Wirtschaftsstimmung und Wiener Börse

Die genaue Wirtschaftsstimmung in den Staaten der Europäischen Union ist wieder schlechter. So trübte nicht nur das schlechte Wetter die Stimmung der Finanzwelt im Monat November 2008, sondern auch die Stimmung in der Wirtschaft hat nach Angaben der Generaldirektion für Wirtschaft u. Finanzen, die der EU-Kommission zugehörig ist, schon sonnigere Zeiten gesehen. Dabei fließt ein, dass der Sammel-Index, welcher zur genauen Einschätzung der Entwicklung der Wirtschaft in der kompletten Union (EU27) genutzt wird, auf  knapp 70 Punkte gesunken ist, nachdem dieser im Oktober des Jahres 2008 noch bei 77,2 Punkten gelegen hatte. Dieses ist damit auch der niedrigste Stand seit Januar 1985 und zeigt leider noch nicht in wieder bessere Zeiten. Zur gleichen Zeit ist der wichtige Index der Eurozone gesunken, nämlich auf knapp 75 Zähler, nachdem dieser im Monat davor bei genau 80,0 Punkten lag. Auch hier wurde ein geschichtlicher Tiefststand seit dem August des Jahres 1993 erreicht. Im Sammel- Index werden Bewertungen von Bauwirtschaft und Industrie erfasst; auch Fakten wie Verbrauchervertrauen, Entwicklungen im Einzelhandel und der allgemeine Verlauf der europäischen Aktienbörsen fließt in den Sammel- Index mit ein.

In Wien liegen nun die Entwicklungen der Ergebnisse der Privatbank SE aus Wien vor, welche an der Börse in Wien notiert ist. Sie wurde vom ersten bis zum dritten Quartal des Jahres 2008 von negativen Wirkungen der Finanzkrise belastet. Das Betriebsergebnis reduzierte sich auf  0,87 Millionen Euro, nach 4,09 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr davor, wie ein Sprecher des Unternehmens in der Wochenmitte ad-hoc mitteilte. Nun sucht man verständlicherweise nach den Ursachen für den starken Ergebniseinbruch. Da wären zum einen die ausbleibenden Kapitalmarktaktivitäten und zum anderen die enorm gestiegenen Aufwendungen aus Wertpapieren und Finanzanlagen. Damit konnte dann auch das Handelsergebnis im Vergleich zu der Vorjahresperiode zwar aufgrund von Währungs- Effekten und Umverteilungen auf knapp -1,0 Millionen nach knapp -2,4 Millionen Euro verändert werden. Und im Weiteren schlug sich auch das Zinsgeschäft positiv in den Büchern nieder. Ein berechneter Überschuss in den Zinsen belief sich dabei auf 2,56 Millionen Euro nach 1,56 Millionen Euro, welches der Steigerung von etwa 60 Prozent gleich kommt. Trotz der festen finanziellen Basis, die das Unternehmen aufwies, wird aber in der Geschäftsführung wegen der Finanzkrise von einer entsprechenden belasteten Gesamtjahresbilanz ausgegangen. Auf alle Aktivitäten gesehen ergab sich demnach ein ersichtlicher Rückgang des Perioden-Überschusses auf genau 0,65 Millionen Euro, welcher auf die drei ersten Quartale fällt (3,03 Millionen Euro). Es ergibt sich weiterhin, dass das Periodenergebnis, berechnet ohne die Fremdanteile dazu gezählt, mit -0,15 Millionen Euro (von Januar bis September 2007 = 2,93 Millionen Euro) schlecht ausfällt. Jedoch muss erwähnt werden, dass die Vergleichbarkeit der entsprechenden Ergebnisse aufgrund von Verkäufen der Immobilien-Dienstleistungsgesellschaften sowie der Immobilien-Managementgesellschaften und nur mit Einschränkungen gegeben ist. Zum Berichtigungstag hin wird sich die Bilanzsumme von 180,12 Millionen Euro zum 31. des Monats Dezember des Jahres 2007 auf 147,97 Millionen Euro verschieben. Wenn man nach den Gründen für diesen Rückgang sucht, kann man ihn besonders durch die verringerten Einlagen der institutionellen Kunden erklären, die in der Mitte 2007 nur für einen kurzen Zeitraum bei der entsprechenden Wiener Privatbank SE veranlagt waren. Rechnet man das noch immer außerordentlich gute Polster im Eigenkapital-Bereich in der Höhe von knapp 51,55 Millionen Euro (und exklusive Minderheiten), die Eigenkapitalquote von genau 35 Prozent und die ausgesprochen im Spitzenbereich liegende Kernkapital-Quote von knapp 66 Prozent dazu, so gilt die Wiener Privatbank SE auch in dem eher schwierigeren Umfeld als sehr gut gerüstet.

 

 

 

Teile und hab Spaß Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG