Von Vorweihnachtsstimmung an den US-Börsen keine Rede

Die Weihnachtsstimmung findet sich an den US-Börsen nicht. Die Sorgen der Autobranche sind einfach zu groß und das magere Weihnachtsgeschäft bereitet den US-Börsen am letzten Montag vor den Weihnachtsfeiertagen richtig große Probleme. Nicht zuletzt war es dann wohl auch die Ankündigung des japanischen Weltmarktführers Toyota, dass die ersten Betriebsverluste seit der Geschichte des Unternehmens zu verzeichnen sind. Das zog dann letztlich alle US-Autobaueraktien in die Tiefe an der US-Börse.

Leider ist das aber nicht das Ende der Reihe schlechter Nachrichten aus den USA, denn auch die Drogeriekette Walgreen und das Zeitarbeitsunternehmen Manpower veröffentlichten schwache Zahlen. Magere Umsätze waren es, die zu verzeichnen waren und die Investoren hatten wohl vor den Feiertagen auch nicht mehr so die große Lust, sich mit den Bilanzen der Firmen zu beschäftigen.

So musste der Dow Jones Index für die Standardwerte dann um 0,7 Prozent nachgeben und fiel damit auf 8.519 Punkte. Sein Verlauf im Handel lag insgesamt zwischen 8.372 und 8.601 Zählern.

Der breit gefasste S&P-500 verzeichnete einen Verlust von 1,8 Prozent und lag dann letztlich bei 872 Zählern. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq gab auf 1.532 Punkte um 2,04 Prozent nach.

Die Wall Street erlebt somit im Moment einen weiteren Kurs in eine negative Richtung. Seit den 1930er Jahren geht es hier erstmalig wieder so negativ zu. So hat der S&P-500 allein im Jahr 2008 schon rund 40 Prozent Einbußen hinnehmen müssen.

Auch die Verlustankündigungen, die aus dem Toyota-Konzern kommen, bringen dem deutschen Aktienmarkt eine große Belastung. Hier musste der Dax um 1,2 Prozent nachgeben auf nunmehr 4.639 Punkte.

Aus dem Konzern Toyota kommen richtig schlechte Nachrichten vor dem Hintergrund der globalen Wirtschaftskrise. Nach eigenen Informationen befindet sich Toyota in einer absolut beispiellosen Notlage und so rechnet der Konzern erstmalig in seiner Firmengeschicht mit einem Betriebsverlust. Bis Ende März rechnet man im Konzern mit einem dicken Minus, dass sich im Bereich von umgerechnet 1,2 Milliarden Euro bewegen wird. Die Aktien, die von Toyota in den Usa notiert sind, hatten in den letzten Tagen einen Verlust von mehr als fünf Prozent zu verzeichnen.

Auch die Anteilsscheine von General Motors und Ford erlitten Einbrüche und die lagen für GM bei 22 Prozent und für Ford bei zwölf Prozent – obwohl von der Regierung nun doch Hilfen zugesagt wurden.

Nicht zuletzt war es auch die Credit Suisse, die mit ihren Berichten die Talfahrt förderte. Nach Auskunft von Experten sind es die Aktionäre hier, die durch die geplante Autoindustrierettung sehr schlechte Karten haben. So wurde das Kursziel für das Papier von GM auf einen Dollar gesenkt – das ist mehr als ein Viertel des aktuellen Börsenwertes.

Weiterer Verlierer ist bei den Aktien auch die Drogeriekette Walgreen, die einen Kursabschlag von ungefähr vier Prozent zu verzeichnen hatte. Der Gewinn des Unternehmens blieb einfach hinter den Erwartungen zurück.

Mit diesem Ergebnis befand sich die Drogeriekette aber in der Tendenz, die sich für den Einzelhandelsindexwert ergab. Insgesamt waren es vier Prozent Einschnitt, die hier verbüßt werden mussten.

Die Anleger befürchten einfach, dass die Verbraucher der USA im Angesicht der Wirtschaftsaussichten für das Jahr 2009 ihr Geld lieber anders als in Weihnachtsgeschenke anlegen – womit sie wohl auch nicht ganz Unrecht haben. 

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