Euro fällt auf Monatstief

Die europäische Gemeinschaftswährung ist auf dem niedrigsten Stand seit einem Monat gefallen. Beim Übergang vom asiatisch dominierten in den europäisch geprägten Forex-Trade am heutigen Dienstagmorgen, notierte der Euro nur noch bei 1,3243 Dollar. Damit erreichte der Euro das niedrigste Niveau gegenüber dem Greenback seit dem 11. Dezember 2008. Auch gegenüber dem Japanischen Yen verlor der Euro weiter an Boden, während der Yen weiterhin aufwertet.

Bereits im späten amerikanisch dominierten Forex-Trade musste die europäische Gemeinschaftswährung weiteren Boden gegenüber dem Dollar abgeben. Im späten US Forex-Trade notierte der Euro knapp unter der 1,34 Dollar Marke, ehe er im asiatisch geprägten Forex-Trade noch mehr an Wert verlor. Insgesamt keine guten Voraussetzungen für den heutigen europäisch geprägten Devisenhandel.

Für die Schwäche des Euros machen Analysten die anstehende Zinnsentscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag dieser Woche verantwortlich. Der Leitzins steht im europäischen Währungsraum bei 2,50 Prozent. Ökonomen gehen vor eine Zinssenkung um mindesten 50 Basispunkte aus. Internationale Analysten und Volkswirte zeigten sich unterdessen kritisch gegenüber der Europäischen Zentralbank. Ihrer Meinung nach hinke die Notenbank mit ihrer Geldpolitik der internationalen Geldpolitik weit hinter her und empfehlen eine Absenkung des Zinses auf ein Niveau zwischen 1,00 und 1,50 Prozent. Vor diesem Hintergrund wird der Euro zusätzlich durch die Flucht vieler Investoren aus risikoreicheren Anlagen weiter unter Druck gesetzt. Weiterhin wird auf die sehr volatilen Märkte verwiesen. Die Umsätze auf dem Forex-Markt sind entsprechend dünn. Der negative Kommentar der Rating Agentur Standard & Poor’s am gestrigen Montagnachmittag über die Kreditwürdigkeit Spaniens, ließ den Euro gestern auf ein Monatstief fallen. Auch in der Nacht hing die im Raum stehende Drohung, die spanische Kreditwürdigkeit zu senken, wie Blei am Euro.

Gestern Mittag legte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs für die Wechselkurspaarung EURUSD auf 1,3394 Dollar für einen Euro bzw. 0,7466 Euro für einen Dollar fest. Der Referenzkurs am Freitag für diese Währungspaarung lag zum Vergleich bei 1,3684 Dollar bzw. 0,7308 Euro.

Aus fundamentaler Sicht stehen heute kaum Konjunkturdaten auf der Agenda, die den Forex-Markt beeinflussen könnten. Bewegung könnte lediglich die Handelsbilanz für den Monat November 2008 aus Großbritannien bringen, die im Laufe des Vormittags bekannt gegeben wird. Am Nachmittag wird in den USA ebenfalls die Handelsbilanz für den November veröffentlicht. Technische Analysten sehen eine Unterstützung des Euros nach den jüngsten Verlusten erst bei 1,30 Dollar. Widerstand wird erst bei der 1,35 Dollar Marke gesehen.

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