Die europäische Gemeinschaftswährung konnte sich im Laufe des asiatisch dominierten Forex-Trades gegenüber dem Dollar und dem Japanischen Yen leicht erholen. Analysten bewerten die leichten Kursgewinne als reine Erholungsbewegung gegenüber der japanischen und der amerikanischen Landeswährung. Der Euro stand in den letzten Tagen unter erhöhtem Abgabedruck. Deshalb seien die gegenwärtigen Kursgewinne nicht zu überbewerten. Auch von einer Trendwende mag niemand zum derzeitigen Zeitpunkt sprechen, da der Handel momentan immer noch sehr dünn ist. Im Moment positionieren sich die Marktteilnehmer auf den Forex-Märkten und warten auf die Leitzinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am morgigen Donnerstag. Der Wert des Euros pendelte heute morgen beim Übergang in den europäisch geprägten Forex-Trade um die 1,33 Dollar Marke. Im frühen Handel notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,3294 Dollar. Der Dollar war 0,7521 Euro wert.
Eine Leitzinssenkung der Zentralbank steht nach Aussagen der meisten Marktbeobachter nichts mehr im Wege. So rechnen viele Analysten und Ökonomen bereits seit Tagen fest mit einer Senkung um mindestens 50 Basispunkte auf 2,00 Prozent, vor allem vor dem Hintergrund der dramatisch gefallenen Konjunktur im Euroraum. Allerdings gab sich die Führung der Europäischen Zentralbank in den letzten Tagen eher bedeckt und verzichtete auf Andeutungen über die mögliche Höhe einer Senkung der Zinsen im europäischen Währungsraum.
Hartnäckig halten sich aber weiterhin die Szenarien am Markt, die nur von einer Senkung von 25 Basispunkte ausgehen. Die Bank of England hatte letzte Woche ihre Leitzinsen auch nur um 50 Basispunkte gesenkt, obwohl die meisten Marktbeobachter von einer Reduktion von 75 Basispunkten ausgingen. Damit behielten sich die britischen Zentralbanker weitere Spielräume nach unten hin offen. Ein ähnliches Vorgehen wird daher auch bei der Entscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag erwartet, zumal eine weitere Leitzinssenkung die Renditemöglichkeiten gegenüber dem Dollar schwächt und der Euro unattraktiver für die Anleger werden könnte.
Im Euroraum stehen heute einige Konjunkturdaten an, die möglicherweise auf die Forex-Märkte Auswirkungen haben. Aus Deutschland wird heute die Jahreswachstumsrate des deutschen Bruttoinlandsprodukts für das Jahr 2008 erwartet. Vor dem Hintergrund der deutlich zurückgegangenen Industrieproduktion der deutschen Wirtschaft, gehen die Analysten davon aus, dass die Schätzung des durchschnittlichen deutschen Wirtschaftswachstums unter die Prognose von 1,4 Prozent fallen könnte. Weiterhin stehen im Verlauf des Tages die Zahlen zur Industrieproduktion im Euroraum an. Experten gehen davon aus, dass diese Konjunkturdaten schlechter als erwartet ausfallen könnten. Sollte dies der Fall sein, würde dies aus fundamentaler Sicht den Dollar stützen und den Euro wieder unter Abgabedruck setzen. Damit könnten die morgendlichen Gewinne aus dem asiatischen dominierten Forex-Trade im Verlauf des Handelstages wieder verloren gehen.
Die genaue Wirtschaftsstimmung in den Staaten der Europäischen Union ist wieder schlechter. So trübte nicht nur das schlechte Wetter die Stimmung der Finanzwelt im Monat November 2008, sondern auch die Stimmung in der Wirtschaft hat nach Angaben der Generaldirektion für Wirtschaft u. Finanzen, die der EU-Kommission zugehörig ist, schon sonnigere Zeiten gesehen. Dabei fließt ein, dass der Sammel-Index, welcher zur genauen Einschätzung der Entwicklung der Wirtschaft in der kompletten Union (EU27) genutzt wird, auf knapp 70 Punkte gesunken ist, nachdem dieser im Oktober des Jahres 2008 noch bei 77,2 Punkten gelegen hatte. Dieses ist damit auch der niedrigste Stand seit Januar 1985 und zeigt leider noch nicht in wieder bessere Zeiten. Zur gleichen Zeit ist der wichtige Index der Eurozone gesunken, nämlich auf knapp 75 Zähler, nachdem dieser im Monat davor bei genau 80,0 Punkten lag. Auch hier wurde ein geschichtlicher Tiefststand seit dem August des Jahres 1993 erreicht. Im Sammel- Index werden Bewertungen von Bauwirtschaft und Industrie erfasst; auch Fakten wie Verbrauchervertrauen, Entwicklungen im Einzelhandel und der allgemeine Verlauf der europäischen Aktienbörsen fließt in den Sammel- Index mit ein.
