Immer wieder wird gesagt, dass die Banken für die Finanzkrise die volle Schuld tragen. Bis jetzt wurden ca. $ 1,4 Milliarden abgeschrieben, nun werden jedoch Stimmen laut das dieses Geld zu den Banken zurückgegangen sein soll und das der Steuerzahler nun dieses Geld ausgleichen soll. Ob das nun wirklich stimmt ist mehr als nur zweifelhaft, es wird durchaus auch gemunkelt, dass die Politiker einfach nur versuchen, den Mist den sie gebaut haben unter den Tisch fallen zu lassen. So kann es ihnen ja nur recht sein das derzeit alle auf die Banken einschlagen, obwohl es am Ende vielleicht gar nicht deren Fehler war. Diese fast ausschließlich in den Finanzen zu findende Krise basiert auf dem Verlust von vielen Hypotheken aus den USA. Als die Werte der Immobilien in den USA ansteigend waren wollten sich die Amerikaner den Überschuss oder aber auch Mehrwert auszahlen lassen so dass wenn ein Haus $ 600 000 früher wert war und jetzt $ 700 000 dann bekamen sie               $ 100 000 ausbezahlt. Dies ging natürlich auch nur so lange, wie die Zinsen auf dieses Geld auch wirklich stabil blieben. Da in den USA aber kaum jemand einen festen Zinssatz hat, im Gegenteil die meisten sind frei variable, so dass als die Zinsen dann von ihrem Tiefpunkt wieder nach oben stiegen, diese Zinsen niemand mehr zahlen konnte. Wenn man bei fünfhunderttausend Dollar den Prozentsatz von drei erhebt sind das satte 1250 US – Dollar im Monat. Bei 5 % sind das bereits 2100 USD. Dieser Zinssatz ist für Deutschland völlig normal nur hatten viele Hausbesitzer in den USA nicht daran gedacht was geschieht wenn diese Situation eintrifft. Es stellt sich die frage warum die Banken ihre Kredite an Menschen gegeben haben, die vielleicht einen höheren Zinssatz, mit dem ein Banker ja rechnen muss, nicht bewältigen kann. Auch warum es Wertsteigerungskredite überhaupt gibt und ob die Menschen nicht ordnungsgemäß über das Risiko einer Anhebung der Zinsen aufgeklärt wurden. Kaum eine staatliche Bank hat einen solchen Kredit vergeben, es waren halbstaatliche Banken und dies waren meist Banken wie Freddy Mac und Fannie Mae. Beide haben erst durch Clinton und seine Regierung einen öffentlichen Auftrag erhalten. Dieser Auftrag lautete das eigentlich jeder Amerikaner das Recht haben müsse ein eigenes Haus zu haben. Dies ist auch der Grund warum Kredite an Menschen gegeben wurden die vielleicht nicht ganz das Geld dazu hatten. Wäre dies denn auch bei privaten Banken geschehen oder hätte man da schon nach der Bonität des Klienten geschaut? Wahrscheinlich nicht, denn private Banken haben sehr hohe Anforderungen an ihre Klienten denen sie Geld leihen. Dies ist kein leichtes Unterfangen. Leichter ist es bei den normalen Kassen wie Volksbank, Sparkasse und CO. Im Prinzip wurden alle Kredite die vergeben wurden aus welchem Grund auch immer zu 90 % von halbstaatlichen Banken ausgegeben. Die bereits benannte Wertsteigerung befand sich eigentlich nur auf dem Papier nicht aber in dem Objekt selber. Manchmal konnte diese Wertsteigerung jedoch auch bei einem Verkauf erzielt werden, dies geschah wenn Angebot und Nachfrage sich demnach danach orientiert hatten.

 

 

Am 1. Januar 1999 stellten in Europa alle Bankhäuser ihre Bücher und Konten auf die europäische Gemeinschaftswährung um. Seither sind die Wechselkurse gegenüber den Währungen der Mitgliedsländer festgeschrieben. Am 1. Januar 2009 wird der Euro zehn Jahre alt. Seit seiner Einführung musste die Währung schon so einige Krisen und Abschwünge überstehen. Doch seine Stärke ist bisher ungebrochen.

Dabei hatte die europäische Gemeinschaftswährung wahrlich keinen leichten Start. Von Anfang an bezweifelten viele Kritiker, dass der Euro auch nur den ersten Abschwung überleben würde. Ihm wurde unterstellt, dass bei einer schlechten Wirtschaftsentwicklung die meisten Länder aus dem Währungsverband ausscheren würden. Experten sagten den Zusammenbruch der Eurozone nach fünf bis fünfzehn Jahren voraus.

