa an der Börse Papiere im Wert von 10.000 Euro bei einer durchschnittlichen Gebühr von 0,5 Prozent, so bemessen sich die Kosten für eine Transaktion an der Börse mit der Beispielsumme auf etwa 50 Euro. Das sieht zunächst nicht nach viel Geld im Vergleich zur Transaktionssumme aus. Sieht man jedoch genauer hin, werden einige Tatsachen deutlicher. Nehmen wir an, der Gewinn der Transaktion wäre bei circa 500 Euro, das hieße für den Anleger, dass er ganze Zehn Prozent seines Gewinns als Gebühr entrichten muss, was die Profite abermals schmälert.
Nun zum Devisenhandel. Zunächst einmal kann man hier eindeutig konstatieren, dass solche auch so genannten Kommissionen hier nicht zu finden sind. Beim Devisenhandel beträgt die durchschnittliche zu entrichtende Gebühr gerade mal 0,006 Prozent, was einen erheblichen Unterschied zu den Gebühren beim Aktienhandel bedeutet. Auf unser obiges Beispiel angewandt, betrüge die Gebühr bei 10.000 Euro lediglich 0,6 Euro. Beläuft sich der Gewinn der gehandelten 10.000 Euro hier ebenfalls auf 500 Euro, so erkennt man, welche der beiden Beispiel als profitabler zu benennen sind. Nämlich der Devisenhandel! Dieser ist vor allem mit Abstand die günstigste Möglichkeit der Investition. Dies verdeutlicht auch die Praxis. Handelt man am Aktienmarkt, muss man auch die gesamte Geldsumme besitzen, die man handelt, da man die Papiere ansonsten nicht erwerben könnte. Am Devisenhandel oder Forex gestaltet sich diese Angelegenheit zum einen billiger und zum anderen sicherer. Der Margin, in diesem Zusammenhang wird auch von der Hebelwirkung gesprochen, ermöglicht den Anlegern eine vollkommen andere Herangehensweise. Hier ist es nämlich im Gegensatz zur Börse keineswegs nötig, die gesamte Geldsumme zu besitzen. Beim Forex sind nur Sicherheitsleistungen zu besitzen, die im Verlustfall verloren werden können. Dieser Sachverhalt ist sehr einfach zu erklären. Nehmen wir an, der Margin einer gewissen Position beträgt etwa ein Prozent. Möchte man nun 100.000 US-Dollar bewegen, genügen zu diesem Zweck lediglich 1000 US-Dollar. Die Tausend US-Dollar sind also einerseits das Margin, andererseits aber auch die Sicherheitsleistung. Sicherheitsleistung bedeutet am Forex, dass dies die maximale Summe während einer bestimmten Position ist, die verloren werden kann. Bei 100.000 US-Dollar kann man also maximal 1000 US-Dollar verlieren, aus diesem Grund müssen diese 1000 US-Dollar vorrätig sein, um im Falle eines Verlusts eben diesen bezahlen zu können. Die Gewinnerwartungen belaufen sich zwar ebenfalls durchschnittlich auf 1000 US-Dollar in unserem Beispiel, doch sind dieser keine Grenzen gesetzt und es kann auch vorkommen, dass der Gewinn doch höher ausfällt.
Was ist Devisenhandel?
Der Devisenhandel oder Forex ist mit Abstand der größte und finanzkräftigste Markt auf der Welt. Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich konnte für das Jahr 2007, jedoch nur im April, tägliche Umsätze konstatieren, die die Vorstellungskraft jedes einzelnen Menschen übersteigen müssten. Die Feststellungen beliefen sich auf tägliche Umsätze im April in einer unvorstellbaren Höhe von 3,2 Trillionen US-Dollar. Weiterhin ist ein Anstieg der jährlichen und täglichen Umsätze zu verzeichnen. Der Devisenhandel ist sehr einfach zu verstehen, macht man sich die Devisen an sich als Ware bewusst, welche aufgrund von sich verändernden Faktoren in anderen Währungen oder Rohstoffen selbst Wertschwankungen unterworfen sind.
Was passiert beim Forex-Handel?
Handelt man eine Position ab, so wird eine Währung innerhalb eines Tauschgeschäfts für eine andere ver- oder gekauft. Dabei nimmt der jeweils geltende Kurs die Rolle eines Indikators an, welcher den relativen Wert zwischen der jeweils gehandelten Währungen anzeigt. Ein EUR/USD-Kurs von 1,5000 zeigt an, dass ein Euro 1,5 US-Dollar wert ist. Solche Relationen und miteinander gehandelten Paare werden als Währungspaare bezeichnet. Die meisten Währungen werden dabei in der Kursrelation US-Dollar ausgedrückt, da dieser eine der meist bestimmenden Elemente auf dem Forex ist.
