Kleine Erholung des Euro

Zum Auftakt des europäischen geprägten Devisenhandels, hat sich der Euro am Freitagmorgen gegenüber dem US Dollar als auch gegenüber dem Japanischen Yen ein wenig erholt. Kurz vor Beginn des europäischen Devisenhandels kostet der Euro 1,25832 Dollar. Zuvor allerdings war die europäische Gemeinschaftswährung auf 1,2422 Dollar gefallen. Damit erreicht der Euro den Tiefstand vom 13. November. In der Wechselkurspaarung EURYEN auf den Forex-Märkten konnte sich der Euro stabilisieren und wurde mit 118,94 Japanischen Yen gehandelt, nachdem er zuvor auf einen Tiefstand von 116,44 Yen abgesackt war. Entsprechend konnte sich auch die amerikanische Währung gegenüber dem Yen festigen. Die Kursgewinne an den asiatischen Börsen könnten sich auch auf die europäischen Börsen übertragen. Damit könnte sich der Euro ein wenig stabilisieren und ein weiterer Kursrutsch zumindest vorrübergehend abgewendet werden. Bisher hat der Euro die Jahrestiefstmarke von 1,23 Dollar noch nicht erreicht und auch die 1,24 Dollar Marke wurde bisher noch nicht unterschritten. Die Gefahr ist allerdings noch nicht gebannt. Wenn die Angst und die Verunsicherungen auf den Märkten weiter anhält, wovon wohl auszugehen ist, könnte die Kurse auf den Devisenmärkten für europäische Gemeinschaftswährung weiter sinken. Sogar ein Unterschreiten der Jahrestiefmarke ist dann nicht mehr ausgeschlossen. An den Forex-Märkten werden weitere Zinssenkungen der Zentralbanken erwartet. Auch die Konjunkturdaten aus dem Euroraum werden dem wohl nicht entgegenstehen. Im November werden die Einkaufsmanager-Indizes der Euro-Länder veröffentlicht. Außerdem gibt es vermehrt Anzeichen für eine Zinssenkung aus dem Umfeld der Europäischen Zentralbank und der Federal Reserve der USA. Unterdessen hat die japanische Notenbank den Leitzins auf dem Niveau von 0,3 Prozent belassen. Damit entsprach sie den Erwartungen vieler Marktexperten. Überraschend hatte am Donnerstag die Schweizer Nationalbank ihre Leitzinsen gesenkt. Seit dem befindet sich der Euro in einer massiven Aufwärtsbewegung, während der Schweizer Franken sich nach unten bewegt. In der Wechselkurspaarung EURCHF kostete gestern ein Euro 1,5390 Schweizer Franken. Damit erreichte die europäische Gemeinschaftswährung den Höchsttand vom 15. Oktober 2008. Allerdings vermuten beispielsweise die Analysten der Hessischen Landesbank, dass der Aufwärtstrend nicht von langer Dauer sein wird. Der Druck auf den Euro an den Devisenmärkten ist gegenwärtig einfach zu hoch, um sich nachhaltig gegenüber dem Schweizer Franken nach oben zu entwickeln. Außerdem hat die Europäische Zentralbank bereits angekündigt, den Zinsabstand zwischen dem Euro-Raum und der Schweiz zu verringern. Praktisch könnte dies ein Rücksetzen der europäischen Gemeinschaftswährung bis auf 1,48 oder sogar bis auf 1,47 Schweizer Franken bedeuten.

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