Grundlagen des Forex-Handels – Die Margin

Die Margin wird von einem Forex-Broker erhoben, über den ein privater Anleger am Devisenhandel teilnehmen kann. Die Margin ist eine Sicherheitsleistung, die der Broker erhebt und bei ihm hinterlegt werden muss. Zum Beispiel beträgt die Margin eines Brokers ein Prozent. Ein Anleger kauft oder verkauft für 100.000 Euro US Dollar, dann muss bei einer Margin von einem Prozent auf dem Konto ein Prozent der Kauf-/Verkaufsumme hinterlegt sein. In diesem Fall müssen auf dem Konto 1.000 Euro zur Verfügung stehen. 99 Prozent der Investitionssumme wird vom Broker zur Verfügung gestellt und der Anleger braucht nur 1.000 Dollar oder ein Prozent der Summe als Sicherheit auf den seinem Broker-Konto haben. Die Höhe der Margin ist von Broker zu Broker unterschiedlich. Außerdem kann man bei manchen Forex-Brokern die Margin selbst wählen, also zwischen ein oder zwei Prozent Margin auswählen. Der Unterschied ist, dass bei einer höheren Margin zwar die möglichen Gewinne geringer ausfallen, dafür aber auch das Verlustrisiko geringer ist. Bei einigen Brokern ist die Margin auch abhängig von den Wechselkursen. Je exotischer die Wechselkurspaarung und je geringer der Umsatz ist, desto höher fällt die Margin aus. Durch die Einlage auf dem Broker-Konto wird die Möglichkeit, offene Positionen einzugehen, begrenzt. Aus diesem Grund verlangen die meisten Forex-Broker eine Mindesteinlage auf dem Konto. Am häufigsten sind es Einlagen zwischen 5.000 und 10.000 Euro bzw. US Dollar. Broker bezeichnen Handelsvolumen von 1.000 Euro (US Dollar; bei einem Prozent Margin also 100.000 Euro/Dollar) als Lot. Bei einer Einlage von 10.000 Euro kann der Anleger demnach zehn Lots eingehen. Dafür kann er beispielsweise für eine Million Euro US Dollar einkaufen bzw. verkaufen. Setzt der Anleger das gesamte Vermögen auf seinem Konto für einen Forex-Trade ein, besteht natürlich auch die Gefahr des Totalverlustes. Wenn durch einen Handel das gesamte Kapital aufgebraucht wird, kann der Forex-Broker den Anleger dazu auffordern, weiteres Kapital einzusetzen bzw. offenen Positionen zu schließen. Ein Nachschießen bzw. die Aufforderung zum Kapitalnachschießen, wird als sogenannter Margin-Call bezeichnet. Um nicht einen Margin-Call seines Brokers zu erhalten, sollten Anleger offene Positionen lieber mit einer Stop-Loss-Order absichern, bevor die offene Position mit starken Abschlägen geschlossen werden muss. Durch das so genannte Rollover werden die Positionen automatisch durch den Broker auf den nächsten Tag übertragen. Dabei kann es zu kleinen Kursveränderungen kommen. Die Erklärung dafür ist folgende: Der Devisen-Broker leiht bei einer nur geringen Sicherheitsleistung von beispielsweise einem Prozent das Geld für die Investition des Anlegers. Die dafür anfallenden Zinsen werden bei einem Rollover erst am nächsten Tag berechnet. Am nächsten Tag wird eine neue Position automatisch mit einem Pip höher eröffnet. Dies ist nötig, wenn eine Währung, bei der man long gegangen ist, mit einem niedrigeren Zins startet als die Short-Währung. Ist dies nicht der Fall, wird der Betrag dem Anleger wieder gut geschrieben.

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