Systeme der Wechselkurse:
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei unterschiedlichen Arten von Wechselkurssystemen.
Darunter fallen das flexible und das feste Wechselkurssystem.
Flexible Wechselkurssysteme zeichnen sich dadurch aus, dass die Währungen quasi den Freiraum besitzen, sich durch Kräfte und Einflüsse des Marktes bestimmen zu lassen.
Bei festen Wechselkurssystemen hingegen ist es für die Währung nicht möglich, in ihrem Wert durch äußere Einflüsse zu ändern. Hier wird üblicherweise ein Wert in Bezug auf zum Beispiel den US-Dollar festgelegt. In einem solchen festen System kann die Zentralbank Einfluss darauf nehmen, dass sich keine allzu hohen Kursbewegungen ergeben, die für das feste System von Nachteil wären.
Einflussreiche Faktoren in Bezug auf Wechselkurse:
Wirtschaftliche, soziale und politische Bedingungen beeinflussen die Kurse in freien Systemen ebenso wie internationale Handelsströmungen und Änderungen in Zinsen. Also fallen auch Banken unter diese Faktoren, da sie die Zinsen je nach wirtschaftlicher Lage senken oder anheben. Natürlich gehören die Nachfrage und tatsächlich getätigte Käufe in einer Währung zu den bestimmenden Faktoren, da dadurch die Kurse entweder hoch oder hinunter schwanken.
Ein Handwerker wäre nichts ohne seine Werkzeuge, die er dazu einsetzt, um Dinge zu reparieren oder wieder instand zu setzen. Ohne seine Werkzeuge bestünde für den Handwerker kaum eine Möglichkeit konstruktiv zu arbeiten und für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. So gestaltet sich auch das Forex Handwerk, welches ebenso ohne die richtigen Werkzeuge nicht profitabel sein könnte. Eines der wichtigsten Werkzeuge in diesem Zusammenhang sind wohl eindeutig die richtige Handelssoftware, diese erleichtert den Umgang mit Informationen ungemein und bietet Möglichkeiten, die sich der Mensch kaum selbst schaffen könnte. Natürlich ist es zum Beispiel möglich, täglich Finanzzeitungen, Newsletter, Bücher oder sonstige Quellen genau zu studieren und aus ihnen die richtigen Auskünfte für den jeweiligen Handelstag zu ziehen. Möchte man jedoch ein Buch lesen, eine Zeitung und ein paar Newsletter im Internet, das Ganze auch noch an einem einzelnen Tag, dann ist es kaum möglich, ständig auf den Handel entsprechend regieren zu können. Daneben stellt diese Art der Informationsbeschaffung schier eine Unmöglichkeit für arbeitende Menschen dar, die nebenher ein wenig am Forex handeln möchten. Im Gegensatz zu diesen etwas veralteten Methoden sind die oben genannten Systeme entwickelt worden, die alle Informationen bündeln können und dies übersichtlich darstellen. Bei der Wahl des richtigen Forex Werkzeugs kann es sehr sinnvoll sein, sich mit anderen Devisenhändlern auseinander zu setzen und verschiedene Möglichkeiten zu diskutieren. Das Optimum in dieser Hinsicht ist natürlich ein aufklärendes Gespräch mit einen Finanzberater, besonders sollte dieser aus dem Bereich des Devisenhandels kommen und einige Erfahrungen nachweisen können. Denn es gibt nicht „Die richtige Software“ für jeden. Ein jeder gestaltet seinen täglichen Handel etwas unterschiedlich und stellt aus diesem Grund auch individuelle Anforderungen an sein System. Solche Fragen und die richtige Herangehensweisen sollten geklärt werden, bevor man tatsächlich den Kauf eines bestimmten Systems in Erwägung zieht. Ein wichtiger Hinweis, der vor der Anschaffung einer Software beachtet werden sollte: Informieren Sie sich über möglichst viele Angebote und ziehen Sie vielleicht einen Experten zu Rate, der Ihnen zusätzliche Aufklärung verschaffen kann. Es ist sehr wichtig, sich am besten mal mit Textversionen auseinander zu setzen, um die Anforderungen besser kennen zu lernen, auf welche man bei einem solchen Programm am meisten Wert legt. Man sollte zumindest immer ein paar verschiedene Angebote miteinander verglichen haben.