Bis heute musste die europäische Gemeinschaftswährung so manche Abschwünge und Krisen bewältigen. Und heute, in Zeiten in denen die globale Wirtschaft auf eine Rezession zusteuert, die noch größer sein wird, als die große Depression Ende der Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts, stellt sich die europäische Gemeinschaftswährung als größter Vorteil für die Mitgliedsländer heraus. Daher sind sich heute die Experten einig: Der Euro hat für Stabilität und Ruhe im europäischen Wirtschaftsraum gesorgt. Der Euro hat sich auch in der Krise bewährt.

Derzeit müssen etwa 1,40 Dollar für den Euro bezahlt werden. Und mit 0,94 Pence hat der Euro fast die Parität zum Britischen Pfund Sterling seit Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung erreicht. Auch im Euro-Skeptiker-Land Großbritannien werden die Stimmen nach einem Beitritt zum Euroraum lauter. Immer mehr Analysten, Politiker und Ökonomen denken laut über einen Paradigmenwechsel nach.

Mit der heutigen Stärke des Euros hatte bei dessen Einführung kaum jemand gerechnet. Südeuropäische Länder wie Italien und Spanien hatten sich in der Vergangenheit daran gewöhnt, dass vor allem in schlechten Zeiten der Kurs der guten alten D-Mark stieg. Im Gegenzug verloren italienische Lira und spanische Pesos an Wert. Doch die betroffenen Länder konnten durch die Abwertung ihrer Währungen ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit im Ausland deutlich steigern. Das Nachsehen hatte Deutschland, dessen stark exportorientierte Wirtschaft unter hohen Wechselkursen zu leiden hatte.

Abhilfe schaffte die europäische Gemeinschaftswährung. Denn nun waren die Wechselkurse für alle Euro-Teilnehmer gleich. Ungleichgewichte, wie sie in der Vergangenheit oft vorkamen, konnten langfristig abgebaut werden. Starke inflationäre Tendenzen durch das Anwerfen der Notenbankpresse konnte mit Hilfe der gemeinsame Währung effektiv verhindert werden.

Auch in Zeiten der schweren Krise, wie sie sich gegenwärtig abzeichnet, denkt keines der Euro-Teilnehmerländer auch nur darüber nach, ob die Krise ohne die Gemeinschaftswährung besser zu bewältigen wäre. Sorgenvoll richtet sich der Blick nach Dänemark oder Ungarn, deren Regierung verzweifelt versuchen, ihre Landeswährung zu stützen. Das Königreich Dänemark musste sogar mitten in der Krise die Leitzinsen anheben, damit die dänische Krone nicht ins bodenlose stürzte. Während alle großen und mittleren Industrienationen weltweit ihre Leitzinsen senkten, mussten die Dänen das Niveau auf 3,75 Prozent erhöhen. Vor dem Hintergrund der globalen Rezession liegt das dänische Leitzinsniveau viel höher, als es für die Wirtschaft derzeit verträglich ist. Viele Investoren sind bereits verunsichert und ziehen ihr Kapital aus den kleinen eigenständigen europäischen Währungen ab und legen es lieber im Euro an. Neben dem Dollar und dem Japanischen Yen hat sich der Euro in den vergangenen zehn Jahren zu einem weiteren sicheren Hafen für die Investoren entwickelt.

Euro-Skeptiker sagten vor Einführung der Gemeinschaftswährung voraus, dass sich die einzelnen Länder bei einer schlechten wirtschaftlichen Entwicklung schnell aus der Währungsunion verabschieden würden. Anschließend würden sie die nationalen Bankensysteme und Volkswirtschaften mit Finanzspritzen der eigenen Währung versorgen, um sie zu stabilisieren. Doch bislang ist genau das Gegenteil eingetreten.

Die Europäische Zentralbank tat viel dafür, dass es nie soweit gekommen ist. Als im letzten Jahr die Banken aufhörten sich gegenseitig Geld zu leihen und damit eine globale Bankenkrise auslösten, stellte die Europäische Zentralbank liquide Mittel in fast unbegrenzter Höhe zu Verfügung. In kleinen europäischen Ländern, die der europäischen Währungsunion nicht angehören, sind die staatlichen Nationalbanken dazu kaum in der Lage. Sie können nicht längerfristig als Kreditgeber einspringen. Ihre Rolle im globalen Währungsgefüge ist nur noch von untergeordneter Natur. Die meisten Bankverbindlichkeiten lauten ohnehin nur noch auf Euro.

In Zeiten eines funktionierenden Geldmarktes stellt dieser Zustand kein Problem für die Volkswirtschaften dar. Die Zentralbanken können sich jederzeit mit der europäischen Gemeinschaftswährung eindecken und entsprechende Devisenreserven anlegen. Jedoch während einer Finanzkrise, wie wir sie gegenwärtig erleben, haben sich die  Marktbedingungen und politische Auflagen drastisch verändert – zu Ungunsten der Nicht-Euro-Teilnehmerländer. Vor allem in Zeiten der Krise wird manch einem Politiker und Marktteilnehmer erst bewusst, wie nützlich der Stabilitätspakt der Euro-Teilnehmerländer ist und welch großen Vorteil die Länder der Eurozone von ihrer Gemeinschaftswährung haben.

Am 1. Januar 2009 wird der Euro zehn Jahre alt – und steht unmittelbar vor seiner größten Herausforderung. Um die Stabilität der europäischen Gemeinschaftswährung zu garantieren, haben die Teilnehmerländer verbindliche Stabilitätskriterien vereinbart. Einer der wichtigsten Punkte ist, dass die Neuverschuldung das Haushaltsdefizit nicht mehr als drei Prozent betragen darf. Die globale Wirtschaft steuert jedoch auf eine der größten Wirtschaftskrisen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu. Angesichts der immer neuen Überlegungen zu Konjunktur- und Rettungspaketen, steigt auch die Neuverschuldung in den Euro-Teilnehmerländern dramatisch an. Um die Stabilitätskriterien scheint sich kaum mehr einer der wichtigen Entscheider in Politik und Wirtschaft Sorgen zu machen.

Laut dem EG-Vertrag ist es der Europäischen Zentralbank untersagt, Ländern noch Kredit zu gewähren, die zahlungsunfähig geworden sind. Deshalb bleibt den Zentralbanker nichts anderes übrig, als zumindest kurzfristig über diese gefährliche Entwicklung hinweg zusehen. Da mag es vielleicht ein wenig beruhigen, dass die Regierungs- und Staatschef nicht mehr auf „altbewährte“ Mittel zurückgreifen können. Die Kompetenz über die Notenpresse haben sie nämlich mit der Teilnahme an der Währungsunion an die Europäische Zentralbank abgetreten.

Laut Ökonomen und Wirtschaftsexperten steht dem Euro die bisher härteste Bewährungsprobe noch bevor. Zur Zeit sind die meisten Unternehmen noch ganz gut gegenüber der Krise aufgestellt, mit Ausnahme der Bankenbranche, der Automobilindustrie und deren direkte Zuliefererbetriebe. Doch der große wirtschaftliche Einbruch wird erst im kommenden Jahr vorhergesagt. Für die Eurozone wird ein wirtschaftlicher Rückgang von zwei bis drei Prozent prognostiziert. Daher vermuten Analysten, dass der Aufstieg des Euros nicht mehr lange anhalten wird. Marktbeobachter halten den Euro immer noch für stark überbewertet, obwohl er nach seinem Höhenflug auf über 1,47 Dollar wieder unter die 1,40 Dollar Marke gefallen ist. Einige Experten sehen aufgrund der großen konjunkturellen Enttäuschungen in den USA, dass das zukünftige Enttäuschungspotenzial für die Eurozone im kommenden Jahr viel höher ist, als in den Vereinigten Staaten. Von daher gehen viele Analysten davon aus, dass die Europäische Zentralbank im ersten Quartal des kommenden Jahres eine Leitzinssenkung unter 2,00 Prozent vornehmen könnte. Damit würde sie den Vorgaben aus Amerika und Japan folgen, deren Leitzinsniveau gegen Null tendiert. Profitieren könnte davon vor allem die amerikanische Währung, die durch die bislang immer wieder enttäuschend ausgefallenen Konjunkturdaten bereits arg gebeutelt wurde.

Insofern wird der 1. Januar 2009 nicht nur ein fröhlicher Geburtstag werden, sondern auch der Beginn der größten Herausforderung, die der Euro bisher bewältigen musste.

Die Weihnachtsstimmung findet sich an den US-Börsen nicht. Die Sorgen der Autobranche sind einfach zu groß und das magere Weihnachtsgeschäft bereitet den US-Börsen am letzten Montag vor den Weihnachtsfeiertagen richtig große Probleme. Nicht zuletzt war es dann wohl auch die Ankündigung des japanischen Weltmarktführers Toyota, dass die ersten Betriebsverluste seit der Geschichte des Unternehmens zu verzeichnen sind. Das zog dann letztlich alle US-Autobaueraktien in die Tiefe an der US-Börse.

