Was lief allgemein am Devisenmarkt am Donnerstag

Der Dollar ist weiterhin sehr schwach gewesen am Donnerstag. Und auch die weltweit präsente Angst vor dem totalen Verlust der US-Wirtschaft hat dem US-Dollar dann am Donnerstag weitere Schwächung gebracht. Am Morgen lag der EUR/USD dann knapp über 1,44. Der USD/JPY erlebte in den letzten Tagen einen dramatischen Verfall und das brachte wiederum große Besorgnis in Japan mit sich. Von offizieller Seite wurden aus Japan dann auch direkt mögliche Interventionen am Devisenmarkt angekündigt.

Die japanische Wirtschaft, die ohnehin derzeit am Boden liegt, erlebt jetzt ein wirkliches Horrorszenario. Aber in der derzeitigen Lage können sich die USA eigentlich nur wünschen, dass ihr Dollar schwach ist und die Banken revidieren darüber hinaus ihre Prognosen für den US-Dollar.

Kann vielleicht sogar ein großer Sell-off an den internationalen Börsen stattfinden?

Die sogenannten forced asset liquidation könnten nämlich die Paarung EUR/USD noch einmal stark ins Abwärts drücken.

Bei der Paarung EUR/CHF nimmt das angekündigte Szenario nun deutliche Gestalt an. Die Paarung erlebte es nämlich am Donnerstag, dass sich nach unten wegsackte. Der Grund liegt in der seit einiger Zeit anhaltenden Stärke des Schweizer Franken gegenüber den US-Dollar. Die Gegenbewegung bei EUR/USD in den Abwärtsbereich könnte den EUR/CHF dann einen Einbruch erleben lassen.

Bei den Zinsen stellt sie in Europa einfach nur eine Frage: Was wagt die Europäische Zentralbank?

So kam es aus der Europäischen Zentralbank schon in die Medien, dass man hier auch wirklich realistische Chancen sähe, den Leitzins unter den Bereich von 2 Prozent absinken zu lassen. Und eine Einschätzung der Europäischen Zentralbank erweist sich derzeit als mehr als schwierig. Die Chancen, dass der Leitzins 2009 dann einen Abfall auf 1,50 Prozent nimmt, sind inzwischen in den Bereich der Realität gelangt und so steht nun der Ifo-Index im Aufmerksamkeitsbereich. Alle Entwicklungen außer einem Absacken wären sehr überraschend und so sollten sich die Auswirkungen auch in Grenzen halten.

Wichtig am Donnerstag war natürlich für den Devisenmarkt auch die Nachricht, dass die Förderkürzungen, die durch die OPEC beschlossen wurden, keinerlei Auswirkungen auf den gewünschten Preisanstieg hatten – sogar im Nichts verpufften. Die Wirkung der größten Ölförderkürzung blieb aus und zudem brach der Ölpreis weiterhin ein – auch jetzt schon unter 40 US-Dollar. Der Verfall zeigt klar, dass sich hier die Angst vor einer potentiellen Depression ausdrückt. 

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