Devisenkurse schwanken häufig in überschaubaren Bereichen, die dann als sogenannte Volatilität bezeichnet werden. So bieten einige Market Maker den Akteuren des Marktes die Möglichkeit, Transaktionen ohne die gesamte Summe aufbringen zu müssen zu handeln. Hier handelt es sich um eine Art von Devisenkredit.
Natürlich ist der Market Maker daran interessiert, eine Sicherheitsleistung für diesen Kredit zu erhalten. Und genau diese Sicherheit bezeichnet man als Margin und so ist es diese Sicherheit, die dem Market maker die Sicherheit gibt, dass er nicht auf offenen Posten sitzen bleiben muss.
Wenn nämlich ein Kurs die falsche Richtung nimmt, dann wird genau dieser Verlauft aus der sogenannten Margin abgedeckt. Die Marginforderung beträgt dann je nach der Währung oder auch je nach Makler meist nur ein oder maximal zwei Prozent der Summe, die hier gehandelt wird. Hier ist dann ein Hebel entsprechend 100 bzw. 50 vorhanden.
Aber bei Derivaten wie zum Beispiel Optionen oder Futures haben die Nachschusspflicht schon als Regel – diese sind aber im Devisenhandel nur unter bestimmten Bedingungen vorhanden. So ist es dieser kleine Unterschied, der dann aber ein großes Loch in die Kasse reißen kann. Wenn nämlich das Guthaben über der Margin liegt, dann kann ein Investor auch große Verluste über längere Zeit ertragen. Hier muss eine Mindestsumme beim Handelsstart zur Verfügung stehen und diese Summe nennt sich dann Initial Margin.
So kann dann mit wirklich geringem Aufwand auch eine große Summe am Devisenmarkt in Bewegung gebracht werden. Denn die Hebelwirkung, die dann als Leverage bezeichnet wird, wobei lever aus dem Englischen kommt und als Hebel übersetzt wird, wirkt sich als Turbo aus. Denn wenn der Akteur am Markt richtig eingeschätzt hat, kann er seinen Gewinn enorm steigern. Eine falsche Einschätzung bringt aber auch eine Vergrößerung des Verlustes durch den Hebel mit sich.
Wenn die hinterlegte Margin für die Verlustdeckung nicht mehr ausreicht, dann hat der Market Maker zwei Möglichkeiten für die Lösung.
Er kann die nötige Summe vom Kunden in Form des sogenannten Margincall nachfordern. Bei Nichtzahlung kann der Market Maker die Position auflösen – zum aktuellen Kurs.
Eine weitere Möglichkeit liegt darin, mit dem Kunden das Recht zu vereinbaren, ab einer bestimmten Position schließen zu dürfen. Ist das abgedeckte Risiko erreicht und läuft dann in Richtung Verlust, verkauft er. Der Market Maker installiert dann zur Kontrolle den sogenannten Marginwatcher.
Devisenkurse werden grundsätzlich mehr als alle anderen Anlageformen durch fundamentale Faktoren widergespiegelt. Diese Faktoren zeigen die Wirtschaftslage zweier Länder. Wenn zum Beispiel die Wirtschaft in der Zone des Euro eher lahmt, dann ist davon auszugehen, dass der Yen steigende Werte zu verzeichnen haben wird. Die Informationen über fundamentale Daten sind also für die Entwicklung von Strategien am Forex Markt eine gute Basis und es gibt einige Indikatoren, mit denen man sich beschäftigen sollte, um Entwicklungen abschätzen zu können. Hier gilt es einfach, dass Übung den Meister macht und so sind es eben anfangs viele Faktoren, die auf den Neueinsteiger beim Traden einstürzen. Allerdings sind genau die fundamentalen Faktoren entscheidende Hinweise für die Entwicklung von Währungen und so ist es – so unüberschaubar das anfangs ausschaut – sehr wichtig, sich genau mit diesen Werten auseinander zusetzen, die man in Wirtschaftsteilen von Zeitungen nachlesen kann. Sieben fundamentale Faktoren sind es, die auf den Währungsmarkt großen Einfluss nehmen.
Die Zinssätze sind der erste Faktor, wobei hier die Regel gilt, dass der höhere Leitzins eine Stärkung der jeweiligen Währung bewirkt. Aber hohe Zinsen können auch eine Belastung des Aktienmarktes darstellen und dann die ausländischen Investoren dazu bringen, ihr Geld abzuziehen, was dann wiederum eine Schwächung der Währung zur Folge hat.
