Eine der Ursachen ist mit Sicherheit in den Gegensätzen bei den Fortschritten der amerikanischen und europäischen Regierungen hinsichtlich einer wirtschaftlichen Stabilisierung der Automobilwirtschaft zu suchen. Während die Amerikaner blitzschnell entschieden haben, einen Teil des Hilfspaketes für die Banken dorthin zu schieben, lässt die deutsche Regierung ihre Wirtschaft nach wie vor zappeln und hat ihre endgültige Entscheidung erneut um eine Woche vertagt.
Hinzu kommt, dass vor allem die Finanzen der Bundesregierung jetzt zusätzlich durch die einst zur Förderung der Wirtschaft eingeführten Hermes Bürgschaften leiden. Weltweit kommt es zu Firmen- und Bankencrashs und daraus resultierend zum Ausfall von Zahlungen ausländischer Unternehmen an deutsche Lieferanten, die zu einem erheblichen Teil über die Hermes Bürgschaften aufgefangen werden müssen. Das heißt, dass der deutsche Staat auf Grund der weltweiten Krise gleich doppelt belastet ist. Er muss seiner eigenen kränkelnden Wirtschaft unter die Arme greifen und gleichzeitig ausländische Verluste mit auffangen, um seine Wirtschaft durch die Zahlungsausfälle nicht noch zusätzlich zu belasten. Otto Fricke, der den Haushaltsausschuss des Bundestages anführt, sprach in einem Zeitungsinterview von einem Bürgschaftsvolumen von mehr als 100 Milliarden Euro allein für das Jahr 2009.
Inzwischen rotieren die Druckwalzen der Presse mit einer neuen Hiobsbotschaft für den Euro. In Italien sollen einige Banken die Kommunen dazu gebracht haben, ihre für Investitionen gebildeten Rücklagen in spekulative Geschäfte zu stecken. Dort wird von Verlusten in zweistelliger Milliardenhöhe gesprochen. Diese Gelder hätten spätestens im Frühjahr einen Impuls für den Arbeitsmarkt bringen können, wenn sie in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt worden wären.
All diese Faktoren sind ein kräftiger Hemmschuh für den Euro im Forex Trading. Einen weiteren stellt Petrus dazu. Die kräftigen Minustemperaturen und Schneemengen sorgen für einen Stopp im Bauwesen. Weder im Straßenbau noch im Hochbau kann unter diesen Bedingungen gearbeitet werden. Auch die Speditionen, Unternehmen der Personenbeförderung, der Handel und die Versicherungen müssen auf Grund dieser extremen Lage mit zusätzlichen wirtschaftlichen Belastungen rechnen, die dem Euro im Forex Trading in den nächsten wie ein Klotz am Bein kleben werden.
Viele Themenbereiche aus den Finanzen sind im Jahr 2009 von Änderungen betroffen und der Jahreswechsel bringt hier einiges an Neuigkeiten mit sich.
Da ist es erst einmal die Abgeltungssteuer, die ab dem 1. Januar 2009 greift. Hier werden dann Zinserträge, Dividenden und auch Kursgewinne mit der Abgeltungssteuer pauschal mit 25 Prozent versteuert – das ist dann wohl des einen Freud, aber auch des anderen Leid. Zu der Abgeltungssteuer gesellen sich dann noch der Solidaritätszuschlag und die möglicherweise zu entrichtende Kirchensteuer und das gibt dann in der Summe eine steuerliche Belastung von ungefähr 28,625 Prozent. Ab 2009 sind nämlich nur noch die Wertpapiere steuerfrei, die bis zum 31. Dezember 2008 gekauft wurden und dann auch für mindestens ein Jahr gehalten werden. Geringverdiener ohne Personen, die keine Einkommenssteuer zahlen, können sich durch die sogenannte Nichtveranlagungsbescheinung befreien lassen und nur für diesen Personenkreis ändert sich ab 1. Januar 2009 nichts.
Für Personen, die das 64. Lebensjahr vollendet haben, greift künftig der sogenannte Altersentlastungsbetrag. Dabei ist aber das Jahr entscheidend, in dem das 64. Lebensjahr vollendet wurde, das muss nämlich mindestens in 2008 der Fall gewesen sein und dann gilt die Entlastung lebenslang.
Die Bausparverträge sind auch von Veränderungen betroffen, denn bei einem Abschluss ab dem 1. Januar 2009 wird die Wohnungsbauprämie nur noch dann gezahlt, wenn das Geld dann auch wirklich für den Bau oder die Renovierung von Haus oder Wohnung Verwendung findet. Nur Sparer, die jünger als 25 Jahre sind, können nach Ablauf der Siebenjahresfrist das Geld für freie Zwecke verwenden. Aber bestehende Verträge erfahren keine Veränderungen.
