In den USA kämpfen die Unternehmen gegen die Rezession

Die Verbraucher und Unternehmen in den USA stellen sich um – nun ist der Rezessionsmodus gefragt. Die Kaufunlust der Verbraucher soll umgangen werden, indem die Anzahl der Sonderangebote einfach schnell in die Höhe getrieben wird. Hilft das, den Leuten das ohnehin wenig gewordene Geld aus der Tasche zu ziehen?

Toll wäre es natürlich, wenn man sich in schlechten Zeiten einfach das Geld selbst drucken könnten. Und genau da lassen sich die kriminellen Zeitgenossen eben nicht abschrecken, denn sie tun es einfach. So sind es jetzt die Unternehmen für Infrarotscanner, mit denen Geldnoten geprüft werden, die zur Zeit die Blüte ihrer Geschäfte erkennen. Die Verkaufszahlen der Branche sind drastisch angestiegen, wird zumindest aus den USA berichtet. Hintergrund ist nicht nur die höhere Bereitschaft einiger Krimineller, nun wieder gefälschtes Geld auf den Markt zu bringen. Auch die höhere Bereitschaft der Verbraucher, nun wieder mit Bargeld statt mit Karte zu bezahlen, macht die höhere Anzahl der Prüfungsgeräte notwendig. Die Menschen haben ihre Kreditlinien einfach zurückgestutzt bekommen und so hilft nun beim Einkauf nur noch der Griff in den Geldbeutel zu Bargeld – die Karte ist oftmals einfach ausgereizt.

Allein in einem Fast-Food-Restaurant wurden in Denver an einem einzigen Tag Falschgeldnoten im Wert von 800 Dollar gezählt. Völlig klar, dass sich dann eher die Investition in einen Scanner lohnt, bei denen die Preise nun auch noch von vormals 120 Dollar im Schnitt nun auf 85 Dollar gesenkt wurden. Das ist nach Information der vertreibenden Unternehmen eine Art Konzession an die beginnende Rezession.

So ist der Gewinner der Krise eine Branche, die eigentlich sonst in den Medien kaum Erwährung findet. Von der Krise sind eben ansonsten alle – beginnend vom Immobilienmarkt über den Finanzsektor bis hin zu den Zockerbuden in Las Vegas, in denen die Spieler ausbleiben, einfach alle betroffen. Nur die Hersteller von Scannern, die lachen sich derzeit ins Fäustchen.

Auch die Unternehmen der Konsum- und Dienstleistungsbranche haben in den USA inzwischen die Kaufunlust der Bürger zu spüren bekommen. Das hat zur Folge, dass inzwischen in den Supermärkten, Kaufhäusern und Einkaufszentren eine Rabattschlacht ohnegleichen stattfindet. Die Margen werden so ruiniert – keine Frage. Wer es aber inzwischen ohne die reißerischen Angebote versucht, der muss erleben, dass die Kunden zum Wettbewerb überlaufen.

Und auch bei den besser Betuchten macht der Sparzwang keinen Halt mehr. Auch Luxuskaufhäuser melden Gewinneinbrüche in den USA, die teilweise bei über 80 Prozent liegen. Juweliere müssen teilweise schon Entlassungen aussprechen. Das wundert nicht, denn wenn an der Wall Street gerade Job und Bonus verloren gegangen sind, dann werden die Weihnachtseinkäufe eben sehr viel bescheidener ausfallen. Auch hier greift dann schon der Rezessionsmodus.

Inzwischen ist in den USA schon zu beobachten, dass deutlich mehr Väter mit ihren Kindern zu Geschäftszeiten in Freizeitbädern oder auf Spielplätzen zu beobachten sind. Auch wenn das im Sinne der Familie sicherlich gut ausschaut – der Hintergrund liegt wohl eher darin, dass die Väter ihren Job verloren haben oder aber durch die Produktionskürzungen aktuell in Kurzarbeit geschickt wurden. 

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