Das Aktienjahr war schwach mit wenigen Lichtblicken

Wenn das Jahr 2008 abgeschlossen ist, dann kann gesagt werden, dass es eines der schlechtesten Aktienjahre der Vergangenheit war. Kursverluste bis zu 97 Prozent bei einzelnen Aktienmärkten im lokalen Bereich waren nicht ungewöhnlich und so ist 2008 ein echt schwaches Aktienjahr gewesen.

In Island ergab sich da wohl schon fast der Super-GAU, wobei sich das gesamte Land in einem vermeintlichen Boom bis zur Mitte des vergangenen Jahres sehr wohlfühlte. Dann schlug die Kreditkrise zu und zeigte sich dann sehr negativ für die unhaltbar starke Verschuldung. Boomte zuvor die Börse Islands noch, bracht sie jetzt zusammen, denn die Landeswährung erlebte dramatische Wertverluste, so dass sie inzwischen kaum noch zu handeln ist. Die Realwirtschaft befindet sich in einem tiefen Loch, das sich aus der schlechten Bonität der Banken und Konsumenten sowie auch des Staates ergibt.

Die Schrumpfung des Bruttoinlandsproduktes lag bei 3,4 Prozent und die Inflationsrate des Landes lag im Dezember bei sensationell schlechten 18,1 Prozent. Ein Leistungsdefizit wurde im dritten Quartal bei 109 Milliarden Kronen der Landeswährung oder aber bei rund 18 Prozent des Bruttoinlandsproduktes festgelegt. Allein zum Ende des Jahres 2007 lagen die Schulden der drei verstaatlichten Großbanken Irlands beim Zehnfachen des Sozialproduktes, das das gesamte Land erwirtschaftete.

Der Großteil der entstandenen Schulden entstand aus Mitteln, die aus dem Ausland aufgenommen wurden. Bereits im Jahr 2006 bzw. zu dessen Ende lagen die Auslandsschulden für Irland im Vergleich zum Sozialprodukt bei 240 Prozent.

Worauf ist diese wirklich grottenschlechte Entwicklung eigentlich zurückzuführen?

Experten sagen, dass diese negative Entwicklung durch schlecht implementierte und fehlgeleitete Liberalisierung entstanden ist, da die erzielbaren Erträge nicht im richtigen Verhältnis zum verbundenen Risiko standen.

Genau diese Entwicklung haben wir schon einmal beobachten können. Das war, als der Eiserne Vorhang in Mittel- und Osteuropa gefallen ist. Da sind dann die Verhältnisse in den gesamten baltischen Republiken und auch in der Ukraine, in Bulgarien und auch auf dem Balkan dann absolut aus dem Ruder gelaufen. Sogar in Russland war es der Preisboom, der für lange Zeit die wirklich schlechte Wirtschaftsstruktur überdeckte. Da war es dann die Wirtschaftskrise, die eine Korrektur auslöste und die Schwächen offen legte und gleichzeitig auch die Währungsreserven aufzehren ließ.

Wen wundert es da noch, dass die Börsen dieser Regionen dann in den letzten Monaten des Jahres 2008 die schwächsten weltweit waren, nachdem sie vorher scheinbar eine Verlauf nach oben hatten. Die Nischenmärkte in Tunis, Venezuela, Slowakien und auch in Japan verzeichneten aus der Sicht Europas die geringsten Kursgewinne.

Die Märkte in Tunis, Venezuela und Slowakien waren durch ihre Enge und die politischen Bedingungen ohnehin nur für wirklich risikofreudige Anleger eine sinnvolle Sache. Aber in Japan konnten europäische Anleger immerhin von Währungseffekten ihre Profite ziehen.

Der Yen holte in den Vergangen Monaten einen guten Teil seiner Unterbewertung gegenüber dem Euro auf und so liegt das Minus des Nikkei in Euro dann lediglich bei 26 Prozent. Der Index in der lokalen Währung erlitt aber im Jahr 2008 Verluste im Höhe von 42 Prozent. 

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