Auch die Arbeitslosenversicherung verändert sich, denn der Beitragssatz sinkt hier von 3,3 Prozent auf jetzt 2,8 Prozent. Damit soll die Mehrbelastung der Krankenkassenbeiträge, die nun einheitlich erhoben werden, aufgefangen werden, denn der beträgt künftig 15,5 Prozent bei allen Krankenkassen und da kann der eine oder andere Arbeitnehmer schon ein wenig tiefer in die Tasche langen.
Auch für die Pflichtversicherungen werden die Beitragsbemessungsgrenzen verändert. Hier sind die Steigerungen auf 3.675 Euro von vorher 3.600 Euro festgelegt worden. Das Einkommen, welches über die Grenze hinausgeht, wird nicht mehr mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen belastet. Für die gesetzliche Rente wurde die Grenze auf 5.400 von vorher 5.300 Euro in den alten Bundesländern und auf 4.550 von vorher 4.500 angehoben.
Das Kindergeld wurde nach vielen Jahren nun auch wieder einmal angehoben. Für das erste und zweite Kind gibt es nun nicht mehr 154, sondern statt dessen 164 Euro. Für jedes weitere Kind steigt das Kindergeld um 16 Euro an. Auch der Kinderfreibetrag wurde von 3.648 Euro jetzt um 216 Euro auf 3.864 Euro erhöht.
Lohnersatzleistungen, wie zum Beispiel Elterngeld, Krankengeld oder Arbeitslosengeld I müssen künftig gemeldet werden. Wenn die Einkünfte dann jährlich 410 Euro übersteigen, muss der Bezieher eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen.
Kündigungsregelungen für Versicherungen werden auch gelockert – auch für Altkunden. Damit wird der Wechsel in eine andere Versicherung vereinfacht. So können nun Verträge mit einer längeren Laufzeit – zum Beispiel 10 Jahre – jetzt schon schon erstmalig mit dem Ende des dritten Laufjahres gekündigt werden, vorher ging das erst zum Ende des fünften Jahres. Bei einer Prämienerhöhung ohne Leistungsverbesserung oder Leistungsverschlechterung ohne Prämienminderung kann der Kunde das Sonderkündigungsrecht nutzen.
Über die Bank Lehman Brothers, hat man ja nun bereits einiges gehört. Gegen die Frankfurter Sparkasse wurde Anklage erhoben durch ein Rentnerehepaar die über ihre Hausbank Zertifikate von Lehman Brothers bezogen hatte. Diese wurde allerdings abgewiesen. Bei der Anklage lag es an den Anklägern, denn diese mussten Beweise erbringen, dass ihr Beratungsgespräch nicht korrekt verlaufen sei. Natürlich ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen denn das Ehepaar wird mit ihrem Anwalt in Berufung gehen. Bereits 2006 wurden diese Zertifikate ausgehändigt welche den damaligen Wert von 12.000 Euro hatten. Als dann die Bank nun Insolvenz angemeldet hatte waren diese Zertifikate natürlich wertlos. Lehman Brothers waren durch die Finanzkrise in die Pleite gerast. Viele Zertifikate und Aktien sind ja durchaus versichert, dies geschieht durch eine Einlagensicherung aber die Lehman Brothers Zertifikate waren hierdurch nicht geschützt. Wenn man sich alles rund um die Lehman Brothers Bank nun ansieht inklusive dem Verfahren der Insolvenz kann man weder von Lehman Brothers als auch von den Tochtergesellschaften erwarten das in absehbarer Zeit irgendeine Art von Rückzahlung erreicht werden kann. Der Richter begründete seine Abweisung der Klage damit das niemand hätte voraussehen können was mit Lehman Brothers geschehen würde, auch nicht der Berater welcher zu den Zertifikaten geraten hatte und auch den Vertrag unterschrieben hatte. Geschädigte durch die Lehman Brothers können jedoch noch Hoffnung haben, denn es sind hier immer die Einzelfälle die wirklich zählen. Ein Urteil wir in Sache Lehman Brothers sicherlich nicht wie das andere sein. Dies sagen auch diverse Anwälte und auch Anlegerschützer. Jedoch scheint die Frankfurter Sparkasse sehr vielen Kunden die Zertifikate der Lehman Brothers Bank gegeben zu haben. Es gibt aber zwei Banken die den Verkauf von Zertifikate von Lehman Brothers angeführt haben. Zum einen die bereits benannte Frankfurter Sparkasse, aber auch die Hamburger Sparkasse. Die Berliner Sparkasse hatte mit den Lehman Brothers weniger zu tun und wird somit nun auch mit keiner Klage rechnen müssen. Jedoch müssen sich sowohl die Dresdner Bank als auch die Citibank warm einpacken denn auch sie haben binnen der letzten 2 Jahre diese Zertifikate ausgegeben. Auch hier gingen nicht gerade wenige Lehman Brother Papiere über den Tisch. Auch hier hatten Mitarbeiter der Banken zugesagt und erklärt, dass diese Zertifikate mehr als nur sicher seihen. Demnach wurden auch hier die Klienten nicht über Risiken aufgeklärt. Dies prangern nun auch Verbraucherzentralen öffentlich an. Ganz viele der Geschädigten sind ältere Menschen die auf das vertraut haben, was ihnen ihr Berater gesagt und auch versprochen hat. Einer der klagenden Klienten ist ein 99 jähriger Herr, dieser hatte beide Kriege überlebt nun aber dank der Frankfurter Sparkasse sein Notgroschen von 28.000 Euro verloren. Auch wurden einige der Geschädigten nicht darauf hingewiesen, das es für die Lehman Brothers keinerlei Sicherung gäbe, dies ist aber eine Tatsache die ein Bankberater erwähnen muss, dazu ist er verpflichtet. Ein Anwalt welcher fast 200 Klienten vertritt, versucht derzeit einen Vergleich mit denn Banken anzustreben. Das Problem auch hier ist ganz klar, so dass der Ankläger beweisen muss, dass der Bankberater ihm nicht alle Risiken aufgezählt hat.
