Viele frage sich angesichts der herrschenden Finanzkrise: Wie lege ich am besten mein Geld an, wo kann ich lukrative Gewinne erzielen?
Der instabile Aktienmarkt und der Zusammenbruch bedeutenden Banken in den USA und Island haben viele Anleger, die bisher auf bewährte Anlagestrategien setzten, zunehmend verunsichert. Alternative Anlageformen werden somit zunehmend beliebter.
Eine Möglichkeit bietet der Devisenhandel. Gerade in turbulenten Zeiten kann hier der Anleger vom Auf und Ab des Währungsmarktes profitieren. Der Forex, der Foreign Exchange Market, ist jedoch ein instabiler Markt und nicht für Anleger geeignet, die bei der Geldanlage doch mehr auf Sicherheit und Beständigkeit setzen. Zu schnelllebig ist hier der Markt. Neben guten Gewinnen kann es ebenso in sekundenschnelle zu hohen Verlusten kommen.
So ist der Eurokurs, der sich in den vergangenen Wochen noch recht stabil gegenüber dem Dollar zeigte, letzte Woche stark gesunken. Gut für Anleger die in den vergangenen Tagen auf den Dollar setzten und nun satte Gewinne einfahren konnten. Ebenso befindet sich der japanische Yen durch die momentane Schwäche des Euros im Aufwind.
Hieran sieht man eben, dass auch Glück mit im Spiel ist. Jedoch ist nur mit Glück langfristig kein Erfolg am Devisenmarkt zu erzielen. Entsprechendes Handwerkszeug, wie umfassende Kenntnisse rund ums Währungsgeschäft und eine wohlüberlegte Handlungsstrategie, sind unbedingt vonnöten.
Mittlerweile gibt es verschiedene Internetplattformen, die den Einstieg in den Forex Handel erleichtern. Hier findet der Anfänger weit reichende Informationen zum Thema Devisenhandel. Zahlreiche Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer, so genannte Forex Broker bieten ihre Dienste an.
Seriöse Anbieter erkennt man unter anderen daran, dass diese zum Test kostenlose Online-Konten anbieten. Hier kann sich der Einsteiger unter realen Bedingungen ausprobieren im Währungshandel, ganz ohne Risiko. Im täglichen Tradinggeschäft sind jedoch Risikobereitschaft und entsprechende Entscheidungsfreude unerlässlich.
Der Devisenmarkt ist ein unbeständiger, ständig schwankender Markt – spannend für Naturen, die sich ein Quäntchen Abenteuerlust im Wesen bewahrt haben und auch in punkto Geldanlage nicht nur auf Sicherheit setzen.
Wenn man den ersten Meldungen aus den Vereinigten Staaten Glauben schenken darf, sind die Einzelhandelsumsätze nach dem Black Friday und dem anschließenden Samstag gestiegen. Die ersten Auswertungen zeigen, dass die beiden Werktage nach dem amerikanischen Thanksgiving von den Konsumenten ordentlich für die ersten Weihnachtseinkäufe genutzt wurden. Trotz der Finanzkrise und der sich abzeichnenden Rezession, meldet der amerikanische Einzelhandel gestiegene Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Die aktuellen Daten gehen von einem Umsatzplus von 0,3 Prozent gegenüber dem Weihnachtsgeschäft von 2007.
Allerdings bedeutet der Umsatz nicht gleich Gewinn. Die Experten sind misstrauisch, ob die Umsatzrekorde, die vor allem durch Sonderangebote und massive Preissenkungen erzielt worden sind, auch die Gewinnmargen erfüllen können. Sollte dies nicht der Fall sein, dann hat es dennoch ein Gutes, da durch die Rabattaktionen wenigsten die Lager der Einzelhändler geräumt werden konnten. Dieser Faktor ist auch nicht ganz so unwichtig in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten.
Der Euro startete diese Woche um die 1,27 Dollar Marke in den europäisch geprägten Devisenhandel. Mit 1,2680 Dollar kostete die europäische Gemeinschaftswährung noch etwa genauso viel, wie am Freitagabend. Der Dollar notierte bei 0,7886 Euro.
Das Interesse der Marktbeobachter und Investoren konzentriert sich heute auf die Bekanntgabe weiterer amerikanischer und europäischer Stimmungsindikatoren. Am Montag werden in Europa und in den USA die Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes bekannt gegeben. Sollten die Konjunkturdaten wieder überwiegend negativ ausfallen, wird dies wahrscheinlich den Forex-Trade beeinflussen. Die Verunsicherung der Anleger könnte sich wieder verstärken, was zu erhöhten Wechselkursausschlägen führen könnte. Die Analysten gehen davon aus, dass vor allem der Euro unter den Verunsicherungen und dem entstehenden Druck leiden könnte und das obwohl er von technischer Seite her recht gut unterstützt wird.
