Änderungen, die sich in 2009 im Bereich der Finanzen ergeben

Viele Themenbereiche aus den Finanzen sind im Jahr 2009 von Änderungen betroffen und der Jahreswechsel bringt hier einiges an Neuigkeiten mit sich.

 

Da ist es erst einmal die Abgeltungssteuer, die ab dem 1. Januar 2009 greift. Hier werden dann Zinserträge, Dividenden und auch Kursgewinne mit der Abgeltungssteuer pauschal mit 25 Prozent versteuert – das ist dann wohl des einen Freud, aber auch des anderen Leid. Zu der Abgeltungssteuer gesellen sich dann noch der Solidaritätszuschlag und die möglicherweise zu entrichtende Kirchensteuer und das gibt dann in der Summe eine steuerliche Belastung von ungefähr 28,625 Prozent. Ab 2009 sind nämlich nur noch die Wertpapiere steuerfrei, die bis zum 31. Dezember 2008 gekauft wurden und dann auch für mindestens ein Jahr gehalten werden. Geringverdiener ohne Personen, die keine Einkommenssteuer zahlen, können sich durch die sogenannte Nichtveranlagungsbescheinung befreien lassen und nur für diesen Personenkreis ändert sich ab 1. Januar 2009 nichts.

 

Für Personen, die das 64. Lebensjahr vollendet haben, greift künftig der sogenannte Altersentlastungsbetrag. Dabei ist aber das Jahr entscheidend, in dem das 64. Lebensjahr vollendet wurde, das muss nämlich mindestens in 2008 der Fall gewesen sein und dann gilt die Entlastung lebenslang.

 

Die Bausparverträge sind auch von Veränderungen betroffen, denn bei einem Abschluss ab dem 1. Januar 2009 wird die Wohnungsbauprämie nur noch dann gezahlt, wenn das Geld dann auch wirklich für den Bau oder die Renovierung von Haus oder Wohnung Verwendung findet. Nur Sparer, die jünger als 25 Jahre sind, können nach Ablauf der Siebenjahresfrist das Geld für freie Zwecke verwenden. Aber bestehende Verträge erfahren keine Veränderungen.

 

Auch die Arbeitslosenversicherung verändert sich, denn der Beitragssatz sinkt hier von 3,3 Prozent auf jetzt 2,8 Prozent. Damit soll die Mehrbelastung der Krankenkassenbeiträge, die nun einheitlich erhoben werden, aufgefangen werden, denn der beträgt künftig 15,5 Prozent bei allen Krankenkassen und da kann der eine oder andere Arbeitnehmer schon ein wenig tiefer in die Tasche langen.

 

Auch für die Pflichtversicherungen werden die Beitragsbemessungsgrenzen verändert. Hier sind die Steigerungen auf 3.675 Euro von vorher 3.600 Euro festgelegt worden. Das Einkommen, welches über die Grenze hinausgeht, wird nicht mehr mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen belastet. Für die gesetzliche Rente wurde die Grenze auf 5.400 von vorher 5.300 Euro in den alten Bundesländern und auf 4.550 von vorher 4.500 angehoben.

 

Das Kindergeld wurde nach vielen Jahren nun auch wieder einmal angehoben. Für das erste und zweite Kind gibt es nun nicht mehr 154, sondern statt dessen 164 Euro. Für jedes weitere Kind steigt das Kindergeld um 16 Euro an. Auch der Kinderfreibetrag wurde von 3.648 Euro jetzt um 216 Euro auf 3.864 Euro erhöht.

 

Lohnersatzleistungen, wie zum Beispiel Elterngeld, Krankengeld oder Arbeitslosengeld I müssen künftig gemeldet werden. Wenn die Einkünfte dann jährlich 410 Euro übersteigen, muss der Bezieher eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen.

 

Kündigungsregelungen für Versicherungen werden auch gelockert – auch für Altkunden. Damit wird der Wechsel in eine andere Versicherung vereinfacht. So können nun Verträge mit einer längeren Laufzeit – zum Beispiel 10 Jahre – jetzt schon schon erstmalig mit dem Ende des dritten Laufjahres gekündigt werden, vorher ging das erst zum Ende des fünften Jahres. Bei einer Prämienerhöhung ohne Leistungsverbesserung oder Leistungsverschlechterung ohne Prämienminderung kann der Kunde das Sonderkündigungsrecht nutzen.

 

 

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