Die Weihnachtsstimmung findet sich an den US-Börsen nicht. Die Sorgen der Autobranche sind einfach zu groß und das magere Weihnachtsgeschäft bereitet den US-Börsen am letzten Montag vor den Weihnachtsfeiertagen richtig große Probleme. Nicht zuletzt war es dann wohl auch die Ankündigung des japanischen Weltmarktführers Toyota, dass die ersten Betriebsverluste seit der Geschichte des Unternehmens zu verzeichnen sind. Das zog dann letztlich alle US-Autobaueraktien in die Tiefe an der US-Börse.
Leider ist das aber nicht das Ende der Reihe schlechter Nachrichten aus den USA, denn auch die Drogeriekette Walgreen und das Zeitarbeitsunternehmen Manpower veröffentlichten schwache Zahlen. Magere Umsätze waren es, die zu verzeichnen waren und die Investoren hatten wohl vor den Feiertagen auch nicht mehr so die große Lust, sich mit den Bilanzen der Firmen zu beschäftigen.
So musste der Dow Jones Index für die Standardwerte dann um 0,7 Prozent nachgeben und fiel damit auf 8.519 Punkte. Sein Verlauf im Handel lag insgesamt zwischen 8.372 und 8.601 Zählern.
Der breit gefasste S&P-500 verzeichnete einen Verlust von 1,8 Prozent und lag dann letztlich bei 872 Zählern. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq gab auf 1.532 Punkte um 2,04 Prozent nach.
Die Wall Street erlebt somit im Moment einen weiteren Kurs in eine negative Richtung. Seit den 1930er Jahren geht es hier erstmalig wieder so negativ zu. So hat der S&P-500 allein im Jahr 2008 schon rund 40 Prozent Einbußen hinnehmen müssen.
Auch die Verlustankündigungen, die aus dem Toyota-Konzern kommen, bringen dem deutschen Aktienmarkt eine große Belastung. Hier musste der Dax um 1,2 Prozent nachgeben auf nunmehr 4.639 Punkte.
Aus dem Konzern Toyota kommen richtig schlechte Nachrichten vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftskrise. Nach eigenen Informationen befindet sich Toyota in einer absolut beispiellosen Notlage und so rechnet der Konzern erstmalig in seiner Firmengeschicht mit einem Betriebsverlust. Bis Ende März rechnet man im Konzern mit einem dicken Minus, dass sich im Bereich von umgerechnet 1,2 Milliarden Euro bewegen wird. Die Aktien, die von Toyota in den Usa notiert sind, hatten in den letzten Tagen einen Verlust von mehr als fünf Prozent zu verzeichnen.
Auch die Anteilsscheine von General Motors und Ford erlitten Einbrüche und die lagen für GM bei 22 Prozent und für Ford bei zwölf Prozent – obwohl von der Regierung nun doch Hilfen zugesagt wurden.
Nicht zuletzt war es auch die Credit Suisse, die mit ihren Berichten die Talfahrt förderte. Nach Auskunft von Experten sind es die Aktionäre hier, die durch die geplante Autoindustrierettung sehr schlechte Karten haben. So wurde das Kursziel für das Papier von GM auf einen Dollar gesenkt – das ist mehr als ein Viertel des aktuellen Börsenwertes.
Weiterer Verlierer ist bei den Aktien auch die Drogeriekette Walgreen, die einen Kursabschlag von ungefähr vier Prozent zu verzeichnen hatte. Der Gewinn des Unternehmens blieb einfach hinter den Erwartungen zurück.
Mit diesem Ergebnis befand sich die Drogeriekette aber in der Tendenz, die sich für den Einzelhandelsindexwert ergab. Insgesamt waren es vier Prozent Einschnitt, die hier verbüßt werden mussten.
Die Anleger befürchten einfach, dass die Verbraucher der USA im Angesicht der Wirtschaftsaussichten für das Jahr 2009 ihr Geld lieber anders als in Weihnachtsgeschenke anlegen – womit sie wohl auch nicht ganz Unrecht haben.