Die Spekulationen um Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank haben am Freitag vor allem zu Verkäufen der europäischen Gemeinschaftswährung gegen die amerikanische Währung geführt. Der Euro stürzte ein, wovon der Dollar und der Japanische Yen profitierten. Allerdings wird erwartet, dass der ISM Index der amerikanischen Industrie weitere Signale in Richtung Rezession geben wird. Betrachtete man die Entwicklungen der negativen Konjunkturdaten der vergangenen Woche, dann scheint fast sicher zu sein, dass auch diese Entwicklungen dem Euro wohl eher schaden als nützen werden.
Die japanische Wirtschaft steht sich unterdessen vor einer Deflation. Der Absatz der japanischen Automobilbranche ist auf dem niedrigsten Niveau seit über 34 Jahren. Bereits im dritten Quartal ist die japanische Wirtschaft, das erste Mal seit sieben Jahren, durch den Rückgang des Exports in eine Rezession gerutscht. Der japanischen Wirtschaftsminister warnte bereits vor einer Deflation. Der Japanische Yen dagegen entwickelte sich am Freitag vergangener Woche parallel zum Dollar und konnte seine Position ausbauen. Daher erwarten die Forex-Experten, dass trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten sich die japanische Währung als stark erweisen wird.
Insgesamt ist der Euro am weltweiten Finanzmarkt als recht neue Währung stark beteiligt und folgt dem US-Dollar an der Spitze der gehandelten Währungen – zwar mit Abstand – direkt. Der Devisenhandel mit dem An- und Verkauf von ausländisches gegen inländisches Buchgeld oder auch gegen andere Devisen, zum Beispiel Bankguthaben, Wechsel oder Schecks, jedoch nicht Banknoten oder Münzen – auch als sogenannte Sorten bekannt – ist weltweit vom US-Dollar angeführt. Aber direkt nach dem US-Dollar, der rund 44,4 Prozent der weltweit gehandelten Devisen ausmacht, folgt direkt der Euro, der 18,6 Prozent Marktanteil im Devisenhandel für sich verzeichnen kann. Gefolgt sind die Währungen dann vom japanischen Yen, der rund 10,6 Prozent Marktanteil für sich verzeichnen kann. Das Pfund Sterling kann nur noch mit 8,5 Prozent Marktanteil für sich punkten, während die Schweizer Franken dann schon deutlich abfallenden Einfluss nehmen und nur noch mit 3,1 Prozent Marktanteil am Devisenmarkt vertreten sind. Der Kanadische Dollar folgt schließlich mit 2,8 Prozent Marktanteil und der Australische Dollar hält nur noch 2,1 Prozent der gehandelten Devisen. 10,3 Prozent des Marktanteils fallen auf übrige Währungen, die aufgrund ihres teilweise recht kleinen Anteils nicht mehr einzeln aufgelistet werden. Der Euro ist also insgesamt mit die führende Währung am aktuellen Devisenmarkt. Unterschieden wird übrigens zwischen Devisenkassahandel, der dann zur umgehenden Erfüllung von Tauschgeschäften führt, und dem sogenannten Devisenterminalhandel, der einen Wechselkurs beim Geschäftsabschluss festlegt, dessen eigentliche Abwicklung des Geschäftsabschlusses jedoch in der Zukunft erst erfolgt. Regelmäßige Ermittlungen erfolgen durch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in regelmäßigen Abständen und so werden die Umsätze der weltweiten Devisenmärkte, sowohl vom Kassa- als auch vom Terminmarkt, stetig erfasst. Hochrechnungen aus der Vergangenheit ergeben einen durchschnittlichen Umsatz von rund 840 Milliarden US-Dollar, der allerdings in den unterschiedlichen Jahren auch sehr unterschiedlich ausfällt und so nur ein Ca-Wert ist, was dann im Hinblick auf die Verteilung auf die einzelnen Devisen den gesamten Jahresumsatz auf dem Devisenmarkt verdeutlicht. Auch wenn zuweilen Kritik aufkommt, dass dieser Hintergrund des führenden US-Dollar im Devisenmarkt im Hinblick auf Währungskrisen eine destabilisierende Spekulation kennzeichnet, ist es doch letztlich so, dass viele Transaktionen auf dem Devisenmarkt eher der Risikoabsicherung dienen sollen. Viele Wertpapieranlagen oder auch Exportgeschäfte werden über Devisenterminmärkte gegen Währungsschwankungen abgesichert. Weiterhin ist es auch so, dass Banken auf internationaler Ebene große Finanzposition, wie zum Beispiel mit hohen Risiken behaftete Kredite oder Währungsgeschäfte, zu anderen Geschäftspartnern verschieben, weil diese in das Risikokalkül der Geschäftspartner einfach besser hineinpassen. Bei einem Tausch sind weiterhin nicht zwei miteinander gehandelte Währungen beteiligt und mehrere Transaktionen sind erforderlich, die dann über Dollar oder Euro zu einer anderen Währung gelangen lassen. Die Konsequenz ist, dass dem grenzüberschreitenden Handelsgeschäft zwischen Unternehmen geschätzte sechs bis zehn Geschäfte zwischen Banken erfolgen, so behauptet es der Internationale Währungsfonds.

