Die wichtigsten Währungen am weltweiten Devisenmarkt

Insgesamt ist der Euro am weltweiten Finanzmarkt als recht neue Währung stark beteiligt und folgt dem US-Dollar an der Spitze der gehandelten Währungen – zwar mit Abstand – direkt. Der Devisenhandel mit dem An- und Verkauf von ausländisches gegen inländisches Buchgeld oder auch gegen andere Devisen, zum Beispiel Bankguthaben, Wechsel oder Schecks, jedoch nicht Banknoten oder Münzen – auch als sogenannte Sorten bekannt – ist weltweit vom US-Dollar angeführt. Aber direkt nach dem US-Dollar, der rund 44,4 Prozent der weltweit gehandelten Devisen ausmacht, folgt direkt der Euro, der 18,6 Prozent Marktanteil im Devisenhandel für sich verzeichnen kann. Gefolgt sind die Währungen dann vom japanischen Yen, der rund 10,6 Prozent Marktanteil für sich verzeichnen kann. Das Pfund Sterling kann nur noch mit 8,5 Prozent Marktanteil für sich punkten, während die Schweizer Franken dann schon deutlich abfallenden Einfluss nehmen und nur noch mit 3,1 Prozent Marktanteil am Devisenmarkt vertreten sind. Der Kanadische Dollar folgt schließlich mit 2,8 Prozent Marktanteil und der Australische Dollar hält nur noch 2,1 Prozent der gehandelten Devisen. 10,3 Prozent des Marktanteils fallen auf übrige Währungen, die aufgrund ihres teilweise recht kleinen Anteils nicht mehr einzeln aufgelistet werden. Der Euro ist also insgesamt mit die führende Währung am aktuellen Devisenmarkt. Unterschieden wird übrigens zwischen Devisenkassahandel, der dann zur umgehenden Erfüllung von Tauschgeschäften führt, und dem sogenannten Devisenterminalhandel, der einen Wechselkurs beim Geschäftsabschluss festlegt, dessen eigentliche Abwicklung des Geschäftsabschlusses jedoch in der Zukunft erst erfolgt. Regelmäßige Ermittlungen erfolgen durch die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in regelmäßigen Abständen und so werden die Umsätze der weltweiten Devisenmärkte, sowohl vom Kassa- als auch vom Terminmarkt, stetig erfasst. Hochrechnungen aus der Vergangenheit ergeben einen durchschnittlichen Umsatz von rund 840 Milliarden US-Dollar, der allerdings in den unterschiedlichen Jahren auch sehr unterschiedlich ausfällt und so nur ein Ca-Wert ist, was dann im Hinblick auf die Verteilung auf die einzelnen Devisen den gesamten Jahresumsatz auf dem Devisenmarkt verdeutlicht. Auch wenn zuweilen Kritik aufkommt, dass dieser Hintergrund des führenden US-Dollar im Devisenmarkt im Hinblick auf Währungskrisen eine destabilisierende Spekulation kennzeichnet, ist es doch letztlich so, dass viele Transaktionen auf dem Devisenmarkt eher der Risikoabsicherung dienen sollen. Viele Wertpapieranlagen oder auch Exportgeschäfte werden über Devisenterminmärkte gegen Währungsschwankungen abgesichert. Weiterhin ist es auch so, dass Banken auf internationaler Ebene große Finanzposition, wie zum Beispiel mit hohen Risiken behaftete Kredite oder Währungsgeschäfte, zu anderen Geschäftspartnern verschieben, weil diese in das Risikokalkül der Geschäftspartner einfach besser hineinpassen. Bei einem Tausch sind weiterhin nicht zwei miteinander gehandelte Währungen beteiligt und mehrere Transaktionen sind erforderlich, die dann über Dollar oder Euro zu einer anderen Währung gelangen lassen. Die Konsequenz ist, dass dem grenzüberschreitenden Handelsgeschäft zwischen Unternehmen geschätzte sechs bis zehn Geschäfte zwischen Banken erfolgen, so behauptet es der Internationale Währungsfonds.

 

 

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