Leider ist das aber nicht das Ende der Reihe schlechter Nachrichten aus den USA, denn auch die Drogeriekette Walgreen und das Zeitarbeitsunternehmen Manpower veröffentlichten schwache Zahlen. Magere Umsätze waren es, die zu verzeichnen waren und die Investoren hatten wohl vor den Feiertagen auch nicht mehr so die große Lust, sich mit den Bilanzen der Firmen zu beschäftigen.

So musste der Dow Jones Index für die Standardwerte dann um 0,7 Prozent nachgeben und fiel damit auf 8.519 Punkte. Sein Verlauf im Handel lag insgesamt zwischen 8.372 und 8.601 Zählern.

Der breit gefasste S&P-500 verzeichnete einen Verlust von 1,8 Prozent und lag dann letztlich bei 872 Zählern. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq gab auf 1.532 Punkte um 2,04 Prozent nach.

Die Wall Street erlebt somit im Moment einen weiteren Kurs in eine negative Richtung. Seit den 1930er Jahren geht es hier erstmalig wieder so negativ zu. So hat der S&P-500 allein im Jahr 2008 schon rund 40 Prozent Einbußen hinnehmen müssen.

Auch die Verlustankündigungen, die aus dem Toyota-Konzern kommen, bringen dem deutschen Aktienmarkt eine große Belastung. Hier musste der Dax um 1,2 Prozent nachgeben auf nunmehr 4.639 Punkte.

Aus dem Konzern Toyota kommen richtig schlechte Nachrichten vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftskrise. Nach eigenen Informationen befindet sich Toyota in einer absolut beispiellosen Notlage und so rechnet der Konzern erstmalig in seiner Firmengeschicht mit einem Betriebsverlust. Bis Ende März rechnet man im Konzern mit einem dicken Minus, dass sich im Bereich von umgerechnet 1,2 Milliarden Euro bewegen wird. Die Aktien, die von Toyota in den Usa notiert sind, hatten in den letzten Tagen einen Verlust von mehr als fünf Prozent zu verzeichnen.

Auch die Anteilsscheine von General Motors und Ford erlitten Einbrüche und die lagen für GM bei 22 Prozent und für Ford bei zwölf Prozent – obwohl von der Regierung nun doch Hilfen zugesagt wurden.

Nicht zuletzt war es auch die Credit Suisse, die mit ihren Berichten die Talfahrt förderte. Nach Auskunft von Experten sind es die Aktionäre hier, die durch die geplante Autoindustrierettung sehr schlechte Karten haben. So wurde das Kursziel für das Papier von GM auf einen Dollar gesenkt – das ist mehr als ein Viertel des aktuellen Börsenwertes.

Weiterer Verlierer ist bei den Aktien auch die Drogeriekette Walgreen, die einen Kursabschlag von ungefähr vier Prozent zu verzeichnen hatte. Der Gewinn des Unternehmens blieb einfach hinter den Erwartungen zurück.

Mit diesem Ergebnis befand sich die Drogeriekette aber in der Tendenz, die sich für den Einzelhandelsindexwert ergab. Insgesamt waren es vier Prozent Einschnitt, die hier verbüßt werden mussten.

Die Anleger befürchten einfach, dass die Verbraucher der USA im Angesicht der Wirtschaftsaussichten für das Jahr 2009 ihr Geld lieber anders als in Weihnachtsgeschenke anlegen – womit sie wohl auch nicht ganz Unrecht haben. 