Handelsbilanzen geben Auskunft über eine verstärkt exportierende oder importierende Volkswirtschaft. Stärkerer Import als Export bringt mehr Geld aus dem Land, was dann schlecht für den Kurs ist.
Das Bruttoinlandsprodukt ist das komplette Maß der Volkswirtschaft. Hier wird der Wert aller Güter gemessen, die in der Volkswirtschaft in einem Jahr produziert werden. Je höher das sogenannte BIP, desto stärker wird die Währung.
Der Einkaufsmanagerindex zeigt den Zustand des herstellenden Gewerbes an. Grundsätzlich sind Werte über 50 auf Ausweitung der Produktion ausgerichtet, Werte unter 50 hingegen auf eine Kontraktion der Produktion ausgerichtet.
Als weiter Faktor für die Bewertung des Forex Marktes ist es die Industrieproduktion von USA, Europa und Japan, die Einflüsse nimmt. Hier informiert die Industrieproduktion darüber, welche Veränderungen die Produktion in Fabriken und Minen im beobachteten Zeitraum hinnehmen musste. Auch Lagerbestände finden hier Beachtung in der Bewertung.
Die Sitzungen der Zentralbanken sind weitere fundamentale Faktoren, die Trader verfolgen sollten. Oftmals ist es so, dass Zentralbanken verkünden, eigene Währungen zu stützen oder abzuwerten. Das ist zum Beispiel in dieser Art in Japan Anfang 2007 geschehen. Da diese Vorhaben selten missglücken und fast immer genau die Ergebnisse bringen, die mit Stärkung oder Abwertung einer Währung erreicht werden sollen, ist eine Beobachtung dieser Sitzungen mit entsprechenden Zielen sehr wichtig und hilfreich für Entscheidungen.
Ein siebter und letzter fundamentaler Faktor ist die politische Stabilität. Mit der politischen Situation des Landes, mit dessen Währung das Handeln geplant ist, sollte beobachtet werden und eine Auseinandersetzung ist gerade für die Exotics der Währungen bzw. deren Herkunftsländern sehr wichtig. Hintergrund ist hier, dass politische Turbulenzen im Regelfall mit entsprechend fallenden Devisenkursen einhergehen.
Viele weitere Indikatoren spielen im Devisenhandel noch eine Rolle und einige davon sind sehr länderspezifisch ausgerichtet. Neben Geduld und Ausdauer bei der Beobachtung ist es dann der Blick auf den sogenannten ökonomischen Kalender, der beim Trader zur Pflichtübung gehören sollte.
Ihnen ist das Sparbuch zu langweilig und die daraus möglichen Renditen zu niedrig? Sie haben erkannt, dass der Aktienmarkt in nächster Zeit nicht allzu viele Gewinne verspricht und suchen nach anderen Möglichkeiten, ihr Kapital anwachsen zu lassen? Ein wenig Mut zum Risiko und die notwendige Zurückhaltung bei riskanten Spekulationen bringen Sie mit? – Dann sind Sie ein potentieller künftiger Forex Broker.
Wenn Sie sich schon im Aktienhandel versucht haben, dann verfügen Sie auch schon über einen Teil des Wissens, was man braucht, um im Forex Trading Erfolg zu haben. Auch hier werden verschiedene Marktsignale ausgewertet. Der Unterschied zu den Aktien ist, dass man nicht nur die Hinweise auswerten muss, die sich auf ein einziges oder eine Hand voll Unternehmen beziehen, sondern die gesamte internationale Lage im Blickfeld haben sollte.
Dafür stehen Ihnen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Zum einen bietet die Forex Handelssoftware die Möglichkeit, verschiedene Stoppsignale zu setzen, die Ihnen bei Erreichen eines bestimmten Währungskurses einen deutlichen Hinweis geben, so dass Sie Ihre Handelsstrategie sofort anpassen können. Wichtige Nachrichten zu einzelnen Themen können Sie sich auf unterschiedlichen Wegen schicken lassen. Viele Foren bieten die Möglichkeit, sich einen Newsletter oder einen RSS Feed zu abonnieren. Auch Nachrichtenplattformen kann man automatisch nach bestimmten Stichworten scannen und sich die dazugehörigen Links per E- Mail schicken lassen. Von den Seiten der Börsen kann man sich einzelne Charts minutenaktuell anzeigen lassen. So ist man als Forex Broker immer auf dem Laufenden.
