Das heutige Währungssystem

Unser globales Währungssystem, oder auch Wechselkurssystem, ist eine Art von Verschmelzung aller global existierender Währungen. Um dabei alle Währungen in einem stabilen Verhältnis zueinander zu halten, sind gewisse Regelungen und Auflagen institutioneller Art nötig. Betrachtet man das Währungssystem auf nationaler Ebene, so können auch Münzen, Noten der etwa Prägerechte mit in den Begriff wandern. Das eben angesprochene Währungssystem darf jedoch keineswegs mit einer Währungsunion verwechselt werden. Währungssysteme gestatten nämlich den jeweiligen Nationen eine Art Währungssouveränität mit eigenen Zentralbanken. Währungssysteme verfolgen hauptsächlich den Zweck, durch Preis- oder Währungsstabilität globale und wirtschaftliche Beziehungen zu pflegen und durch das System so weit als möglich zu vereinfachen. Durch solche Systeme wird der globale Handel oder Absatzmarkt gestärkt, was exportierenden Ländern eine Möglichkeit zu ausgeweitetem Handel und Export ermöglicht. Ein Währungssystem beaufsichtigt größtenteils selbst durch seine eigenen Mitglieder. Zusätzlich muss jedes Währungssystem bestimmte Mindestanforderungen erfüllen, wie etwa die oben genannte Beaufsichtigung und die Einhaltung von vorher festgelegten Regeln. Nationen, welche ihre Wechselkurse nicht durch Edelmetalle wie Gold absichern, müssen eine Zentralbank unterhalten, welche für die nötigen finanziellen Reserven in der Nation verantwortlich ist. Die kontrollierende Funktion der Zentralbanken spielt auf dem globalen Markt eine überaus wichtige und Einfluss nehmende Rolle. So hat die Zentralbank die Pflicht, bei einer zu stark werdenden Währung durch Verkäufe eine Schwächung dieser Währung herbei zu führen, um den Absatzmarkt und die Nachfrage anderer Nationen in Bezug auf den eigenen Export sicher zu stellen. Im Gegensatz dazu, nämlich bei einer schwächer werdenden Währung, ist die Zentralbank verpflichtet, durch stützenden Käufe stärkend auf den Währungskurs einzuwirken. Noch im Jahre 1931 galt das Gold als Stabilisator in den meisten Nationen der Welt, aus diesem Grund gab es keine Zentralbanken oder ihr Eingreifen bei Verhältnisänderungen war kaum nötig. Nach Abschaffung des Bretton Woods Abkommens war etwa der US-Dollar noch schwach mit dem Gold verbunden. Nach 1972 und der allmählichen Realisierung des Euro, wurden sechs europäische Währungen fest an den US-Dollar gekoppelt und auch der Forex-Markt konnte somit langsam aufblühen. Ab dem Jahre 1979 war es dann auch in Europa klar, dass sie Währungen zugunsten der teilnehmenden Wirtschaftssysteme fest durch Wechselkurse aneinander gekoppelt werden mussten, nicht lange sollte es dauern, bis der Euro auch die Geldbeutel breiter Bevölkerungsschichten füllte und zu einer stabilen Währung wurde.

 

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