Enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA

Um die Mittagszeit wurde der Euro mit 1,2603 US Dollar gehandelt. Die Spanne zwischen dem Tagestief und dem Tageshoch der europäischen Gemeinschaftswährung ist recht eng. Die Analysten gehen davon aus, so dass ein Nachlassen der Volatilitäten auf den Devisenmärkten eingesetzt hat. Dadurch wurde der seit mehreren Tagen zu beobachtende Seitwärtstrend in der Währungspaarung EURUSD begünstigt. Am Nachmittag konnte der Euro zeitweise auch über die 1,28 Dollar Marke hinaus schießen. Den Spitzenwert erreichte die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,2804 Dollar. Kurz vor Börsenschluss lag der Euro noch immer über den Preis von heute morgen. Der Kursanstieg des Euros ist auf die schlechten Konjunkturdaten aus den USA zurückzuführen. Die amerikanischen Verbraucherpreise haben in den Vereinigten Staaten die Angst vor einer Deflation aufkommen lassen. Die Verbraucherpreise der USA sind im Oktober auf ein Rekordniveau gefallen. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Preise um 1,0 Prozent zurück. Seit Beginn der Aufzeichnung der Verbrauchpreise im Jahre 1947 gab es noch nie einen derartigen Verfall. Die Jahresteuerungsrate fiel auf 3,7 Prozent, im Gegensatz zum Vormonat von 4,9 Prozent. Eine weitere Senkung des Leitzinses der Fed scheint damit immer wahrscheinlicher zu werden. Die Daten für den amerikanischen Häusermarkt sorgten ebenfalls für reichlich Ernüchterung. Immer noch befindet sich der US Immobilienmarkt in der schwersten Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Stimmungsindikatoren für das Baugewerbe befinden sich ebenso auf einem negativen Rekordniveau. Definitionsgemäß befindet sich der amerikanische Häusermarkt damit in einer tiefen und ausgeprägten Depression. Experten rechnen erst in der Mitte des Jahres 2009 mit einer Überschreitung der Talsohle auf dem US Immobilienmarkt. Das Britische Pfund Sterling konnte sich im Laufe des Vormittags etwas erholen und legte gegenüber dem Dollar und dem Euro etwas zu. Die Kursgewinne des Britischen Pfunds können mit der Eindeckung von Devisenpositionen erklärt werden, die die Anleger eingegangen sind, für den Fall eines weiter fallenden Pfunds.

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