Beiersdorf verkauft seinen Ableger in den Staaten
Die Beiersdorf -Aktie schaffte es, ihren Gewinn am Abend auszubauen. Der zurzeit von Tchibo geleitete Konsumgüterhersteller erklärte den Verkauf des Ablegers FUTURO in den vereinigten Staaten, der sich hauptsächlich mit der Produktion von Fertigbandagen und Kompressionsstrümpfen befasste und dessen Kaufpreis nicht offen gelegt wurde, an den Konzern 3M Co. Dieser Unternehmensbereich hat in den Vereinigten Staaten etwa 100 Mitarbeiter. Einzelheiten zu der Transaktion wurden bisher noch nicht preisgegeben. Dies war nicht der erste Verkauf, denn Beiersdorf hatte schon öfters Randbereiche abgestoßen, um dann mehr Konzentration auf das Hauptgeschäft mit Kosmetikartikeln legen zu können. Zuletzt betraf das die Bode- Chemie, die an den Großkonzern Hartmann verkauft wurde. Somit lässt sich eine deutliche strategische Linie bei Beiersdorf fest stellen, denn in den vorhergegangenen Jahren legte der Beiersdorf- Vorstand nunmehr seinen Schwerpunkt im Bereich der Unternehmensentwicklung in das Feld der Kosmetik und Hautpflegeprodukte und hat damit seine Ausrichtung zum wachsenden Kosmetikmarkt hin intensiviert.
HeidelCement vermeldet den positiven Merckle – Effekt
Die Aktionäre des Konzerns HeidelbergCement (HeidelCement) reagierten sehr erleichtert auf die Neuigkeit, dass der schwäbische Firmenchef Adolf Merckle von seinen finanzierenden Banken gedrängt werde, seinen Generika Hersteller Ratiopharm verkaufen zu müssen. Die Banken setzten den Verkauf als eine Art Bedingung fest, um so an dem letzte Woche abgesprochenen Stillhalteabkommen festhalten zu können, so Stimmen zweier damit vertrauter Reuters Nachrichtenagentur Mitarbeiter. Damit wäre es dann wohl sehr unwahrscheinlich, dass Merckle seine Anteile an HeidelCement verkaufen werde, um weitere Gelder frei zu bekommen. Immerhin hält Merckle über 80 Prozent der Aktien an dem Baustoff – Konzern.
Neue Hoffnung für die Übernahme für Repower
Repower zählte im TecDax eindeutig zu den sich am besten behaupteten Titeln. Nach Angaben der “Financial Times Deutschland” hat der Großaktionär Suzlon Energy geprüft, ob es Sinn macht, die Anteile an den heimischen Firmen abzustoßen, um weiteres Geld frei zu bekommen, dass dann für die Übernahme am Windanlagenhersteller verwendet werden könne. Jedoch schafft Suzlon Energy es wohl auf Grund der Finanzkrise nicht, die Pläne umzusetzen und den norddeutschen Windkraftanlagenbauer unter seine Kontrolle zu bekommen.
Neue Short Squeeze bei Q- Cells
Erfreulicherweise ging es mit Q- Cells schnell wieder bergauf. Vor allem durch wegfallende Käufe von Leerverkäufern, die bis dato auf fallende Kurse spekuliert hatten, und nun zunächst neuen Titel beschaffen müssten, sei der Grund für den Anstieg, meinen die Händler. Allerdings begründen andere Händler dies auch mit einer positiven Empfehlung, die das Trader Portal „Trade of the Day“ abgegeben hatte.
Xing erlebt Wechsel des Chefpostens
Lars Hinrichs, der Gründer des Online- Karriere- Netzwerks Xing hat seinen Posten als Chef abgegeben und ist in den Aufsichtsrat gewechselt. Am 15. Januar gab der 31- jährige die Leitung an Stefan Groß- Selbeck ab, der bis dato eBay- Deutschland geleitet hatte, verkündete Xing am Montag. Berichte, nach denen es in der Nutzung der Mitglieder Daten und intern Kontroversen gegeben hätte, wurden vom Unternehmen dementiert. Lars Hinrichs hält an dem Unternehmen, dass vor einigen Jahren unter einem anderen Namen gegründet wurde und zuvor OpenBC hieß, 28 %. Erst vor zwei Jahren hatte er Xing an die Börse gebracht.
Von der WestLB Bank werden schon Aktionswochen ausgerufen, die stark an marktschreierische Angebote an Aktionsständen in Supermärkten erinnern. Wird die Bank damit in Zeiten der zögerlichen Käufer zum Supermarkt, der Aktien vertreibt?
Die Vertrauens- und damit Absatzkrise soll beendet werden und so will die WestLB Bank diesem Misstrauen auch mit klaren Vertriebsstrategien entgegentreten. Die Mittel des Marktes werden dabei gründlich ausgeschöpft.