In Wien liegen nun die Entwicklungen der Ergebnisse der Privatbank SE aus Wien vor, welche an der Börse in Wien notiert ist. Sie wurde vom ersten bis zum dritten Quartal des Jahres 2008 von negativen Wirkungen der Finanzkrise belastet. Das Betriebsergebnis reduzierte sich auf 0,87 Millionen Euro, nach 4,09 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr davor, wie ein Sprecher des Unternehmens in der Wochenmitte ad-hoc mitteilte. Nun sucht man verständlicherweise nach den Ursachen für den starken Ergebniseinbruch. Da wären zum einen die ausbleibenden Kapitalmarktaktivitäten und zum anderen die enorm gestiegenen Aufwendungen aus Wertpapieren und Finanzanlagen. Damit konnte dann auch das Handelsergebnis im Vergleich zu der Vorjahresperiode zwar aufgrund von Währungs- Effekten und Umverteilungen auf knapp -1,0 Millionen nach knapp -2,4 Millionen Euro verändert werden. Und im Weiteren schlug sich auch das Zinsgeschäft positiv in den Büchern nieder. Ein berechneter Überschuss in den Zinsen belief sich dabei auf 2,56 Millionen Euro nach 1,56 Millionen Euro, welches der Steigerung von etwa 60 Prozent gleich kommt. Trotz der festen finanziellen Basis, die das Unternehmen aufwies, wird aber in der Geschäftsführung wegen der Finanzkrise von einer entsprechenden belasteten Gesamtjahresbilanz ausgegangen. Auf alle Aktivitäten gesehen ergab sich demnach ein ersichtlicher Rückgang des Perioden-Überschusses auf genau 0,65 Millionen Euro, welcher auf die drei ersten Quartale fällt (3,03 Millionen Euro). Es ergibt sich weiterhin, dass das Periodenergebnis, berechnet ohne die Fremdanteile dazu gezählt, mit -0,15 Millionen Euro (von Januar bis September 2007 = 2,93 Millionen Euro) schlecht ausfällt. Jedoch muss erwähnt werden, dass die Vergleichbarkeit der entsprechenden Ergebnisse aufgrund von Verkäufen der Immobilien-Dienstleistungsgesellschaften sowie der Immobilien-Managementgesellschaften und nur mit Einschränkungen gegeben ist. Zum Berichtigungstag hin wird sich die Bilanzsumme von 180,12 Millionen Euro zum 31. des Monats Dezember des Jahres 2007 auf 147,97 Millionen Euro verschieben. Wenn man nach den Gründen für diesen Rückgang sucht, kann man ihn besonders durch die verringerten Einlagen der institutionellen Kunden erklären, die in der Mitte 2007 nur für einen kurzen Zeitraum bei der entsprechenden Wiener Privatbank SE veranlagt waren. Rechnet man das noch immer außerordentlich gute Polster im Eigenkapital-Bereich in der Höhe von knapp 51,55 Millionen Euro (und exklusive Minderheiten), die Eigenkapitalquote von genau 35 Prozent und die ausgesprochen im Spitzenbereich liegende Kernkapital-Quote von knapp 66 Prozent dazu, so gilt die Wiener Privatbank SE auch in dem eher schwierigeren Umfeld als sehr gut gerüstet.
Eine der Ursachen ist mit Sicherheit in den Gegensätzen bei den Fortschritten der amerikanischen und europäischen Regierungen hinsichtlich einer wirtschaftlichen Stabilisierung der Automobilwirtschaft zu suchen. Während die Amerikaner blitzschnell entschieden haben, einen Teil des Hilfspaketes für die Banken dorthin zu schieben, lässt die deutsche Regierung ihre Wirtschaft nach wie vor zappeln und hat ihre endgültige Entscheidung erneut um eine Woche vertagt.
Hinzu kommt, dass vor allem die Finanzen der Bundesregierung jetzt zusätzlich durch die einst zur Förderung der Wirtschaft eingeführten Hermes Bürgschaften leiden. Weltweit kommt es zu Firmen- und Bankencrashs und daraus resultierend zum Ausfall von Zahlungen ausländischer Unternehmen an deutsche Lieferanten, die zu einem erheblichen Teil über die Hermes Bürgschaften aufgefangen werden müssen. Das heißt, dass der deutsche Staat auf Grund der weltweiten Krise gleich doppelt belastet ist. Er muss seiner eigenen kränkelnden Wirtschaft unter die Arme greifen und gleichzeitig ausländische Verluste mit auffangen, um seine Wirtschaft durch die Zahlungsausfälle nicht noch zusätzlich zu belasten. Otto Fricke, der den Haushaltsausschuss des Bundestages anführt, sprach in einem Zeitungsinterview von einem Bürgschaftsvolumen von mehr als 100 Milliarden Euro allein für das Jahr 2009.
Inzwischen rotieren die Druckwalzen der Presse mit einer neuen Hiobsbotschaft für den Euro. In Italien sollen einige Banken die Kommunen dazu gebracht haben, ihre für Investitionen gebildeten Rücklagen in spekulative Geschäfte zu stecken. Dort wird von Verlusten in zweistelliger Milliardenhöhe gesprochen. Diese Gelder hätten spätestens im Frühjahr einen Impuls für den Arbeitsmarkt bringen können, wenn sie in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt worden wären.
