Devisen von allgemeiner Börsenentwicklung abhängig

Der Euro erreichte gestern im späten amerikanisch dominierten Devisenhandel die 1,29 Dollar Marke und überstieg sie mehrfach. Am heutigen Dienstag startet der Euro beim Übergang vom asiatischen in den europäisch geprägten Devisenhandel mit 1,2860 Dollar. Nachdem gestern in Japan Feiertag war, startete der Japanische Yen im asiatisch geprägten Devisenhandel sehr gut. Er konnte sowohl gegenüber dem Dollar als auch gegenüber dem Euro wieder Boden gewinnen und Verluste vom Vortag aufholen. Am gestrigen Montag beeinflusste vor allem die geglückte Rettung der amerikanischen Citigroup die Forex- und Aktienmärkte. Die Risikobereitschaft der Investoren kehrte zurück. Sie investierten vermehrt in den Euro und fuhren die sogenannten Carry-Trades zurück. Viele Anleger lösten ihre in Japanischen Yen finanzierten Anlagen auf, die sie als Sicherheitsanker gebildet hatten, und investierten in die europäische Gemeinschaftswährung. Die Anlagen hatten in den vergangenen Monaten den Yen stark verteuert und lösten bei deren Auflösung entsprechend einen Wechselkursrutsch aus. Zur Zeit sind die Analysten noch uneins darüber, ob der Japanische Yen den Aufwärtstrend fortsetzen wird und der Euro seinen Abwärtstrend beendet hat. Umfangreiche Konjunkturpakte vieler verschiedener Regierungen sprechen für diese Annahme und schüren damit gleichzeitig die Hoffnung auf ein Ende der Finanzkrise. Derzeit geben aber vor allem die Aktienmärkte die Richtung auf den Forex-Märkten vor. Die Experten bemängeln, dass die Devisenmärkte weiterhin nur eine Funktion der Entwicklung an den Aktienmärkten sind. Steigende Aktienkurse erhöhen auch die Risikobereitschaft der Investoren. Der Kursgewinn der europäischen Gemeinschaftswährung vom Montag hat das wieder einmal ganz deutlich bestätigt. Im Umkehrschluss lösten fallende Aktienkurse dagegen eine Repatriierung des Greenbacks sowie des Japanischen Yens aus. Der Euro reagiert darauf mit sinkenden Wechselkursen. Am Nachmittag erwartet die Finanzwelt die neuen Zahlen zum Verbrauchervertrauen aus den Vereinigten Staaten. In dieser Woche steht in Amerika das traditionelle verlängerte Wochenende zum Thanksgiving an. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die amerikanisch geprägten Geschäfte auf den Devisenmärkten in dieser Zeit abflauen.

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