Aktionswochen in der Bank werden dann wohl das Ergebnis sein, das als absolut probates Mittel genutzt wird, um den Absatz der Papiere anzutreiben. Wie im Supermarkt wird dann die Ware ausgestellt – gut sichtbar und mit Preisschild versehen. Dazu kommt dann noch das Versprechen, das natürlich alles ab jetzt immer so verbraucherfreundlich günstig wird. So sollen dann letztlich die Einnahmeverluste durch Sonderangebotspreise – also durch Preisverluste – durch die erhöhte Anzahl im Absatz ausgeglichen werden.
Die WestLB will jedenfalls ganz gezielt die Absatzförderung angehen, um damit dann den Verkauf von Zertifikaten deutlich anzukurbeln. Und die Nachrichtenagentur Dow Jones ist bereits damit beauftragt, die Nachricht zu verbreiten, dass die WestLB Aktionswochen auch Gewinne von iPods nach sich ziehen. Eine echte Werbeaktion also, wie sie auch Supermärkte betreiben, um Produkte bekannter zu machen und deren Vertrieb anzukurbeln.
Die Landesbank macht so Publikation für das „Zertifikate Monitor“, in der nach Angaben der WestLB monatlich wichtige Informationen um Zertifikate zu finden sind – also auch eine Gesamtübersicht über alle Zertifikate, die WestLB anbietet.
Für die Verbreitung der Information ist die Nachrichtenagentur Dow Jones zuständig – dahinter steht sie offenbar nicht so ganz. So distanziert man sich von Inhalten der Werbung ganz klar bei der Nachrichtenagentur und lässt wissen, dass es sich hier um eine Mitteilung der WestLB handelt, auf deren Inhalte von der Agentur keine Einflüsse genommen werden und die der Emittent ganz allein trägt.
Die Werbemaßnahmen machen ziemlich deutlich, dass es der Branche wirklich schlecht geht. Wenn Emittenten ihre Zertifikate bereits marktschreierisch und mit Sonderangeboten belegt unter das Publikum streuen, dann heißt das nur, dass der Markt mehr als dringend angekurbelt werden muss. Und es geht wohl auch nicht um eine Absatzflaute, die eine große Bank eben einmal aussitzen kann. Hier handelt es sich scheinbar um eine richtige und tiefe Krise, aus der mit den bisher üblichen Mitteln nicht herausgefunden werden kann.
Der Markt der Zertifikate ist massiv geschrumpft und allein im Oktober war eine Reduzierung von 18 Prozent notiert worden. Das sind die Informationen, die der Deutsche Derivate Verband regelmäßig herausgibt. Derzeit haben die Deutschen noch rund 68 Milliarden Euro investiert in die Papiere.
Aber auch bei einer Nachfrage nach Zertifikaten haben sich die Prioritäten verschoben, denn jetzt sind es die Garantiezertifikate, die stark gefragt sind. Von denen erhält der Käufer durch den Emittenten nämlich das Versprechen, dass hierbei zum Ende der Laufzeit zumindest das eingesetzte Kapital zur Auszahlung gelangt. Diese Garantie hat natürlich ihren Preis. Und auch nicht jede Garantie tut noch uneingeschränkt ihre Wirkung. Bei den sogenannten Discount-Zertifikaten, bei denen die Risiken für den Anleger seitens des Emittenten begrenzt werden, erlebte im Oktober des Jahres sogar einen Einbruch, der bei gut 30 Prozent lag.
Zudem müssen sich Emittenten ständig den Vorwürfen stellen, dass Anleger Produkte zu überhöhten Konditionen angeboten bekommen. Und erst seit dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers in den USA, die sich als sehr strebsamer Emittent von Zertifikaten auf dem deutschen Markt zeigte, haben die Anleger ein Bewusstsein dafür bekommen, dass sie durch den Kauf der Produkte Gläubiger der Bank werden. Der Insolvenzfall heißt dann, dass Anleger sich in die Reihe der Gläubiger stellen müssen, um im günstigsten Falle ihr Geld zurück zu bekommen.
Im Rahmen der Kreditkrise werden nun auch Vorstände von Banken und auch Aufsichtsräte genauer von der Justiz unter die Lupe genommen. Und genau geht es in den Fällen, die eingehender betrachtet werden sollen, um Fehlspekulationen, die den Managern von den Staatsanwälten möglicherweise vorgeworfen werden können. Jetzt sind noch einmal Ermittlungsverfahren eingeleitet worden gegen zwei Banken.
Der Beschuss durch die Justiz wird für die Vorstände der Banken und die Aufsichtsräte immer intensiver. Während gegen einige Banken bundesweit schon Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden, wird bei zwei Banken noch geprüft, ob die Vorwürfe stichhaltig genug für ein Ermittlungsverfahren sind. Vorgeworfen wird den Banken dann die Untreue sowie die falsche Darstellung von börsenorientierten Gesellschaften und auch die Falschbilanzierung. Und in diesen Ermittlungsverfahren kommt dann das Thema US-Hypotheken wieder auf den Tisch, denn auch hier sollen die Manager der Banken Fehlspekulation betrieben haben und damit die Institute nahe an den Rand der Pleite geführt haben. Und auch die Aufsichtsräte, die diese Vorgänge viele Jahre lang abgesegnet und damit mitverantwortet haben, müssen sich in diesen Verfahren der Staatsanwaltschaft stellen.