All diese Faktoren sind ein kräftiger Hemmschuh für den Euro im Forex Trading. Einen weiteren stellt Petrus dazu. Die kräftigen Minustemperaturen und Schneemengen sorgen für einen Stopp im Bauwesen. Weder im Straßenbau noch im Hochbau kann unter diesen Bedingungen gearbeitet werden. Auch die Speditionen, Unternehmen der Personenbeförderung, der Handel und die Versicherungen müssen auf Grund dieser extremen Lage mit zusätzlichen wirtschaftlichen Belastungen rechnen, die dem Euro im Forex Trading in den nächsten wie ein Klotz am Bein kleben werden.
Gerade das 1. Quartal 2009 kann für Anleger gute Chancen im Devisenmarkt mit sich bringen. Die liegen allein schon in der Tatsache, dass der künftige US-Präsident Barack Obama am 20. Januar 2009 in sein Amt eingeführt wird. Dass sich in dem Zusammenhang neue Entwicklungen im Bereich der Konjunkturpakete ergeben werden, die dann für die US-Wirtschaft geschnürt werden, ist für Experten schon eine Selbstverständlichkeit. Da wird auch schon gemunkelt, dass die USA ihre Erholung aus der Rezession früher als bisher von Experten erwartet antreten werden. Wenn sich aber genau diese Entwicklung einstellen wird, dann wäre die wohl gefolgt von einem deutlichen Anstieg des US-Dollar gegenüber den Währungen Euro und Japanischer Yen – und das möglicherweise schon im ersten Quartal 2009.
Schon in der ersten Woche des neuen Jahre erlebte der US-Dollar einen Anstieg, der teilweise bis auf 130 Punkte hinauf reichte. Das könnte an den positiven Wirtschaftsnachrichten liegen, die schon im Vorfeld der Amtseinführung von Barack Obama ihre Kreise ziehen. Während in den letzten Monaten der US-Dollar gelegentlich auch einen Aufwärtstrend verzeichnete, konnte er sich allerdings in den letzten Wochen kaum stabilisieren.
Die Investoren am Markt zeigten sich insgesamt sehr unschlüssig in ihren Entscheidungen aufgrund der Entwicklungen, die das Kurspaar EUR/USD künftig nehmen könnte. Die Marke 1,3987, die am Silvestertag erreicht wurde, wird als möglicher Richtwert mit in das neue Jahr genommen. Allerdings fragen sich die Marktteilnehmer weiterhin – berechtigt – welche Entwicklungen der US-Dollar allein schon aufgrund der legendär niedrigen Zinsraten nimmt und zeigen sich bisher somit eher zögerlich gegenüber dem US-Dollar.
Durch die letzte Leitzinssenkung, die in den USA schließlich den Zinssatz von 0,25 Prozent brachte und die durch Reduzierungen in dem Eurobereich, in Großbritannien und in verschiedenen anderen Nationen nachfolgend Reduzierungen der Zinssätze brachte, verhalf dem Dollar zu einer leichten Stabilisierung. Insgesamt nutzten aber alle von der Finanzkrise betroffenen Staaten dieses finanzpolitische Werkzeug, um die gröbsten Auswirkungen der Krise abzufangen.
Von Experten werden unterschiedliche Prognosen für die Entwicklungen des Pfund Sterling gegeben. Während die einen eine Stabilisierung im Bereich 1,45 zum US-Dollar sehen, behaupten andere, dass ein Level bei 1,38 nicht auszuschließen sei. Und gerade Großbritannien erlebte den weltweiten Konjunkturabschwung hautnah und sehr empfindlich. Noch vor wenigen Monaten war das Kurspaar GBP/USD bei 1,95 gehandelt. Das Britische Pfund war aber gegenüber dem US-Dollar zu dieser Zeit offenbar überbewertet und auch der US-Dollar erlebte eine Bewertung, die über seinem tatsächlichen damaligen Niveau lag. Die heftigen Auswirkungen der Rezession taten ihr übriges und so stürzte das Währungspaar innerhalb eines recht kurzen Zeitraumes heftig ab.
Jetzt wartet die Welt – und insbesondere die Devisenwelt – auf die Amtseinführung des neuen Präsidenten Barack Obama. Und diese Erwartungshaltung zieht schon ihre positiven Kreise. Weiterhin kehren auch die großen Händler an den Markt zurück und beeinflussen das Geschehen hier wieder außerordentlich. Die Wirtschaftsdaten aus den USA tun ihr übriges und bringen große Bewegung in die Entwicklung der Währungen.
Wer jetzt gut beobachtet und diese Aufmerksamkeit auch regelmäßig auf den US-Markt und dessen konjunkturpolitische Entscheidungen richtet, kann am Devisenmarkt richtig gute Chancen erleben und ausbauen.
Wird das als katastrophal prognostizierte Jahr 2009 vielleicht doch nicht ganz so negativ ausfallen, wie uns bisher immer vorschwebte?
Ein feuchtfröhliches neues Jahr an alle Forexhändler, ob alte Hasen oder Neuspekulanten oder gar die, die es noch werden wollen und viel Erfolg bei den Investitionen des kommenden Jahres! Das Jahr 2008 ist vorüber, Sternstunden und finanzielle Tiefpunkte, eine Wirtschaftskrise, wie seit den 20er Jahren nicht mehr und das Ende einer Ära voller Misswirtschaft im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Das Jahr 2009 startet ganz weit unten, jedoch mit gereckten Hälsen.