Nachdem noch letzten Freitag Tiefstkurse im US-Handel von 1.3825 US-Dollar notiert werden konnten, hat sich der Euro pünktlich zum Wochenbeginn erholt und bei 1,3995 US-Dollar eröffnet. Der US-Dollar steht gegenüber dem Yen auf 89,95. Die allgemeine Situation in den Carry Trades scheint einigermaßen stabilisiert, nachdem der Ausverkauf zum Wochenschluss positiven Einfluss ausüben konnte. EURO/YEN stehen derzeit bei 125,90, Euro-Franken bei 1,5385. Noch letzte Woche einigten sich sowohl Vertreter der amerikanischen als auch der kanadischen Regierung auf finanzielle Hilfspakete für die Automobilindustrie. GM und Chrysler erhielten von der amerikanischen Regierung zu diesem Zweck ganze 17,4 Milliarden, zwar ist das Paket noch nicht hundertprozentig verabschiedet worden, doch weisen alle Anzeichen der US-Wirtschaft darauf hin. Zu dem Paket hat sich jedoch seitens der Regierung auch eine Bedingung gesellt, die von den Autoherstellern zu erfüllen ist. Bis Ende März müssen diese grundlegende Änderungen in ihren Werken und der allgemeinen Firmenphilosophie durchsetzen, um weiterhin wettbewerbsfähig sein zu können. Treten keinerlei Änderungen und Restrukturierungen auf freiwilliger Basis ein, diese beziehen sich Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Schuldner und Anteilseigner, so würde die Regierung das milliardenschwere Hilfspaket einfach zurückfordern, was einem Begräbnis der genannten Autohersteller gleich kommen würde. Auch soll weiterhin Chapter1 des amerikanischen Insolvenzgesetzes als letzte Option im Hinterkopf aller Beteiligter bleiben. Dies stellt die letzte Möglichkeit bei einer Insolvenz dar, die Firma retten zu können. Dabei soll dem Insolvenz beantragenden Unternehmen eine Art von Gnadenfrist eingeräumt werden, innerhalb der zum einen Schutz vor Schuldansprüchen besteht und zum anderen eine Frist, innerhalb derer dem Unternehmen komplett wieder auf die Beine geholfen werden soll. Jedoch nicht von Außen. Die kanadische Regierung verabschiedete ein ähnliches Programm, jedoch in deutlich kleinerem Umfang. Das Hilfspaket dort beträgt etwa 3,4 Milliarden US-Dollar und soll GM wie auch Ford zugute kommen. Ob das wirklich hilft, bleibt weiterhin abzuwarten. Die Internationalen Hilfsprojekte gehen dabei immer weiter, viele Nationen kündigen Hilfen für ihre Wirtschaftssysteme an und die Tendenz geht weiter in Richtung Hilfe. Die allgemeine Gefahr bleibt bei solchen Aktionen auf die Währungssysteme behaftet, denn schier inflationäre Auswirkungen könnten die langfristige Folge sein. 

Der Dollar ist weiterhin sehr schwach gewesen am Donnerstag. Und auch die weltweit präsente Angst vor dem totalen Verlust der US-Wirtschaft hat dem US-Dollar dann am Donnerstag weitere Schwächung gebracht. Am Morgen lag der EUR/USD dann knapp über 1,44. Der USD/JPY erlebte in den letzten Tagen einen dramatischen Verfall und das brachte wiederum große Besorgnis in Japan mit sich. Von offizieller Seite wurden aus Japan dann auch direkt mögliche Interventionen am Devisenmarkt angekündigt.

Die japanische Wirtschaft, die ohnehin derzeit am Boden liegt, erlebt jetzt ein wirkliches Horrorszenario. Aber in der derzeitigen Lage können sich die USA eigentlich nur wünschen, dass ihr Dollar schwach ist und die Banken revidieren darüber hinaus ihre Prognosen für den US-Dollar.

Kann vielleicht sogar ein großer Sell-off an den internationalen Börsen stattfinden?

Die sogenannten forced asset liquidation könnten nämlich die Paarung EUR/USD noch einmal stark ins Abwärts drücken.

Bei der Paarung EUR/CHF nimmt das angekündigte Szenario nun deutliche Gestalt an. Die Paarung erlebte es nämlich am Donnerstag, dass sich nach unten wegsackte. Der Grund liegt in der seit einiger Zeit anhaltenden Stärke des Schweizer Franken gegenüber den US-Dollar. Die Gegenbewegung bei EUR/USD in den Abwärtsbereich könnte den EUR/CHF dann einen Einbruch erleben lassen.

Bei den Zinsen stellt sie in Europa einfach nur eine Frage: Was wagt die Europäische Zentralbank?

So kam es aus der Europäischen Zentralbank schon in die Medien, dass man hier auch wirklich realistische Chancen sähe, den Leitzins unter den Bereich von 2 Prozent absinken zu lassen. Und eine Einschätzung der Europäischen Zentralbank erweist sich derzeit als mehr als schwierig. Die Chancen, dass der Leitzins 2009 dann einen Abfall auf 1,50 Prozent nimmt, sind inzwischen in den Bereich der Realität gelangt und so steht nun der Ifo-Index im Aufmerksamkeitsbereich. Alle Entwicklungen außer einem Absacken wären sehr überraschend und so sollten sich die Auswirkungen auch in Grenzen halten.

Wichtig am Donnerstag war natürlich für den Devisenmarkt auch die Nachricht, dass die Förderkürzungen, die durch die OPEC beschlossen wurden, keinerlei Auswirkungen auf den gewünschten Preisanstieg hatten – sogar im Nichts verpufften. Die Wirkung der größten Ölförderkürzung blieb aus und zudem brach der Ölpreis weiterhin ein – auch jetzt schon unter 40 US-Dollar. Der Verfall zeigt klar, dass sich hier die Angst vor einer potentiellen Depression ausdrückt. 

