Forex News 24.11.08

Am Montag zeigt sich, dass sich der USD gegenüber den Hauptwährungen deutlich stabilisiert. Schon in der vergangenen Woche zeichneten sich diese Tendenzen ab, da der US-Dollar schon in der abgeschlossenen Finanzwoche gegenüber den Hauptwährungen eine Konsolidierung bei seinem derzeitigen Kurswert erzielen konnte. Aber auch wenn dies sehr gute Ergebnisse sind, ist trotzdem mit einer rückläufigen Ausrichtung zu rechnen, was dann bewirkt, dass sich daraus letztlich ein Durchbruch hinsichtlich der unteren Grenzen innerhalb der Handelsspanne ergeben werden könnte. Die insgesamt eher negativ geprägten Wirtschaftsinformationen aus den USA, die in der letzten Woche das Thema Finanzmarkt stark bestimmten, ließen die Stimmung der Händler auch am Forex Markt nicht wirklich positiv werden. Auch der Erzeugerpreisindex musste eine Verschlechterung erfahren – diesmal übrigens im dritten Monat in Folge – und somit einen Gesamtrückgang um 2,8 Prozent verzeichnen. Damit verdeutlichte sich noch einmal, dass die US-Verbraucher sich derzeit in einer echten Krise befinden. Im Zusammenhang mit der Immobilien- bzw. der Hypothekenkrise der USA ist noch anzumerken, dass auch die Zahlen der erteilten Baugenehmigungen in den USA stark rückläufig waren und so war der Stand der ausgegebenen Baugenehmigungen im Oktober 2008 auch besonders mager. Lediglich 0,71 Millionen neue Baugenehmigungen wurden ausgegeben. Hier ist der Rückgang noch dramatischer, denn die Rückläufigkeit der Baugenehmigungen zieht sich nun bereits in den fünften Monat. Insgesamt gilt der Immobilienmarkt der USA als wichtiger Indikator für die Einschätzung der konjunkturellen Situation, die sich – gemessen an den erfassten Ergebnissen, deutlich verschlechtert hat. Hintergrund ist nicht nur der mangelnde Bauwille und die Verunsicherung der Bevölkerung. Auch die Banken haben ihren Anteil an der Immobiliensituation, die eben aktuell mit stetigen Rückläufen leben muss. Auch die Banken tragen ihren Anteil, denn sie erklären sich immer seltener bereit, private US-Bürger mit den Darlehen zu versorgen, die für die Immobilienbeschaffung erforderlich sind. Das hat die natürliche Folge, dass kaum noch Immobilien gekauft werden. Auch die Arbeitsmarktzahlen der USA überzeugen letztlich nicht sehr. Die US-Wirtschaftsdaten werden durch allein in der vergangenen Woche 542.000 eingereichte Arbeitslosenerstanträge nicht beschönigt. Die Kaufkraft der Bürger ist somit auch rückläufig. Eine Überraschung ergibt sich da aus den veröffentlichten Indikatoren des USD, der trotzdem nicht von seinem zinsbullischen Trend abzubringen war. Auch die zuvor aufgezeigten negativen Daten aus den USA und ihrer Wirtschaft sind für die Anleger nicht von größerer Bedeutung. Allerdings sollte die derzeit positive Situation des US-Dollar nicht mit rosaroter Brille betrachtet werden, denn ein anhaltender Rückgang der Verbraucherausgaben der US-Bürger könnte sich natürlich insgesamt sehr negativ auf alle führenden Industrienationen auswirken. In der aktuellen Woche bringt der US-Wirtschaftskalender wieder wichtige Indikatoren mit. Wichtig für Anleger sind dabei die nachfolgenden Veröffentlichungen. Für heute stehen die Eigenheimverkäufe aus Bestand als bedeutender Indikator auf dem Wirtschaftskalender. Am Dienstag ist es dann der Premilinary Report zum Bruttoinlandsprodukt sowie das Verbrauchervertrauen. Die Arbeitsmarktzahlen sind dann am Mittwoch der Hauptpunkt. Bedenken sollten Anleger auf jeden Fall, dass der US-Dollar den negativen Wirtschaftsdaten der vergangenen Finanzwoche getrotzt hat und seinen Wert insgesamt verbessern konnte. Die Tendenz sieht allerdings so aus, dass das Ende des aktuellen US-Dollar-Aufwärtstrend erreicht ist im Hinblick auf einen zukünftigen Zeitpunkt.

 

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