Ein kleines Hoch gab es zum Anfang des Jahres (welches auf dem Forexmarkt ja erst verspätet am 2.1. anfängt) schon bei den Rohstoffen. Das Rohöl konnte sich zum Neujahrsbeginn erst einmal wieder erholen. So endete es unter der 40$ Marke, liegt mittlerweile jedoch im oberen 40$-Bereich. Der aktuelle Wert des Barrel Rohöl liegt bei 46,01$. Somit ist das Rohöl im Gegensatz zum Jahresende um gut 10$ im Wert gestiegen. Ein positiver Auftakt, vielleicht ist das sogar das Zeichen dafür, dass es auch in der globalen Wirtschaft endlich wieder bergauf gehen soll.
Angesichts der positiven Wirtschaftsnachrichten für den Amtsantritt des 44. Präsidenten der vereinigten Staaten, Barrack Obama, konnte auch der Dollar heute ein wenig Plus verzeichnen. Er stieg seit heute Morgen um fast 130 Punkte an. Derzeit wird er gegenüber dem Euro bei 1,3889 gehandelt. Zum Ende des Jahres lag dieses Paar bei 1,3987. Dieser Wert ist der aktuelleRichtwert für das neue Jahr. Lange Zeit konnte der US-Dollar sich gegen den Euro behaupten und erst gegen Ende des Jahres erstarkte der Euro wieder. Ein Großteil der Spekulanten ist zweifellos immernoch unschlüssig, was dieses Wertepaar angeht, da es durchaus möglich ist, dass sowohl der Euro, als auch der US-Dollar an Kraft gewinnt. Interessant wird das Ganze erstrecht durch die niedrigen Leitzinswerte weltweit. Erst im Dezember 08 senkte die USA ihren Leitzins auf 0,25% als Antwort auf die vielen anderen Leitzinssenkungen in der Europazone.
Es bleibt abzuwarten, welche seiner Versprechungen der neue US-Präsident Barrack Obama wahr machen wird, welchen er mehr und welchen er weniger Aufmerksamkeit schenkt.
Wenn das Jahr 2008 abgeschlossen ist, dann kann gesagt werden, dass es eines der schlechtesten Aktienjahre der Vergangenheit war. Kursverluste bis zu 97 Prozent bei einzelnen Aktienmärkten im lokalen Bereich waren nicht ungewöhnlich und so ist 2008 ein echt schwaches Aktienjahr gewesen.
In Island ergab sich da wohl schon fast der Super-GAU, wobei sich das gesamte Land in einem vermeintlichen Boom bis zur Mitte des vergangenen Jahres sehr wohlfühlte. Dann schlug die Kreditkrise zu und zeigte sich dann sehr negativ für die unhaltbar starke Verschuldung. Boomte zuvor die Börse Islands noch, bracht sie jetzt zusammen, denn die Landeswährung erlebte dramatische Wertverluste, so dass sie inzwischen kaum noch zu handeln ist. Die Realwirtschaft befindet sich in einem tiefen Loch, das sich aus der schlechten Bonität der Banken und Konsumenten sowie auch des Staates ergibt.
Die Schrumpfung des Bruttoinlandsproduktes lag bei 3,4 Prozent und die Inflationsrate des Landes lag im Dezember bei sensationell schlechten 18,1 Prozent. Ein Leistungsdefizit wurde im dritten Quartal bei 109 Milliarden Kronen der Landeswährung oder aber bei rund 18 Prozent des Bruttoinlandsproduktes festgelegt. Allein zum Ende des Jahres 2007 lagen die Schulden der drei verstaatlichten Großbanken Irlands beim Zehnfachen des Sozialproduktes, das das gesamte Land erwirtschaftete.
Der Großteil der entstandenen Schulden entstand aus Mitteln, die aus dem Ausland aufgenommen wurden. Bereits im Jahr 2006 bzw. zu dessen Ende lagen die Auslandsschulden für Irland im Vergleich zum Sozialprodukt bei 240 Prozent.
Worauf ist diese wirklich grottenschlechte Entwicklung eigentlich zurückzuführen?
Experten sagen, dass diese negative Entwicklung durch schlecht implementierte und fehlgeleitete Liberalisierung entstanden ist, da die erzielbaren Erträge nicht im richtigen Verhältnis zum verbundenen Risiko standen.
Genau diese Entwicklung haben wir schon einmal beobachten können. Das war, als der Eiserne Vorhang in Mittel- und Osteuropa gefallen ist. Da sind dann die Verhältnisse in den gesamten baltischen Republiken und auch in der Ukraine, in Bulgarien und auch auf dem Balkan dann absolut aus dem Ruder gelaufen. Sogar in Russland war es der Preisboom, der für lange Zeit die wirklich schlechte Wirtschaftsstruktur überdeckte. Da war es dann die Wirtschaftskrise, die eine Korrektur auslöste und die Schwächen offen legte und gleichzeitig auch die Währungsreserven aufzehren ließ.
