Die Handelssignale von Euro und Co.

Die Finanzkrise und der Käse – was haben die gemeinsam? Weil die marktbewegenden Ereignisse im Bereich der Unternehmens- und Politfronten derzeit ausbleiben, lassen sich auch skurille Auswüchse der Finanzkrise einmal beleuchten und ausgiebig betrachten.

So gibt es Berichte – eher privater Art – dass der italienische Staats eine Rettungsaktion für die Produzenten des bekannten und beliebten original Parmigiano Reggiano – einem italienischen Käse – in Form von Stützungskäufen plant. So soll den Herstellern dieser Käsespezialität aus der Kreise geholfen werden. Ist das jetzt eine Ente oder gibt der italienische Staat tatsächlich Millionen Euro in Form von Steuergeldern aus, um damit Käselaibe aufzukaufen, die dann später gemeinnützig verschenkt werden?

Handelsblätter berichten genau dies und machen den Glauben an eine Zeitungsente eher unwahrscheinlich. Wenn es denn stimmt – eine wirklich sehr gute Lobbyarbeit. Das detailverliebte Südeuropa zeigt sich wieder einmal von seiner feinen Seite. Die Frage ist lediglich – ganz am Rande – ob es in Italien keine anderen Probleme als Käse gibt angesichts der Finanzkrise. Und die Signalwirkung dieser Tat hat auch alle Erwartungen erfüllt, denn der Wettbewerb steht nun auch in Rom vor der Tür und erwartet Hilfen. Da geht es dann auch um Parmesan und zudem Büffelmozarella.

Mal ganz am Rande im Bereich der Signale, die Euro und Co. im Hinblick auf den Devisenmarkt geben.

Da sieht es nämlich so aus, dass die Paarung EUR/USD nach ihrem Anstieg am Freitag und dessen Fortsetzung zu Anfang der aktuellen Handelswoche aber langfristig wohl eher eine Abwärtstrendlinie notiert. Der Kursverlauf wird sich dann in den nächsten Tagen eindeutig entscheiden. Und da stellt sich dann die Frage: Bruch und nächstes Kursziel, das dann bei 1.3800 liegt oder eher ein Abprall und eine Rückentwicklung auf 1.3050?

Die Entscheidung fällen wohl eher die Marktteilnehmer durch ihre Tendenz zur Risikobereitschaft bzw. dem Sicherheitsbedürfnis und das Sentiment, die Rentenpapiere in Commodities umschichten zu lassen. Die aktuellen Jahresperformances wären durch eine Jahresrallye sicherlich besser bedient. Aber ist der Mut der Anleger vorhanden? Asien war in diesem Bereich mutig und die Aktienmärkte zeigen feste Tendenzen – Gold und Öl allerdings nicht.

Heute wäre eine Korrektur des Anstiegs der Woche möglich. Dabei ist aber eine wiederholte Rallye mit Überschreiten des bisherigen Tageshochs nicht auszuschließen. 

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