Wer sich und seine Spürnase ausprobieren möchte, der kann den Forex Handel entweder mit einem Demokonto testen oder an den verschiedenen Planspielen teilnehmen, die einzelne Banken und auch die Frankfurter Börse regelmäßig veranstalten. Echtzeitreaktionen auf Transaktionen mit virtuellem Geld sind eine gute Chance, sich an hoch spekulative Geschäfte heranzutasten, ohne persönliche Verluste zu riskieren.
Der Handel von Devisen auf dem Forex-Markt unterscheidet sich deutlich vom Handel mit Wertpapieren an der Börse. Beim Aktienhandel ist es nicht möglich verschiedene Arten von Orders zu kombinieren. Im Gegensatz dazu steht der Devisenhandel. Hier ist eine Kombination zwischen den verschiedenen Order-Typen möglich und auch sinnvoll. Dadurch wird das Management des eingesetzten Kapitals für den Investor wesentlich erleichtert. Im Forex-Trade ist es beispielsweise möglich eine Order mit einem Limit und eine Stop-Loss-Order für ein und die selbe Position aufzugeben. Die beiden Orders werden dann durch die zusätzliche Markierung „If Done“ miteinander verbunden. Für den Handel bedeutet dies konkret: Wenn ein Wechselkurs das vorher festgelegte Limit zum Eröffnen der Position erreicht hat, wird durch das Broker-System automatisch auch die Stop-Loss-Order für diese Position platziert. Der Vorteil für den Anleger ist enorm. Um eine aufgehende limitierte Order mit einer Stop-Loss-Bedingung für diese Position abzusichern, muss der Markt nicht mehr zwingend ständig beobachtet werden. Ebenfalls eine sinnvolle Kombination ist das parallele Setzen einer Take-Profit- und einer Stop-Loss-Order. Möchte ein Anleger in das Währungspaar EURUSD investieren, bei dem der momentane Wechselkurs bei 1,3050 Dollar für einen Euro liegt, könnte eine Kombination beider Order-Arten wie folgt aussehen. Der Anleger geht eine Long-Position zu den oben skizzierten Bedingungen ein. Gleichzeitig stellt er ein Verkauflimit bei 1,3150 Dollar ein. Damit möchte er den Gewinn mitnehmen, wenn die Spekulation aufgeht und sich die Kurse entsprechend seinen Annahmen entwickeln. Mit dem Eingehen der Long-Position gibt der Anleger noch eine Stop-Loss-Order bei 1,3000 Dollar auf. Damit möchte er den Verlust seiner Investition begrenzen, falls sich die Kurse nicht so entwickeln, wie er es angenommen hat, und die Spekulation nicht aufgeht. Die Kombination der beiden Order-Typen können mit einem Zusatz versehen werden. „One Cancells The Other“ (Kurz: OCO) kennzeichnet und beschreibt eine Kombination von Take-Profit- und Stop-Loss-Order. Für den Handel bedeutet das praktisch: Wenn eine der beiden Orders durch Erreichen des eingestellten Limits ausgelöst wird, wird gleichzeitig die verbliebende Order automatisch gelöscht. Im Forex-Trade sprechen die Broker dabei auch von einer Two-Way-Related-Order. Im Devisenhandel ist auch eine Verknüpfung der beiden oben vorgestellten Order-Kombinationen miteinander möglich. Das heißt, man kann auch eine If-Done- mit einer One-Cancelles-The-Other-Order kombinieren. Die Broker sprechen dann von einer Three-Way-Related-Order. Eine solche Order gilt gewissermaßen als Königsdisziplin, da hier der Anleger eine komplette Handelsstrategie in nur einer einzigen Order verpacken kann. Zunächst legt der Anleger ein Limit zum Eingehen einer Position fest. Erreicht der Wechselkurs dieses Limit, wird die Position eröffnet. Mit der Eröffnung der Position wird gleichzeitig eine Take-Profit-Order und eine Stop-Loss-Order abgeschickt. Für den Fall einer erfolgreichen Spekulation und damit der Erreichung des Kursziels, wird durch die Take-Profit-Order der Gewinn automatisch realisiert. Für den Fall einer fehlgeschlagenen Spekulation, begrenzt die Stop-Loss-Order den Verlust beim Erreichen des eingestellten Wechselkurswertes. Einige Broker-Systeme bieten dem Anleger eigene Ordermasken an, um Two-Way- bzw. Three-Way-Related-Orders aufzugeben.