Wen wundert es da noch, dass die Börsen dieser Regionen dann in den letzten Monaten des Jahres 2008 die schwächsten weltweit waren, nachdem sie vorher scheinbar eine Verlauf nach oben hatten. Die Nischenmärkte in Tunis, Venezuela, Slowakien und auch in Japan verzeichneten aus der Sicht Europas die geringsten Kursgewinne.
Die Märkte in Tunis, Venezuela und Slowakien waren durch ihre Enge und die politischen Bedingungen ohnehin nur für wirklich risikofreudige Anleger eine sinnvolle Sache. Aber in Japan konnten europäische Anleger immerhin von Währungseffekten ihre Profite ziehen.
Der Yen holte in den Vergangen Monaten einen guten Teil seiner Unterbewertung gegenüber dem Euro auf und so liegt das Minus des Nikkei in Euro dann lediglich bei 26 Prozent. Der Index in der lokalen Währung erlitt aber im Jahr 2008 Verluste im Höhe von 42 Prozent.
Auf diese derzeit oft gestellte Frage existiert kaum eine richtige Antwort. Man könnte also sagen, einsteigen und abwarten. Gegenwärtig sind die Verhältnisse in fast allen großen Wirtschaftssystemen sehr ungeklärt und es wird noch eine geraume Zeit dauern, bis sich diese Verhältnisse wieder einigermaßen klären werden. Was soll aber nun der interessierte Anleger tun, wenn er sich nicht traut, dem Devisenhandel aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnisse beizutreten. Soll er abwarten oder einsteigen? Tatsächlich könnten beide Antworten die richtige Antwort in sich bergen. Denn, beim Forex spielt es keine Rolle, ob die Kurse derzeit nach unten purzeln oder schnell in die Höhe schießen. Im Gegensatz zu den Gegebenheiten an der Börse, können hier in beiden Richtungen Gewinne erzielt werden. Bei der Börse ist das nur bei einem steigenden Kurs möglich, beim Devisenhandel müssen sich die Kurse lediglich bewegen, damit eine Gewinnmöglichkeit für die Anleger entsteht. Aus diesem Grund könnten vorsichtige Anleger ebenso vorsichtig dem Devisenhandel beitreten und auf ganz deutliche Signale warten, bevor sie große Investitionen tätigen. Auf der sicheren Seite befinden sich diejenigen, welche sich nach den Trends richten und dabei nicht zu gierig werden. Trends bergen immer Gewinnmöglichkeiten wobei das Verlustrisiko relativ gering ist. Bleibt man bei den Trends, sind also wenigstens kleine und stetige Gewinne möglich. Riskant wäre es, auf wenig eindeutige Signale aufgrund persönlicher Überzeugung zu hören und dabei viel Geld zu verlieren.
Zusammenfassen ist ein Einstieg in die Welt des Devisenhandels jederzeit mit Gewinnmöglichkeiten verbunden, doch der Markt bewegt und ändert sich schnellt, Übung und fundiertes Allgemeinwissen sollten zur Grundlage werden, Vorsicht zum ständigen Begleiter, auf diese Weise ist es möglich, Gewinne bei kleinem Risiko zu erhalten. Aber immer sollte man auf eines hören, auf die Signale und Trends des Forex, die schon manch einen, wenn auch nicht in den ultimativen Reichtum, so doch zu einer ansehnliche Gewinnsumme geführt haben.
Über die Bank Lehman Brothers, hat man ja nun bereits einiges gehört. Gegen die Frankfurter Sparkasse wurde Anklage erhoben durch ein Rentnerehepaar die über ihre Hausbank Zertifikate von Lehman Brothers bezogen hatte. Diese wurde allerdings abgewiesen. Bei der Anklage lag es an den Anklägern, denn diese mussten Beweise erbringen, dass ihr Beratungsgespräch nicht korrekt verlaufen sei. Natürlich ist hier noch nicht das letzte Wort gesprochen denn das Ehepaar wird mit ihrem Anwalt in Berufung gehen. Bereits 2006 wurden diese Zertifikate ausgehändigt welche den damaligen Wert von 12.000 Euro hatten. Als dann die Bank nun Insolvenz angemeldet hatte waren diese Zertifikate natürlich wertlos. Lehman Brothers waren durch die Finanzkrise in die Pleite gerast. Viele Zertifikate und Aktien sind ja durchaus versichert, dies geschieht durch eine Einlagensicherung aber die Lehman Brothers Zertifikate waren hierdurch nicht geschützt. Wenn man sich alles rund um die Lehman Brothers Bank nun ansieht inklusive dem Verfahren der Insolvenz kann man weder von Lehman Brothers als auch von den Tochtergesellschaften erwarten das in absehbarer Zeit irgendeine Art von Rückzahlung erreicht werden kann. Der Richter begründete seine Abweisung der Klage damit das niemand hätte voraussehen können was mit Lehman Brothers geschehen würde, auch nicht der Berater welcher zu den Zertifikaten geraten hatte und auch den Vertrag unterschrieben hatte. Geschädigte durch die Lehman Brothers können jedoch noch Hoffnung haben, denn es sind hier immer die Einzelfälle die wirklich zählen. Ein Urteil wir in Sache Lehman Brothers sicherlich nicht wie das andere sein. Dies sagen auch diverse Anwälte und auch Anlegerschützer. Jedoch scheint die Frankfurter Sparkasse sehr vielen Kunden die