Bis jetzt konnten die Forex Broker beim Kurs des Euro davon profitieren, dass die Händler vor allem in den letzten Tagen immer wieder betonten, dass das Weihnachtsgeschäft deutlich besser laufen würde, als man gehofft hatte. Offenbar sind die Geschenke den Bundesdeutschen doch mehr Geld wert, als man ihnen zugetraut hatte. Hinzu kommt, dass die Rücknahme der Kürzung bei der Pendlerpauschale vielen Haushalten zusätzliche Einnahmen bescheren dürfte.

Jetzt werden auch aus dem deutschen Einzelhandel die ersten Stimmen laut, die für 2009 einen massiven Einbruch der Umsätze befürchten. Dort sollte man aber nicht gar so schwarz sehen, so die Meinung der Experten. Einerseits machen beim Einzelhandel einen großen die so genannten Waren des täglichen Bedarfs aus, auf die man ohnehin nicht verzichten kann. Auch die Bekleidungshändler sollten keine Befürchtungen haben, denn der Verschleiß wird nicht durch die Auswirkungen der Finanzkrise plötzlich aufhören. Hinzu kommt, dass die Preise für Reparaturdienstleistungen in Deutschland doch relativ hoch sind. Einen Reißverschluss in der Hose wechseln lassen, ist kaum unter sechs Euro möglich, da kauft man sich doch lieber gleich eine Neue.

Bisher haben die positiven Signale aus dem Einzelhandel auch im Forex Trading gewirkt und dem Euro den Rücken gestärkt. Hier sollten die Händler ein wenig aufpassen, dass sie sich nicht durch ihre Schwarzmalerei ein sattes Eigentor schießen, indem sie den noch Kaufwilligen durch ihre negativen Botschaften suggerieren, dass es doch sinnvoller wäre, sein Geld für schlechte Zeiten aufzusparen. Auch dürfte der Handel von dem neuerlichen Betrugsskandal profitieren, in den – wie könnte es anders sein – wieder auch europäische Banken mit hohen Summen verwickelt sind. Das dürfte das Vertrauen der Kunden in die Banken erneut schwächen. 

Der Anfang der Woche könnte für den deutschen Aktienmarkt mit Gewinnen einen guten Start bringen. Die Börse Tokio hat bereits gute Vorgaben geliefert, denn dort legte der Leitindex Nikkei mit mehr als fünf Prozent zu. Und so können schon am Nachmittag des ersten Handelstages der Woche wichtige Konjunkturdaten in bedeutsame Bewegung geraten.

Durch die Kursgewinne von der Wall Street und aus Tokio kann der deutsche Aktienmarkt durch diese positiven Anstöße die Woche deutlich im Plus angehen. In New York hatte die Börse mit Kursgewinnen schließen können, nachdem eine Dotierung bei Handelsende in Europa im Minusbereich gelegen hatte. Im Plus schließen konnte der Dow Jones Index bei 8.629 Punkten mit 0,8 Prozent. Auch der Nasdaq-Composite lag im Plus bei 1.540 Punkten mit 2,2 Prozent.Die gestiegenen Hoffnungen auf das Rettungspaket, das die US-Regierung für die US-Automobilindustrie möglicherweise stellt, konnte die Börse Tokio zulegen, wie Händler beobachteten. Da stieg der Nikkei-Index auf 8.664 Stellen – und das damit um 5,2 Prozent.

Für den Nachmittag des ersten Handelstages der Woche sind es dann die US-Konjunkturdaten, die weitere Impulse einfließen lassen – ganz besonders betrifft das die Zeit vor dem Handelsbeginn der Empire State Index für den Monat Dezember.

Die Siemens-Aktie ist es, die am Montag dann interessant für die Anleger werden könnte. Da sind es milliardenschwere Korruptionsaffären und damit eine Geldstrafe von bis zu einer Milliarde Euro, die in den USA und Deutschland auf den Mischkonzern zukommen könnte. Mit 600 Millionen Euro entfallen allerdings deutlich weniger als bisher angenommen an die Usa. Von Händlern wird die Nachricht als positiv eingeschätzt – der Konzern hatte nämlich bereits eine Milliarde Rückstellungen für diese Zahlungen geleistet.

Auch Continental bleibt im Auge der Händler. Da ist es die geplante Übernahme von Schaeffler, einem Autozulieferer, der den offenen Streit zwischen den beiden Unternehmen entfacht hat. Die Vorwürfe von Continental, sich in Geschäfte einzumischen, wurden seitens Schaeffler massiv zurückgewiesen und selbst die Firmeneigentümerin ist erstaunt über die Behauptungen, die da aus Hannover herübergelangen.