Wenn man sich so anschaut, was man mit seiner Hände Arbeit in der Regel verdienen kann und welchen Gewinn die Forex Broker manchmal symbolisch nach Hause tragen, dann könnte man schon ein bisschen neidisch werden. Doch das muss man nicht, denn das Forex Trading ist ein Geschäft, was im Prinzip jedermann offensteht, der ein wenig Geld zur Verfügung hat, mit dem er an der Börse spekulieren kann. Dass man sich am Forex Online Trading nur mit mehreren Hunderttausend oder gar Millionen Euro beteiligen kann, ist glücklicherweise ein Trugschluss. Forex Broker kann jeder werden, der über ein Konto verfügt, das für das Forex Online Trading geeignet ist. Auch die Forex Handelssoftware benötigt man, mit der man seine Transaktionen tätigen kann. Die Software bietet noch ein paar andere Extras, die für das Forex Trading gang hilfreich sind. So kann man beispielsweise Stoppsignale setzen, wenn ein bestimmter Kurs einer einzelnen an der Börse gehandelten Währung erreicht ist. Dabei braucht man auch nicht zu befürchten, dass man als künftiger Forex Broker einen extrem modernen und leistungsmäßig hochgepowerten Rechner braucht. Ein Pentium Computer, auf dem man Windows 2000 zum Laufen bringen kann, reicht völlig aus. Allerdings sollte er über ein Modem verfügen, wenn man nicht die Möglichkeit hat, über das Netzwerkkabel oder den WLAN Anschluss auf das Internet zugreifen zu können. Das ist nicht nur wichtig, um als Forex Broker seine Handelsgeschäfte beauftragen und sein Konto beobachten zu können. Man sollte beim Forex Trading auch Zugriff auf die wichtigsten Nachrichten haben. Dazu bietet sich ein Forex Blog an. Davon gibt es im Internet gleich mehrere. Im Forex Blog kann man erst einmal alle Informationen sammeln, die rund um das Forex Trading wichtig sind. Da werden die Unterschiede der einzelnen Forex Konten aufgezeigt und man hat sogar die Möglichkeit, sich über ein Forex Demo Konto erst einmal virtuell am Forex Trading zu beteiligen. Das ist sehr wichtig, denn hier kann man erste Erfahrungen sammeln, wie die einzelnen Instrumente wirken, die man im Forex Handel einsetzen kann, um seine Gewinne zu optimieren. Dort macht man eventuell auch die Erfahrung, dass einige riskante Geschäfte nach hinten losgehen und den Kontostand drastisch schrumpfen lassen können. Im Forex Blog lernen die künftigen Forex Broker auch die verschiedenen an der Börse gebräuchlichen Fachbegriffe kennen und bekommen Hinweise, wie einzelne Nachrichten ausgewertet werden. Die im Forex Blog enthaltenen News geben Auskunft darüber, welche Faktoren man rund ums Forex Trading aktuell beachten sollte. Das können politische Entscheidungen einzelner Länder sein, aber genauso gut beeinflussen die Veröffentlichungen der Eckdaten der Wirtschaft immer wieder die Sortenkurse im Forex Handel. Da wird ständig geschaut, dass man die aktuellen Meinungen der Forex Experten bekommt und sie schnell als Information einstellen kann. Im Forex Blog erfährt man auch, wo man Kurse zum Forex Trading machen kann, um nicht ganz unvorbereitet in den Devisenhandel einsteigen zu müssen. Dort wird das Wissen vermittelt, das man als Forex Broker benötigt, das Bauchgefühl und das sichere Gespür, das man benötigt, um kontinuierlich kleinere Gewinne zu machen, das muss man entweder schon mitbringen oder sich im praktischen Forex Trading im alltäglichen Geschäft Stück für Stück erarbeiten. Der Forex Blog kann dort nur Hinweise geben und Trends analysieren, die Entscheidung über Kauf oder Verkauf einzelner Währungen kann und wird niemand dort beeinflussen.