Zertifikate der Lehman Brothers Bank gegeben zu haben. Es gibt aber zwei Banken die den Verkauf von Zertifikate von Lehman Brothers angeführt haben. Zum einen die bereits benannte Frankfurter Sparkasse, aber auch die Hamburger Sparkasse. Die Berliner Sparkasse hatte mit den Lehman Brothers weniger zu tun und wird somit nun auch mit keiner Klage rechnen müssen. Jedoch müssen sich sowohl die Dresdner Bank als auch die Citibank warm einpacken denn auch sie haben binnen der letzten 2 Jahre diese Zertifikate ausgegeben. Auch hier gingen nicht gerade wenige Lehman Brother Papiere über den Tisch. Auch hier hatten Mitarbeiter der Banken zugesagt und erklärt, dass diese Zertifikate mehr als nur sicher seihen. Demnach wurden auch hier die Klienten nicht über Risiken aufgeklärt. Dies prangern nun auch Verbraucherzentralen öffentlich an. Ganz viele der Geschädigten sind ältere Menschen die auf das vertraut haben, was ihnen ihr Berater gesagt und auch versprochen hat. Einer der klagenden Klienten ist ein 99 jähriger Herr, dieser hatte beide Kriege überlebt nun aber dank der Frankfurter Sparkasse sein Notgroschen von 28.000 Euro verloren. Auch wurden einige der Geschädigten nicht darauf hingewiesen, das es für die Lehman Brothers keinerlei Sicherung gäbe, dies ist aber eine Tatsache die ein Bankberater erwähnen muss, dazu ist er verpflichtet. Ein Anwalt welcher fast 200 Klienten vertritt, versucht derzeit einen Vergleich mit denn Banken anzustreben. Das Problem auch hier ist ganz klar, so dass der Ankläger beweisen muss, dass der Bankberater ihm nicht alle Risiken aufgezählt hat.
Immer wieder wird gesagt, dass die Banken für die Finanzkrise die volle Schuld tragen. Bis jetzt wurden ca. $ 1,4 Milliarden abgeschrieben, nun werden jedoch Stimmen laut das dieses Geld zu den Banken zurückgegangen sein soll und das der Steuerzahler nun dieses Geld ausgleichen soll. Ob das nun wirklich stimmt ist mehr als nur zweifelhaft, es wird durchaus auch gemunkelt, dass die Politiker einfach nur versuchen, den Mist den sie gebaut haben unter den Tisch fallen zu lassen. So kann es ihnen ja nur recht sein das derzeit alle auf die Banken einschlagen, obwohl es am Ende vielleicht gar nicht deren Fehler war. Diese fast ausschließlich in den Finanzen zu findende Krise basiert auf dem Verlust von vielen Hypotheken aus den USA. Als die Werte der Immobilien in den USA ansteigend waren wollten sich die Amerikaner den Überschuss oder aber auch Mehrwert auszahlen lassen so dass wenn ein Haus $ 600 000 früher wert war und jetzt $ 700 000 dann bekamen sie $ 100 000 ausbezahlt. Dies ging natürlich auch nur so lange, wie die Zinsen auf dieses Geld auch wirklich stabil blieben. Da in den USA aber kaum jemand einen festen Zinssatz hat, im Gegenteil die meisten sind frei variable, so dass als die Zinsen dann von ihrem Tiefpunkt wieder nach oben stiegen, diese Zinsen niemand mehr zahlen konnte. Wenn man bei fünfhunderttausend Dollar den Prozentsatz von drei erhebt sind das satte 1250 US – Dollar im Monat. Bei 5 % sind das bereits 2100 USD. Dieser Zinssatz ist für Deutschland völlig normal nur hatten viele Hausbesitzer in den USA nicht daran gedacht was geschieht wenn diese Situation eintrifft. Es stellt sich die frage warum die Banken ihre Kredite an Menschen gegeben haben, die vielleicht einen höheren Zinssatz, mit dem ein Banker ja rechnen muss, nicht bewältigen kann. Auch warum es Wertsteigerungskredite überhaupt gibt und ob die Menschen nicht ordnungsgemäß über das Risiko einer Anhebung der Zinsen aufgeklärt wurden. Kaum eine staatliche Bank hat einen solchen Kredit vergeben, es waren halbstaatliche Banken und dies waren meist Banken wie Freddy Mac und Fannie Mae. Beide haben erst durch Clinton und seine Regierung einen öffentlichen Auftrag erhalten. Dieser Auftrag lautete das eigentlich jeder Amerikaner das Recht haben müsse ein eigenes Haus zu haben. Dies ist auch der Grund warum Kredite an Menschen gegeben wurden die vielleicht nicht ganz das Geld dazu hatten. Wäre dies denn auch bei privaten Banken geschehen oder hätte man da schon nach der Bonität des Klienten geschaut? Wahrscheinlich nicht, denn private Banken haben sehr hohe Anforderungen an ihre Klienten denen sie Geld leihen. Dies ist kein leichtes Unterfangen. Leichter ist es bei den normalen Kassen wie Volksbank, Sparkasse und CO. Im Prinzip wurden alle Kredite die vergeben wurden aus welchem Grund auch immer zu 90 % von halbstaatlichen Banken ausgegeben. Die bereits benannte Wertsteigerung befand sich eigentlich nur auf dem Papier nicht aber in dem Objekt selber. Manchmal konnte diese Wertsteigerung jedoch auch bei einem Verkauf erzielt werden, dies geschah wenn Angebot und Nachfrage sich demnach danach orientiert hatten.
