Dollar – Sturz ins Bodenlose

Auch am heutigen Mittwochnachmittag konnte der Euro weiter kräftig gegenüber dem Dollar zulegen. In seinem Tageshoch stand die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,4440 Dollar. Gegen Ende des europäisch geprägten Forex-Trades lag der Euro fest über der 1,43 Dollar Marke. Im Vergleich dazu startete der Euro heute morgen noch um die 1,41 Dollar Marke liegend in den Forex-Trade. Analysten sehen bereits kurzfristig die Chance, dass die europäische Gemeinschaftswährung die 1,50 Dollar Marke antesten könnte, wahrscheinlich sogar noch in diesem Jahr. Die Nachfrage nach der amerikanischen Währung dagegen ist massiv zurückgegangen. Vor Jahresende wird auch nicht mehr mit einer Richtungsänderung zugunsten des Dollars gerechnet. Marktbeobachter sehen sich daher in ihrer Annahme bestätigt, dass die kräftige Leitzinssenkung der amerikanischen Notenbank von Dienstagabend auf ein Niveau zwischen Null und 0,25 Prozent sich massiv auf den Dollar auswirkt und ihn noch zusätzlich belastet. Der derzeitige Ausgabedruck auf den Dollar ist enorm.

Für die meisten Investoren lautet derzeit wohl Devise, dass ein zinsloser Dollar mehr als unattraktiv ist. Einige Experten sind sich sicher, dass wir zur Zeit das Ende der Dollar-Rally erleben. Die gestrige Leitzinsentscheidung und das anschließende Statement von Ben Bernake, dem Präsidenten der Federal Reserve, werden als Kapitulation vor der Wirtschafts- und Finanzkrise betrachtet. Tief ist auch der Einbruch gegenüber der japanischen Währung. Der Dollar ist unter die als psychologisch wichtig betrachtete Marke von 90 Japanischen Yen gefallen. Das heutige Tagestief des Dollars lag bei 87,12 Yen. Analysten und Experten sind sich einig, dass gestern die Federal Reserve eindeutig klar gemacht hat, wie schlecht es um die amerikanische Wirtschaft gegenwärtig bestellt ist. Zusätzlich könnte den Dollar noch belasten, dass durch das Einschwenken auf die Politik der so genannten quantitativen Lockerung, die Finanzmärkte mit einer Erhöhung der Geldmenge rechnen müssen.

In den nächsten zwei Jahren wird sich Amerika wohl auf einen starken Anstieg der Inflationsrate einstellen müssen. Die japanische Regierung sucht derweil Mittel und Wege, um dem starken Yen entgegenzuwirken. Die exportorientierte japanische Wirtschaft ist auf einen möglichst starken Dollar angewiesen, um ihre Produkte mit guten Renditen zu verkaufen. Aber spätestens seit dem gestrigen Dienstag wertet die amerikanische Währung gegenüber fast jeder anderen Währung massiv ab. Und auch das Britische Pfund Sterling setzte heute seinen Abwärtstrend gegenüber dem Euro fort. Mit 0,93 Pence erreichte der Euro einen Höchstwert gegenüber der britischen Währung. Eine Ausnahme bildet das Britische Pfund gegenüber dem Dollar. Hier konnte es heute auf den Forex-Märkten etwas an Boden gut machen. Doch wen wundert’s, bei der gegenwärtigen Schwäche des Dollars.

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