Im Devisenhandel gibt es verschiedene Möglichkeiten durch das Spekulieren auf Wechselkurse Gewinne zu machen. Diese Möglichkeiten um am Markt zu partizipieren werden im Forex-Handel Order (Mehrzahl: Orders) genannt. Jeder Forex-Broker bietet die verschiedenen Arten von Orders an. Aber man kann natürlich auch ganz klassisch Währungen nach dem aktuellen Kursniveau kaufen und verkaufen. Bei einem Online-System eines Forex-Brokers kann sich der Anleger die aktuellen Wechselkurse anzeigen lassen. Per Mausklick entscheidet er dann, ob er kaufen, verkaufen oder lieber warten möchte. Die Order wird augenblicklich ausgeführt. Die erfolgreiche Ausführung wird dem Anleger umgehend bestätigt. Das Konto des Investors wird ohne großen Zeitverlust online aktualisiert. Es zeigt sofort den erfolgreichen Handel an, in dem bei einer Kauf-Order das Kapital vom Konto abgezogen bzw. bei einer Verkauf-Order das Kapital auf das Konto gebucht wird.
Limit und Stop-Loss Orders: Es gibt aber auch andere Arten des Devisenhandels als den Direktkauf/-verkauf. Die erste Möglichkeit wäre, den Handel mittels einer Limit-Order durchführen zu lassen. Erreicht der Wechselkurs das vorher vom Anleger festgelegte Limit, wird der Kauf bzw. Verkauf automatisch durchgeführt. Ein Beispiel verdeutlicht die Limit-Funktion im Forex-Trade: Ein Anleger möchte in das Wechselkurspaar EURUSD investieren. Derzeit steht der Kurs für einen Euro bei 1,3050 Dollar. Der Anleger ist der Meinung, dass der Wechselkurs für den Euro auf 1,3010 Dollar fallen wird. Anschließend, so nimmt der Anleger weiter an, wird der Kurs wieder steigen. Über die Order-Maske seines Forex-Brokers gibt der Investor also sein Kauflimit von 1,3010 Dollar ein. Das Broker-System überwacht nun automatisch das Limit rund um die Uhr. Dabei lassen sich zwei Arten von Limit-Orders unterscheiden. Die einen gelten nur einen Tag lang – die Broker sprechen dabei von „good for the day“ – und die anderen gelten solange, bis der Anleger sie wieder löscht. Im Fachjargon spricht man von „good till cancelled“. Wird das Limit erreicht, führt das Broker-System den Kauf automatisch aus. Eine weitere Order-Variante ist die sogenannten Stop-Buy-Order. Eine Stop-Buy-Order zeichnet sich dadurch aus, dass bei einer Überschreitung eines Wechselkursniveaus der Kauf der favorisierten Währung automatisch beendet wird. Für das oben skizzierte Beispiel könnte eine Stop-Buy-Order wie folgt aussehen: Der Wechselkurs des Währungspaares EURUSD steht zur Zeit bei 1,3050 Dollar für einen Euro. Der Anleger ist davon überzeugt, dass es in nächster Zeit zu einem starken Anstieg des Kurses kommen wird, wenn die als „wichtiger Widerstand“ bezeichnete Marke von 1,3080 Dollar überwunden werden kann. Wenn dieser Widerstand durchbrochen wurde, will der Anleger mit seiner Position long gehen. Daher setzt er für seine Order ein Stop-Buy-Limit bei der 1,3085 Dollar Marke. Übersteigt der Wechselkurs den Wert von 1,3085 Dollar für einen Euro, eröffnet das Broker-System automatisch eine Long-Position. Besonders beliebt sind Stop-Buy-Limits zur Absicherung von bestehenden Positionen. Die Forex-Experten sprechen dann von einem sogenannten Stop-Loss-Limit. Der Begriff Stop-Limit wird aber genauso häufig verwendet. Beim Handel an Forex-Märkten ist es immer ratsam, seine Positionen mit Stop-Loss-Limits abzusichern für den Fall, dass die Spekulationen nicht aufgehen sollten. Damit kann der Anleger seinen Verlust auf ein erträgliches Niveau begrenzen bzw. das Risiko selbst festlegen, das er bereit ist einzugehen. Ausgehend von dem oben skizzierten Beispiel, steht der Wechselkurs für die Währungspaarung EURUSD bei 1,3050 Dollar. Der Anleger erwartet den oben beschriebenen Kursanstieg und eröffnet also eine Long-Position. Der Anleger ist sich aber der Marktrisiken bewusst und ist bereit einen Verlust von zum Beispiel maximal 50 Pips in Kauf zu nehmen. Daher gibt er bei der