Am 1. Januar 1999 stellten in Europa alle Bankhäuser ihre Bücher und Konten auf die europäische Gemeinschaftswährung um. Seither sind die Wechselkurse gegenüber den Währungen der Mitgliedsländer festgeschrieben. Am 1. Januar 2009 wird der Euro zehn Jahre alt. Seit seiner Einführung musste die Währung schon so einige Krisen und Abschwünge überstehen. Doch seine Stärke ist bisher ungebrochen.
Dabei hatte die europäische Gemeinschaftswährung wahrlich keinen leichten Start. Von Anfang an bezweifelten viele Kritiker, dass der Euro auch nur den ersten Abschwung überleben würde. Ihm wurde unterstellt, dass bei einer schlechten Wirtschaftsentwicklung die meisten Länder aus dem Währungsverband ausscheren würden. Experten sagten den Zusammenbruch der Eurozone nach fünf bis fünfzehn Jahren voraus.
Bis heute musste die europäische Gemeinschaftswährung so manche Abschwünge und Krisen bewältigen. Und heute, in Zeiten in denen die globale Wirtschaft auf eine Rezession zusteuert, die noch größer sein wird, als die große Depression Ende der Zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts, stellt sich die europäische Gemeinschaftswährung als größter Vorteil für die Mitgliedsländer heraus. Daher sind sich heute die Experten einig: Der Euro hat für Stabilität und Ruhe im europäischen Wirtschaftsraum gesorgt. Der Euro hat sich auch in der Krise bewährt.
Derzeit müssen etwa 1,40 Dollar für den Euro bezahlt werden. Und mit 0,94 Pence hat der Euro fast die Parität zum Britischen Pfund Sterling seit Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung erreicht. Auch im Euro-Skeptiker-Land Großbritannien werden die Stimmen nach einem Beitritt zum Euroraum lauter. Immer mehr Analysten, Politiker und Ökonomen denken laut über einen Paradigmenwechsel nach.
Mit der heutigen Stärke des Euros hatte bei dessen Einführung kaum jemand gerechnet. Südeuropäische Länder wie Italien und Spanien hatten sich in der Vergangenheit daran gewöhnt, dass vor allem in schlechten Zeiten der Kurs der guten alten D-Mark stieg. Im Gegenzug verloren italienische Lira und spanische Pesos an Wert. Doch die betroffenen Länder konnten durch die Abwertung ihrer Währungen ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit im Ausland deutlich steigern. Das Nachsehen hatte Deutschland, dessen stark exportorientierte Wirtschaft unter hohen Wechselkursen zu leiden hatte.
Abhilfe schaffte die europäische Gemeinschaftswährung. Denn nun waren die Wechselkurse für alle Euro-Teilnehmer gleich. Ungleichgewichte, wie sie in der Vergangenheit oft vorkamen, konnten langfristig abgebaut werden. Starke inflationäre Tendenzen durch das Anwerfen der Notenbankpresse konnte mit Hilfe der gemeinsame Währung effektiv verhindert werden.
Auch in Zeiten der schweren Krise, wie sie sich gegenwärtig abzeichnet, denkt keines der Euro-Teilnehmerländer auch nur darüber nach, ob die Krise ohne die Gemeinschaftswährung besser zu bewältigen wäre. Sorgenvoll richtet sich der Blick nach Dänemark oder Ungarn, deren Regierung verzweifelt versuchen, ihre Landeswährung zu stützen. Das Königreich Dänemark musste sogar mitten in der Krise die Leitzinsen anheben, damit die dänische Krone nicht ins bodenlose stürzte. Während alle großen und mittleren Industrienationen weltweit ihre Leitzinsen senkten, mussten die Dänen das Niveau auf 3,75 Prozent erhöhen. Vor dem Hintergrund der globalen Rezession liegt das dänische Leitzinsniveau viel höher, als es für die Wirtschaft derzeit verträglich ist. Viele Investoren sind bereits verunsichert und ziehen ihr Kapital aus den kleinen eigenständigen europäischen Währungen ab und legen es lieber im Euro an. Neben dem Dollar und dem Japanischen Yen hat sich der Euro in den vergangenen zehn Jahren zu einem weiteren sicheren Hafen für die Investoren entwickelt.