Der Hintergrund dieses Streits, der durch die Kritik von Continental heraufbeschworen wurde, liegt darin begründet, dass Neuverhandlungen mit Banken in Milliardenhöhe zwecks Übernahme von VDO, einer früheren Siemens Tochter, angegangen wurden. Und hier sind auch Börsianer der Ansicht, dass sich Schaeffler mit seinem Verhalten sehr undurchsichtig gibt.

Da sind dann noch Bilfinger Berger, auf die es ein Auge zu haben lohnt. Im Bau- und Dienstleistungskonzern wird nämlich die Auswirkung der globalen Finanzkrise noch nicht gespürt, auch wenn man im Konzern davon ausgeht, von den Auswirkungen natürlich nicht komplett verschont zu werden. Und so zieht der Konzern sein Augenmerk von Großakquisitionen ab und richtet es mehr auf den Dienstleistungsbereich, der das Portfolie dann mit kleineren und gezielten Käufen stärken soll. Das zyklische Baugeschäft ist nicht das Ziel von Bilfinger Berger, um darin zu wachsen. Für Händler wirken diese Aussagen beruhigend und zuverlässig.

Arcandor wird durch die Schuldeingeständnisse seines Chefs im Hinblick auf die Aktien des Handels- und Tourismuskonzerns keine Auswirkungen spüren. Der Chef hatte nämlich eine Teilschuld eingeräumt, die der an der Krise bei Karstadt, einer Kaufhof-Tochter, auf sich nimmt. Aber für Arcandor wurden von ihm die Ziele von 2008 und 2009 als gut beschrieben, auch wenn Analysten von einem schwächeren Ausfall als seitens der Unternehmensleitung angekündigt ausgehen.

Die Krise des Finanzmarktes drückt auch auf die Stimmung der IR-Verantwortlichen, die in Deutschland, der Schweiz und Österreich aktiv sind. Und die starken Turbulenzen, die aktuell über den Aktienmarkt hinweggehen, werden von diesen dann auch als beispiellos schlecht bezeichnet.

Das sind zumindest die Ergebnisse, die sich aus dem sogenannten DIRK-Stimmungsbarometer für den Herbst 2008 ergeben, und das durch die GfK – beauftragt durch den Deutschen Investor Relations Verband – durchgeführt wurde.

Der DIRK-Stimmungsindikator liegt danach nach aktuellen Bewertungen bundesweit bei minus 15 Punkten. Diese Erhebungen wurden beginnend im Jahr 2004 durchgeführt und seither waren die Ergebnisse immer positiv. Noch Anfang 2007 konnte ein historisches Hoch dieser Bewertung verzeichnet werden und das lag – natürlich im positiven Bereich – bei sensationellen 63 Punkten.

Entspannung wird von den IR-Verantworlichen für die kommenden Monate nicht erwartet. Die Einschätzung der Lage in der Zukunft bzw. der Stimmung liegt dann mit einem Minuspunkt unter dem Ergebnis, das die Befragung aus dem Frühjahr 2008 brachte. Und auch das Bild in der Schweiz und in Österreich ist ähnlich negativ geprägt. Insgesamt musst die durchweg positive Einschätzung nun einer neutralen Bewertung weichen.

So sind auch die Unternehmen bedingt durch die Veränderungen, die sich in den Rahmenbedingungen ergeben haben, dazu gezwungen, die Jahresprognosen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung einer Anpassung zu unterziehen.

Leider ist es dazu so, dass Anpassungen nach unten schon starke Kursverluste mit sich bringen. Dagegen sind Abweichungen nach oben nur mit geringer Beeinflussung des Aktienkurses behaftet.

Aber die Prognose ist eben ein wichtiger Teil einer transparenten Berichterstattung. Und die gibt nicht nur die Richtung für die Unternehmen vor. Sie ist auch eine bedeutenden Grundlage für Analysten und Finanzgeber im Hinblick auf ein verlässliches Anlageurteil. Bundesweit ist es tendenziell so, dass rund 86 Prozent aller Unternehmen ihre Prognosen auf Jahressicht abgeben.

Aus Österreich und der Schweiz ist da größere Vorsicht zu verzeichnen, denn hier gaben vor zwei Jahren in Österreich noch rund 80 Prozent der Unternehmen ihre Prognosen ab, während ihre zahl inzwischen auf 65 Prozent gesunken ist. Und in der Schweiz hat sich der Anteil der berichterstattenden Unternehmen von 75 Prozent auf nunmehr 60 Prozent reduziert.

