Der Forex Handel – nicht nur über die Börse

Beim Forex Handel geht es darum, durch den parallelen Kauf und Verkauf von Devisen Profit zu erzielen. Dies gelingt mit Hilfe der Fremdwährungskursschwankungen, die sich täglich ändern; der Grund dafür sind politische und wirtschaftliche Tagesgeschehen. Durchgeführt werden diese Devisengeschäfte am Forex (die Kurzform für: Forex Exchange Market, FX-, Währungs- bzw. Devisenmarkt). Der Forex Handel verzeichnet aktuell einen täglichen Umsatz von mehr als 2,5 Billionen US-Dollar, dementsprechend handelt es sich dabei weltweit um den größten Finanzmarkt.

Da der Forex Handel nur durch den Kauf und Verkauf von Devisen durchgeführt werden kann, müssen die Währungen immer in Form von Paaren gehandelt werden, eine Währung wird stets gegen eine andere getauscht: Dies gilt für alle Teilnehmergruppen am Forex Handel. Zunächst beteiligten sich vor allem Banken, wie Geschäfts- und Großbanken, am Devisengeschäft; mittlerweile eröffnen sich auch privaten Anlegern Möglichkeiten, aus den täglichen Fremdwährungskursänderungen am internationalen Finanzmarkt Gewinne zu erzielen.

Im Rahmen des Forex Handels müssen die jeweiligen Währungskurse auch immer in Paaren angeführt werden: EURUSD 1,1356 heißt also nichts anderes, als dass man für einen Euro 1,356 zahlen muss. “Cross” bezeichnet hier die Kombination der Währungspaare für den Handel am Forex, wobei Majors die am häufigst gehandelten Währungspaare, Crosses, bezeichnen.

Ein weiteres Merkmal des Forex Handels ist, dass die Geschäfte dabei nicht an einem bestimmten Platz an der Börse stattfinden, wie dies beim Aktienhandel der Fall ist, sondern der Devisenhandel vielmehr am so genannten Interbanken-Markt durchgeführt wird. Die jeweiligen Geschäftspartner kommunizieren dabei meist per Internet (oder Telefon) miteinander, wobei sich die wichtigsten Zentralen der Forex Handelssysteme in Frankfurt, Sydney, Tokio oder New York befinden. Es handelt sich dementsprechend um eine dezentralisierte Geschäftsabwicklung. Zudem sind Geschäfte am Forex nicht gesetzlich reguliert, was bedeutet, dass es möglich ist, dass zwei teilnehmende Anleger (zum Beispiel Banken oder Unternehmen) den Preis für ein Devisepaar bestimmen. Dabei kommt es zur Entstehung eines gültigen Währungskurses außerhalb zentraler Strukturen, was heißt, dass der reale Wechselkurs von Fremdwährungen nur wenig mit dem Forex Handel zu tun hat.

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