Euro-Skeptiker sagten vor Einführung der Gemeinschaftswährung voraus, dass sich die einzelnen Länder bei einer schlechten wirtschaftlichen Entwicklung schnell aus der Währungsunion verabschieden würden. Anschließend würden sie die nationalen Bankensysteme und Volkswirtschaften mit Finanzspritzen der eigenen Währung versorgen, um sie zu stabilisieren. Doch bislang ist genau das Gegenteil eingetreten.
Die Europäische Zentralbank tat viel dafür, dass es nie soweit gekommen ist. Als im letzten Jahr die Banken aufhörten sich gegenseitig Geld zu leihen und damit eine globale Bankenkrise auslösten, stellte die Europäische Zentralbank liquide Mittel in fast unbegrenzter Höhe zu Verfügung. In kleinen europäischen Ländern, die der europäischen Währungsunion nicht angehören, sind die staatlichen Nationalbanken dazu kaum in der Lage. Sie können nicht längerfristig als Kreditgeber einspringen. Ihre Rolle im globalen Währungsgefüge ist nur noch von untergeordneter Natur. Die meisten Bankverbindlichkeiten lauten ohnehin nur noch auf Euro.
In Zeiten eines funktionierenden Geldmarktes stellt dieser Zustand kein Problem für die Volkswirtschaften dar. Die Zentralbanken können sich jederzeit mit der europäischen Gemeinschaftswährung eindecken und entsprechende Devisenreserven anlegen. Jedoch während einer Finanzkrise, wie wir sie gegenwärtig erleben, haben sich die Marktbedingungen und politische Auflagen drastisch verändert – zu Ungunsten der Nicht-Euro-Teilnehmerländer. Vor allem in Zeiten der Krise wird manch einem Politiker und Marktteilnehmer erst bewusst, wie nützlich der Stabilitätspakt der Euro-Teilnehmerländer ist und welch großen Vorteil die Länder der Eurozone von ihrer Gemeinschaftswährung haben.
Am 1. Januar 2009 wird der Euro zehn Jahre alt – und steht unmittelbar vor seiner größten Herausforderung. Um die Stabilität der europäischen Gemeinschaftswährung zu garantieren, haben die Teilnehmerländer verbindliche Stabilitätskriterien vereinbart. Einer der wichtigsten Punkte ist, dass die Neuverschuldung das Haushaltsdefizit nicht mehr als drei Prozent betragen darf. Die globale Wirtschaft steuert jedoch auf eine der größten Wirtschaftskrisen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs zu. Angesichts der immer neuen Überlegungen zu Konjunktur- und Rettungspaketen, steigt auch die Neuverschuldung in den Euro-Teilnehmerländern dramatisch an. Um die Stabilitätskriterien scheint sich kaum mehr einer der wichtigen Entscheider in Politik und Wirtschaft Sorgen zu machen.
Laut dem EG-Vertrag ist es der Europäischen Zentralbank untersagt, Ländern noch Kredit zu gewähren, die zahlungsunfähig geworden sind. Deshalb bleibt den Zentralbanker nichts anderes übrig, als zumindest kurzfristig über diese gefährliche Entwicklung hinweg zusehen. Da mag es vielleicht ein wenig beruhigen, dass die Regierungs- und Staatschef nicht mehr auf „altbewährte“ Mittel zurückgreifen können. Die Kompetenz über die Notenpresse haben sie nämlich mit der Teilnahme an der Währungsunion an die Europäische Zentralbank abgetreten.
Laut Ökonomen und Wirtschaftsexperten steht dem Euro die bisher härteste Bewährungsprobe noch bevor. Zur Zeit sind die meisten Unternehmen noch ganz gut gegenüber der Krise aufgestellt, mit Ausnahme der Bankenbranche, der Automobilindustrie und deren direkte Zuliefererbetriebe. Doch der große wirtschaftliche Einbruch wird erst im kommenden Jahr vorhergesagt. Für die Eurozone wird ein wirtschaftlicher Rückgang von zwei bis drei Prozent prognostiziert. Daher vermuten Analysten, dass der Aufstieg des Euros nicht mehr lange anhalten wird. Marktbeobachter halten den Euro immer noch für stark überbewertet, obwohl er nach seinem Höhenflug auf über 1,47 Dollar wieder unter die 1,40 Dollar Marke gefallen ist. Einige Experten sehen aufgrund der großen konjunkturellen Enttäuschungen in den USA, dass das zukünftige Enttäuschungspotenzial für die Eurozone im kommenden Jahr viel höher ist, als in den Vereinigten Staaten. Von daher gehen viele Analysten davon aus, dass die Europäische Zentralbank im ersten Quartal des kommenden Jahres eine Leitzinssenkung unter 2,00 Prozent vornehmen könnte. Damit würde sie den Vorgaben aus Amerika und Japan folgen, deren Leitzinsniveau gegen Null tendiert. Profitieren könnte davon vor allem die amerikanische Währung, die durch die bislang immer wieder enttäuschend ausgefallenen Konjunkturdaten bereits arg gebeutelt wurde.
Insofern wird der 1. Januar 2009 nicht nur ein fröhlicher Geburtstag werden, sondern auch der Beginn der größten Herausforderung, die der Euro bisher bewältigen musste.

