Neue Fondskonzepte braucht das Land – ein kleiner Überblick

Anleger lieben tendenziell innovative Konzepte und so lassen sich dann aus Analysen vergangener Innovationen Schlüsse für künftige Investitionen und ihre Chancen ziehen. Eine Bestseller-Liste aus dem Jahr 2006 gibt vielleicht den einen oder anderen Hinweis auf künftige Investitionen bzw. ihre Erfolgschancen. Im Jahr 2003 wurde von der DWS, die eine Deutsche-Bank-Tochter ist, erstmals der Fonds für Devisenspekulationen aufgelegt. Aber wirklich angenommen wurde dieser zunächst nicht von den Anlegern und somit waren die ersten wirklich zählbaren Erfolge erst im Jahr 2006 für die DWS Forex Strategy zu verzeichnen, als damit rund 2,2 Milliarden Euro erwirtschaftet wurden, wobei die Zuflüsse und Renditen bis zu diesem Zeitpunkt eher mäßig ausfielen. Erst die Änderungen der Strategie hier im Jahr 2005 brachten schließlich die Wende des Blattes mit sich. Ein Rententeam aus dem Hause DWS erarbeitete künftig gemeinsam mit dem Management im regelmäßigen Rhythmus von sechs Monaten dann zukünftige Prognosen und auch kurzfristige Schwankungen des Euro wurden mit einbezogen. Somit hat diese Forex Strategy inzwischen solide Renditechancen zu verzeichnen. Ein weiterer Vorteil ergibt sich für diesen Forex Strategy daraus, dass er kaum Korrelierung mit anderen Märkten zu verzeichnen hat, damit für die Risikostreuung im Depot ideal ist. Pioneer Investments kann beim Activest Total Return D. von einem Zugpferd aus dem eigenen Haus sprechen, denn im Jahr 2006 konnte der Activest Total Return D. rund 1,3 Milliarden Euro einsammeln. Ein Ziel ist es hier, im jeweiligen Zwölf-Monats-Zeitraum die Verluste so gering wie möglich zu halten und dabei in der Rendite eine Höhe des Geldmarktzinssatzes addiert mit zwei Prozent Aufschlag zu erzielen. Diese Vorgabe konnte in den Jahren 2003 bis 2005 erfüllt werden, und auch das Jahr 2006 war erfolgreich, auch wenn die Rendite hier dann nur bei zwei Prozent lag und so sind in Zeiten steigender Zinsen noch immer niedrige Gewinne machbar. Chancen werden hier für Anleihen gesehen, die nicht im Bereich des Euro stattfinden. Hintergrundinformation ist dabei auch, dass nämlich 45 Prozent aller Papiere hier von Emittenten erstklassigen Hintergrundes stammen, die aber nicht aus dem Euro-Raum kommen. Neben dem Dollar und dem Yen liegen hier die Erfolgschancen im Bereich der Emerging-Market-Währungen. Grundsätzlich lässt sich trotz der enttäuschenden Rendite im Jahr 2006 hier sagen, dass der Titel erfolgreich ist. Ein weiteres Produkt im Bereich Forex, der eine Durchleuchtung verdient, ist der sogenannte Uni-Opti 4. Insgesamt lässt sich sagen dass Geldmarktfonds grundsätzlich einem schweren Stand ausgesetzt sind, wenn Banken im Bereich der Drei-Monats-Anlagen höhere Zinsen als drei Prozent anbieten. Allerdings können Anleger beim Uni-Opti 4 aus dem Hause Union Investment ihre Erträge größtenteils steuerfrei einfuhren und so wird das Herz vieler Anleger leichter, auch vor dem Hintergrund, dass der im September aufgelegt schon 2,8 Milliarden Euro einsammelte. Kurze Bonds mit niedrigem Kupon sind hier das Erfolgsrezept der Manager und während grundsätzlich Zinserträge steuerpflichtig sind, können Kursgewinne noch bis Anfang 2009 steuerfrei eingesammelt werde. Auch wenn sich nun im steuerlichen Bereich ab 2009 einiges ändert, wartet der Fonds mit einer weiteren Stärke auf, denn Anleger zahlen hier keinen Ausgabeaufschlag, was ein kostengünstiges Arbeiten mit sich bringt und auch die Managementgebühr von jährlich 0,6 Prozent liegt im durchschnittlichen Bereich, wobei die Ausschüttung des Fonds aber viermal jährlich stattfindet. Das Papier gilt in Fachkreisen als sehr gute Wahl.

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