Wenn es tatsächlich zu Anklagen kommt, müssen dann sowohl Vorstände als auch Aufsichtsräte mit Konsequenzen im Rahmen des Strafrechtes rechnen, stellt der leitende Staatsanwalt der ältesten und einzigen permanenten Schwerpunktstaatsanwaltschaft, die sich mit der Bekämpfung von Wirtschaftsstraftaten in Banken und an der Börse beschäftigt, klar. Und auch Bußgelder sind möglich, die wegen Mängeln in der Organisation sowie daraus resultierenden Schadenersatzklagen erhoben werden.
Es liegen übrigens schon eine Reihe von Anzeigen vor, die gegen Landes- und auch Privatbanken gestellt wurden, vor. Und das bundesweit. Teilweise sind die Anzeigen auch anonym gestellt worden, werden aber natürlich auch auf ihre Stichhaltigkeit geprüft. Dass einigen Banken in dieser Situation das Herz sprichwörtlich in die Hose rutscht, ist nicht wirklich verwunderlich und so weisen die Banken dann Vorwürfe auf unrechtmäßiges Vorgehen weit von sich. Aber es wird von Vorständen medienwirksam großes Verständnis gezeigt, dass Bürger ihre Verluste auf rechtsstaatlichen Wegen prüfen lassen wollen. Das Wort Anzeige wird in den Stellungnahmen eher nicht verwendet.
Aber auch dann, wenn die Banken ihre Hände in Unschuld waschen, hat sich in der Branche eine große Unruhe breit gemacht. Einige Bankvorstände lassen nun prüfen, in welchem Maße die Managerhaftpflicht greift und seit der Lehman-Pleite sind die Anfragen drastisch nach oben gestiegen – so ein Versicherungsmakler der Branche. Die Managerhaftpflicht ist nämlich dafür zuständig, Verantwortliche zu schützen, wenn sie Fehlentscheidungen getroffen haben und daraus finanzielle Schadenersatzforderungen entstehen. Die sogenannte Entscheidung mit beschränkter Haftung ist mit einer solchen Managerhaftpflicht dann möglich. Aber eben nur im rechtlich einwandfreien Raum. Vorsatz und betrügerische Vorgehen scheidet aus der Haftung aus. Während die Policenprüfungen in diesem Bereich bei einem führenden Unternehmen dieser Managerhaftpflicht bei drei Anfragen im Jahr lag, ist die Nachfrage nach einer Policenprüfung nun auf den zehnfachen Wert angestiegen, was auch die Verunsicherung bei den Verantwortlichen widerspiegelt. Und auch vorsorgliche Meldungen von möglichen Schadensfällen flattern den Gesellschaften, die diese Versicherung anbieten, nun deutlich vermehrt ins Haus.
Auch bei den Aufsichtsräten herrscht zur Zeit die Unsicherheit vor. Das gesamte erste Quartal des neuen Jahres wird die Vorstände dann auch noch mit Schadenersatzforderungen beschäftigen.
Allerdings ist es Bedingung für die Strafverfolgung, dass ein Vorsatz nachgewiesen werden kann. Und so müsste theoretisch gegen sämtliche Institute mit Rechtsmitteln vorgegangen werden, weil eben so viele Banken in die komplexen Finanzprodukte investiert haben. Der reine Verlust reicht für ein Verdachtsmoment und für die entsprechende Anklage dann eben nicht aus. Nur wer Geldanlage in Form des Spiels betreibt, begeht eine Untreue und genau hier liegt dann der Ansatzpunkt für Staatsanwälte. Wichtig ist es dafür, zu ermitteln, ob die Vorstände die Risiken der Subprime-Geschäfte ausreichend erklärt haben und ob hier eine unverhältnismäßig hohe Risikobereitschaft durch die Vorstände vorgelegen habe, die dann zu Schäden Dritter geführt haben.
Wir dürfen gespannt sein, wie in diesem Bereich die Entwicklungen zeigen.
Die Krise des Finanzmarktes drückt auch auf die Stimmung der IR-Verantwortlichen, die in Deutschland, der Schweiz und Österreich aktiv sind. Und die starken Turbulenzen, die aktuell über den Aktienmarkt hinweggehen, werden von diesen dann auch als beispiellos schlecht bezeichnet.
Das sind zumindest die Ergebnisse, die sich aus dem sogenannten DIRK-Stimmungsbarometer für den Herbst 2008 ergeben, und das durch die GfK – beauftragt durch den Deutschen Investor Relations Verband – durchgeführt wurde.