Eröffnung der Long-Position eine Order mit Stop-Limit in gleicher Höhe auf. Das Stop-Limit soll bei einem Rückgang des Wechselkurses unter 1,3000 Dollar greifen. Das Broker-System wird beim Eintreten dieses Kurses die Position automatisch glattstellen. Stop-Limits eignen sich aber nicht nur zur Abfederung von Verlusten, sondern wirken auch in umgekehrter Richtung. Sie dienen bei positiver Entwicklung auch der Absicherung aufgelaufener Gewinne. Für den Anleger aus dem obigen Beispiel bedeutet das, wenn der Kurs beispielsweise auf 1,3150 Dollar steigt, kann er das vorher festgelegte Stop-Limit, das er zur Absicherung gegen Verlust auf 1,300 Dollar gelegt hatte, nun auf 1,3100 Dollar anheben. Dadurch kann der Anleger einen beträchtlichen Teil des aufgelaufenen Gewinnes sichern, wenn der Wechselkurs wieder fällt. Die Forex-Broker nennen das kontinuierliche Nachziehen von Stop-Loss-Marken „Trailing Stop-Loss“. Limit-Orders bieten aber noch eine weitere Möglichkeit, Gewinne zu realisieren. Der Anleger nimmt an, dass der Wechselkurs für die Paarung EURUSD bis 1,3150 Dollar steigen wird und dann wieder fällt. Daher stellt der Anleger beim Eingehen der Long-Position eine Verkaufsorder mit dem Limit bei 1,3150 Dollar ein. Das Broker-System führt den Verkauf bei erreichen des eingestellten Limits automatisch aus und verkauft die Anteile zum Preis von 1,3150 Dollar. Dadurch kann der Anleger seinen erzielten Gewinn mühelos realisieren, sobald der Kurs das von ihm anvisierte Kursziel erreicht hat. Die Forex-Broker sprechen bei diesem Vorgehen der Gewinnsicherung von einer „Take-Profit-Order“.
Währungsabkürzungen: Keine Frage – das Traden ist eine lohnende Sache, bei der richtig gute Gewinne möglich sind. Aber wer jetzt einsteigt, die Wirtschaftsteile der Zeitungen bemüht und sich mit dem Forex als Einsteiger mit relativ geringem Hintergrundwissen informieren möchte, stolpert dann schon über Abkürzungen. Damit die Forex Tabellen schnell und einfach ohne viele Worte gestaltet werden können, bekommen alle Währungen Abkürzungen. Der Schweizer Franken wird dann als CHF, der US-Dollar als USD, der neuseeländische Dollar als NZD und der Japanische Yen als JPY bezeichnet.
Währungspaare: Währungen werden immer in bestimmten Kombinationen, den sogenannten Währungspaaren, gehandelt. In der Auflistung der Währungen bzw. ihrer Kurse ist es dann immer die erstgenannte Währung, die als Bezugsgröße gilt. Diese Bezugsgröße ist dann die Basis für einen Kauf wie auch für einen Verkauf.
Was heißt dann zum Beispiel CHF/USD, wenn ein Kaufauftrag abgegeben wurde? Hier ist es bei dieser Kombination der Fall, dass Schweizer Franken gekauft und der US-Dollar im Gegenzug verkauft wurde. In diesem Falle wurde dann eine BUY CHF/USD als Aktion durchgeführt. In der Regel wird die Währung verkauft, wenn davon ausgegangen werden kann, dass der Wert dieser Währung sinken wird. Im Gegenzug wird dann entsprechend eine Währung gekauft, bei der davon auszugehen ist, dass sie in absehbarer Zeit an Wert gewinnen wird oder aber wenigsten Stabilität aufweisen wird. Wird eine SELL CHF/USD Aktion ausgeführt, dann wird in diesem Falle der Schweizer Franken verkauft oder aber in US-Dollar eingetauscht. Um die Quoten zu lesen, ist es wichtig zu wissen, dass im Devisenhandel die Quotierung bis zur vierten Stelle hinter dem Komma durchgeführt wird. Im Forex gibt es dann entsprechend zwei Kurse für jedes Währungspaar. Hier ergibt sich eine Differenz der beiden Kurse, die im Fachjargon als Spread bezeichnet wird. Genau aus diesem Spread ergibt sich dann die Gebühr, die dieser Trade, also der Handel mit den Währungen, dann kostet. Wer nun – wie im Regelfall üblich – den Handel über einen Broker abwickelt, zahlt genau aus diesem Spread resultierend die Gebühren an den Broker, der vom Handel für Kunden lebt. Da der Handel über Internetbanken stattfindet, ist ein Handel über den Broker sinnvoll.

