Finanzkrise – Die richtig Reichen müssen genauso Federn lassen

Von der Finanzkrise bleibt niemand wirklich komplett verschont. Das scheint schon jetzt – Anfang 2009 – festzustehen, dem Jahr, das die größten Auswirkungen der Finanzkrise erst widerspiegeln soll. Erhebungen haben ergeben, dass die 20 reichsten Familien aus Deutschland gemeinsam an der Börse im Verlauf des Jahres 2008 einen Verlust von rund 40 Milliarden Euro zu verzeichnen hatten. Auch wenn es nicht die Armen tritt – ein harter Schlag wird das auch hier sein, denn somit haben die Reichen damit dann rund 30 Prozent ihres Einkommens einbüßen müssen aufgrund der veränderten Entwicklungen am Markt.

Diese Zahlen basieren natürlich auf Schätzungen, allerdings aus berufenen Mündern von Vermögensbetreuern, die sich eben mit der Betreuung der Gelder Schwerreicher beschäftigen. Seit dem Sommer 2007 haben sich diese immensen Verluste ergeben und der Verlauf war natürlich im Laufe des Jahres 2008 steigend. Auch wenn das sicherlich nicht bei jedem Normalverbraucher, der die Krise hautnah zu spüren bekommt, Mitgefühl erregt – ein deutliches Zeichen dafür, dass eben keiner wirklich verschont bleibt, ist das schon.

Allein aufgrund der börsennotierten Großbeteiligungen waren da die Verluste in der genannten Höhe gemacht worden. So zeigt sich, dass die derzeitige Krise in großen Familienvermögen echte Spuren hinterlässt, als das die letzten fünf Rezessionen gemeinsam geschafft haben. Oft ist das Vermögen in Generationen Stück für Stück gewachsen und jetzt sind die Werte richtig bedroht – nach Expertenmeinung übrigens mehr, als das in der Hyperflation den 1920er Jahren der Fall war. So ist es wohl nicht nur für uns Durchschnittsverdiener eine harte Zeit, die anbricht – auch die richtig Reichen müssen ganz schön fürchten um ihr Geld, das im Moment zwischen den Fingern durchzugleiten scheint.

Während Kleinanleger sich aus ihren Anlagen vermehrt zurückziehen, werden die richtig Reichen gleich zweifach von den Auswirkungen der Krise heimgesucht. Einerseits sind ihre neuen und auf Spekulation ausgerichteten Beteiligungen an den Solar- und Biotech-Unternehmen sehr notleidend. Darüber hinaus schrumpfen nun auch noch die zum Teil über Generationen hin aufgebauten unternehmerischen Kernbeteiligungen jetzt wirklich rapide zusammen.

Das Aktienpaket der BMW-Großeigner, der Familie Quandt, hat sich zum Beispiel innerhalb der letzten zwölf Monate buchstäblich halbiert. Das ist natürlich ein harter Brocken, den es da zu schlucken gilt.

Die Buchverluste sind hier vielleicht noch zu verkraften, die damit verbunden sind, denn aufgefangen werden sie ja schließlich durch die teilweise rasanten Börsengewinne, die in den Jahren zuvor erzielt werden konnten, die allerdings nur auf dem Papier verzeichnet wurden. Aber das Ausbleiben der Ausschüttungen, das macht sich jetzt direkt und in harten Euros bemerkbar. Zu erwarten ist nach Meinung von Börsenexperten, dass sowohl in diesem als auch wahrscheinlich im nächsten Jahr für die reichen Gesellschafter der familiären Großunternehmen die Dividenden dann ausbleiben werden. Und das ist eben der wirklich Brocken, an dem die Reichen dann zu schlucken haben. Die Papierwerte können sich erholen, die nicht gezahlten Dividenden können nicht mehr korrigiert werden in den Bilanzen – und die bringen Schwerreiche dann vielleicht nicht an die Grenzen ihrer Existenz. Den Gürtel ein wenig enger zu schnallen steht aber dann auch hier auf dem Programm.

Richtig verstörte Reaktionen waren da schon zu beobachten bei den einzelnen Mitgliedern großer Clans, wie Experten berichten.

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