Der DIRK-Stimmungsindikator liegt danach nach aktuellen Bewertungen bundesweit bei minus 15 Punkten. Diese Erhebungen wurden beginnend im Jahr 2004 durchgeführt und seither waren die Ergebnisse immer positiv. Noch Anfang 2007 konnte ein historisches Hoch dieser Bewertung verzeichnet werden und das lag – natürlich im positiven Bereich – bei sensationellen 63 Punkten.
Entspannung wird von den IR-Verantworlichen für die kommenden Monate nicht erwartet. Die Einschätzung der Lage in der Zukunft bzw. der Stimmung liegt dann mit einem Minuspunkt unter dem Ergebnis, das die Befragung aus dem Frühjahr 2008 brachte. Und auch das Bild in der Schweiz und in Österreich ist ähnlich negativ geprägt. Insgesamt musst die durchweg positive Einschätzung nun einer neutralen Bewertung weichen.
So sind auch die Unternehmen bedingt durch die Veränderungen, die sich in den Rahmenbedingungen ergeben haben, dazu gezwungen, die Jahresprognosen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung einer Anpassung zu unterziehen.
Leider ist es dazu so, dass Anpassungen nach unten schon starke Kursverluste mit sich bringen. Dagegen sind Abweichungen nach oben nur mit geringer Beeinflussung des Aktienkurses behaftet.
Aber die Prognose ist eben ein wichtiger Teil einer transparenten Berichterstattung. Und die gibt nicht nur die Richtung für die Unternehmen vor. Sie ist auch eine bedeutenden Grundlage für Analysten und Finanzgeber im Hinblick auf ein verlässliches Anlageurteil. Bundesweit ist es tendenziell so, dass rund 86 Prozent aller Unternehmen ihre Prognosen auf Jahressicht abgeben.
Aus Österreich und der Schweiz ist da größere Vorsicht zu verzeichnen, denn hier gaben vor zwei Jahren in Österreich noch rund 80 Prozent der Unternehmen ihre Prognosen ab, während ihre zahl inzwischen auf 65 Prozent gesunken ist. Und in der Schweiz hat sich der Anteil der berichterstattenden Unternehmen von 75 Prozent auf nunmehr 60 Prozent reduziert.
Und weiterhin ist zu verzeichnen, dass sich Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum auch hinsichtlich der Veröffentlichung anderer Kennzahlen inzwischen sehr zurückhaltend zeigen. So sind es dann in Deutschland 45 Prozent der Unternehmen, die eine Prognose abgeben, die dann aber keine weiteren Kennzahlen veröffentlichen. In Österreich sind es 42 Prozent der prognostizierenden Unternehmen, die keine weiteren Kennzahlen nutzen und in der Schweiz sogar 60 Prozent dieser Unternehmen, die über die Prognose hinaus keine weiteren Kennzahlen stellen.
Der Wechselkurs für den Euro steigt weiter. Heute morgen startete die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,3150 Dollar in den europäisch geprägten Forex-Trade. Der Dollar notierte bei 92.50 Japanischen Yen. Die Wechselkurspaarung EURJPY notierte bei Handelsbeginn mit 121,65 Yen und in der Paarung EURCHF kostete der Euro 1,5645 Schweizer Franken. Der Dollar wird zusätzlich von dem neuesten Rettungspaket für die amerikanische Automobilindustrie gedrückt. Auch in Deutschland werden bereits Rufe nach einem ähnlichen Rettungspaket laut. Für den Euro rechnen Marktbeobachter mit weiteren kurzfristigen Trendbewegungen nach oben zum Jahresende. Die Preisbewegungen werden vor allem von Politik und Zentralbanken positiv bewertet, passt es derzeit doch in die Maßnahmen zur konjunkturellen Überwindung der Finanzkrise.
Gestern wurden in den USA einige wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht. Das sogenannte Federal Budget betrug im Monat November –164,4 Milliarden Dollar. Im November 2007 lag das Federal Budget bei –98,24 Milliarden Dollar. Analysten haben mit einer Zunahme der Verschuldung von 175,2 Milliarden gerechnet.
Von eher untergeordnetem Interesse für die Forex-Märkte waren die Daten zu den Großhandelslagerbeständen, die im Oktober um 1,1 Prozent zurück gegangen sind. Der Absatz ist insgesamt um 4,12 Prozent eingebrochen. Das Verhältnis von Lagerbeständen und Absatz nahm von 1,12 auf 1,16 monatliche Umsätze zu.
Heute werden noch die Importpreise für den Monat November bekannt gegeben. Experten erwarten im Vergleich zum Vormonat mit einem Rückgang von 4,9 Prozent. Eine dominierende Rolle wird vor allem der Absturz der Ölnotierungen spielen. Die Aufwertung der amerikanischen Währung und fallende Rohstoffpreise tragen zum Sinken der Importpreise bei. Die Zeichen stehen derzeit auf Deflation. Das amerikanische Handelsdefizit soll unterdessen im Monat Oktober ebenfalls rückläufig sein. Dazu haben die gesunkenen Energiepreise und niedrige Importe beigetragen. Ebenfalls positiv hat die erhöhte Sparquote der amerikanischen Verbrauchen und der damit verbundene reale Konsumrückgang auf das Handelsdefizit gewirkt. Ökonomen gehen von 53,30 Milliarden Dollar Defizit aus. Im Vergleichsmonat September lag es bei –56,47 Milliarden Dollar.
Heute hat die Zentralbank von Kanada die Leitzinsen erneut gesenkt. Die Bank of Canada senkte das Leitzinsniveau auf 1,5 Prozent. Von der Schweizer Nationalbank wird ebenfalls eine Senkung von 1,00 auf 0,50 Prozent gerechnet.
Zahlen jetzt die privaten Kreditnehmer für die Finanzkrise?
Das kann vermutet werden, wenn man die Verläufe im Kreditgeschäft beobachtet. Da ist es für den privaten Kreditnehmer nämlich inzwischen ein richtig teurer Spaß geworden, in die eigenen vier Wände einzuziehen und für manch einen Immobilienbesitzer könnte der Traum von den eigenen vier Wänden dann aufgrund der neuen Entwicklungen im Zinsmarkt zerplatzen.
Gerade wenn Finanzierungen im Bereich von 80 Prozent für Immobilien angestrebt werden, weil eben nicht ausreichend Eigenkapital vorhanden ist, kann der Hausbau dann für einige Bankkunden ein unerreichbarer Traum werden.
Die Banken versuchen hier beruhigende Informationen zu streuen, indem sie informieren, dass wirklich solide Schuldner auch weiterhin die Finanzierung problemlos erzielen können. Aber zu welchem Preis?
Auch die Banken haben derzeit Probleme, sich Geld zu beschaffen. Und die privaten Darlehenskunden müssen dann die Situation, die sich für sie dann noch schwieriger zeigt, schultern. Auch wenn die Tendenz bei den Zinsen einen Richtungsverlauf nach unten zeigt – Verbraucher, die Schulden machen müssen oder wollen, müssen sich in die Taschen greifen lassen – deutlich tiefer als bisher.
Schon der Überziehungskredit auf dem Girokonto ist teurer geworden – und da handelt es sich oftmals nur um wenige Hundert Euro, die dann finanziert werden wollen. Der Verlauf geht dann über die Konsumentenkredite bis hin zur Baufinanzierung kontinuierlich teurer weiter.
Der Hypothekenzins liegt aktuell bei 5,11 Prozent – bei einer Laufzeit von zehn Jahren während für die gleiche Laufzeit und Summe vor wenigen Wochen noch lediglich 4,9 Prozent Zinsen fällig waren. Interessant ist bei diesem Anstieg zu dem, dass zehnjährige Staatsanleihen in ihren Renditen von 4,25 Prozent auf 3,95 Prozent um somit 30 Basispunkte gesunken sind. Die Ausweitung der Zinsaufschläge im Vergleich zu Staatstiteln hat somit eine Ausweitung um 0,5 Prozentpunkte erfahren und so liegen die Kosten für die Kredite 1,16 Prozentpunkte über der Staatsanleihe. Das waren vor kurzem noch Werte, die bei 0,5 bis 0,7 Prozentpunkten lagen.
Wenn ein Schuldner nun 500.000 Euro aufnimmt, kann er daraus resultierend mit Mehrkosten von 2.500 Euro jährlich rechnen. Für einen künftigen Hausbesitzer, der schon vorher mit dem Cent rechnen musste, dann manchmal eine Kostenerhöhung, die einfach nicht mehr zu schultern ist. Und da heißt es dann für viele: Traum vom Haus – ade.
Die Rahmenbedingungen der Kapitalmärkte haben sich verändert und damit steigen die Kreditkosten. Während Liquidität früher eine Selbstverständlichkeit war, ist die jetzt eine echte – und teuer bezahlte – Mangelware.
Wenn Banken sich in der aktuellen Phase noch Geld untereinander leihen, dann nur zu immensen Zinssätzen. Und die Zurückhaltung bei der Kreditvergabe bekommen auch private Darlehensnehmer dann zu spüren. Die Angst vor dem Kreditausfall geht um. Wenn dann Geld verliehen wird, müssen auch die privaten Darlehenskunden richtig hohe Zinssätze zahlen. Die Hypo Real Estate mit ihren Liquiditätsengpässen ist ein lebendes Beispiel für die Banken, hier Vorsicht walten zu lassen.
Da heißt es dann auch für die potentiellen Immobilienbesitzer viel bezahlen oder leer ausgehen. Und vielen ist eben hier die Wahl durch die begrenzten finanziellen Möglichkeiten nicht mehr gegeben, denn auch der Arbeitsmarkt ist nicht mehr wirklich sicherer Faktor.
Wer dann für den Immobilienkauf nicht viel Eigenkapital aufbringen kann, muss schon aufgrund der hohen Kosten vom Hauskauf oder –bau Abstand nehmen.