Und weiterhin ist zu verzeichnen, dass sich Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum auch hinsichtlich der Veröffentlichung anderer Kennzahlen inzwischen sehr zurückhaltend zeigen. So sind es dann in Deutschland 45 Prozent der Unternehmen, die eine Prognose abgeben, die dann aber keine weiteren Kennzahlen veröffentlichen. In Österreich sind es 42 Prozent der prognostizierenden Unternehmen, die keine weiteren Kennzahlen nutzen und in der Schweiz  sogar 60 Prozent dieser Unternehmen, die über die Prognose hinaus keine weiteren Kennzahlen stellen. 

Auch den neuesten Daten vom Immobilienmarkt in den USA zu Folge lassen diese indessen weiter keine bemerkenswerte Trendwende erkennen. Die Verkaufszahl bestehender Eigenheime sank im Oktober auf das Jahr hochgerechnet um 3,1 Prozent auf 4,98 Millionen. Im darauf folgenden  September waren es dann schon 5,14 Millionen. Spezialisierte Analytiker hatten lediglich mit einem Rückgang auf 5,00 Millionen Eigenheime gerechnet, aber zur gleichen Zeit verschärfte sich der Preisverfall drastisch. Durchschnittlich kostete ein Haus 183.300 Dollar, etwa 11,3 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Nach Angaben der Maklervereinigung in den Vereinigten Staaten war das der höchste Rückgang seit langer Zeit.

 

Der Euro konnte zum Beginn des europäisch geprägten Devisenhandels am Donnerstagmorgen kräftige Kursgewinne verbuchen. Mit guten Vorgaben aus dem asiatisch geprägten Devisenhandel startete der Euro heute mit 1,3148 Dollar. Damit lag er deutlich über 1,30 Dollar Marke, die die europäische Gemeinschaftswährung am Mittwoch bezwungen hatte. Derzeit profitiert der Euro nach wie vor von den positiven Entwicklungen an den Aktienmärkten. Zur Risikobereitschaft der Investoren trägt außerdem die Hoffnung vieler Marktteilnehmer auf positive Effekte durch weitere Zinssenkungen der Zentralbanken sowie durch die angekündigten neuen Konjunkturprogramme bei. Der Euro zieht gegenwärtig daraus seine Kraft und Stärke gegenüber dem Dollar.

Die amerikanische Währung leidet wiederum unter den immer neuen Rettungsprogrammen für die amerikanische Wirtschaft. Das neueste Rettungsprogramm soll der schwer angeschlagenen Automobilindustrie unter die Arme greifen und zu deren Stabilisierung beitragen. Nachteil der vielen Konjunkturprogramme ist die gefährliche Aufblähung des amerikanischen Haushaltsdefizits. Darin wird auch der Grund gesehen, warum der Japanische Yen momentan nicht gegenüber dem Dollar zurück kommt. Rezession, Entlassungen und die sich weiter verschärfende Kreditkrise haben die amerikanische Wirtschaft in einen Teufelskreis getrieben. Die Arbeitslosenquote ist mit 6,7 Prozent im November so hoch wie seit 1993 nicht mehr. Es wurden über 533.000 Stellen gestrichen und der Abwärtstrend am Arbeitsmarkt ist seit der letzten Rezession von 1973/75 nicht mehr so stark gewesen wie heute. In den nächsten Wochen und Monaten rechnen Arbeitsmarktexperten mit weiteren Entlassungen. Hinzu kommt die besonders bedrohliche Lage auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt, die sich weiter verschlechtert. Dies alles drückt zur Zeit massiv auf den Dollar.

Die Experten erwarten daher an den Forex-Märkten ein Fortsetzen der Euro-Rally. Bis Ende des Jahres werden kaum noch fundamentale Konjunkturdaten erwartet. Am heutigen Donnerstagnachmittag werden die Zahlen der US Handelsbilanz veröffentlicht. Außerdem werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bekannt gegeben. Von diesen Daten erwarten die Marktbeobachter einige Impulse für die Forex-Märkte.

Mit dem Kursanstieg des Euros über die 1,31 Dollar Marke, konnte die europäische Gemeinschaftswährung den technischen Widerstand bei 1,3050 Dollar überwinden. Experten geben das nächste Kursziel für den Euro mit 1,3350 Dollar an. Vor allem Aufgrund der dünner werdenden Liquidität auf den Forex-Märkten, geben die Analysten mögliche Ziele von 1,3550 und bis zum Ende des Jahres sogar von 1,3880 Dollar aus. Sollte der Wechselkurs allerdings unter 1,2880 Dollar fallen, so müssten die prognostizierten Kursziele korrigiert und neu bewertet werden.