Der Dax startet positiv in die Woche

Der Anfang der Woche könnte für den deutschen Aktienmarkt mit Gewinnen einen guten Start bringen. Die Börse Tokio hat bereits gute Vorgaben geliefert, denn dort legte der Leitindex Nikkei mit mehr als fünf Prozent zu. Und so können schon am Nachmittag des ersten Handelstages der Woche wichtige Konjunkturdaten in bedeutsame Bewegung geraten.

Durch die Kursgewinne von der Wall Street und aus Tokio kann der deutsche Aktienmarkt durch diese positiven Anstöße die Woche deutlich im Plus angehen. In New York hatte die Börse mit Kursgewinnen schließen können, nachdem eine Dotierung bei Handelsende in Europa im Minusbereich gelegen hatte. Im Plus schließen konnte der Dow Jones Index bei 8.629 Punkten mit 0,8 Prozent. Auch der Nasdaq-Composite lag im Plus bei 1.540 Punkten mit 2,2 Prozent.Die gestiegenen Hoffnungen auf das Rettungspaket, das die US-Regierung für die US-Automobilindustrie möglicherweise stellt, konnte die Börse Tokio zulegen, wie Händler beobachteten. Da stieg der Nikkei-Index auf 8.664 Stellen – und das damit um 5,2 Prozent.

Für den Nachmittag des ersten Handelstages der Woche sind es dann die US-Konjunkturdaten, die weitere Impulse einfließen lassen – ganz besonders betrifft das die Zeit vor dem Handelsbeginn der Empire State Index für den Monat Dezember.

Die Siemens-Aktie ist es, die am Montag dann interessant für die Anleger werden könnte. Da sind es milliardenschwere Korruptionsaffären und damit eine Geldstrafe von bis zu einer Milliarde Euro, die in den USA und Deutschland auf den Mischkonzern zukommen könnte. Mit 600 Millionen Euro entfallen allerdings deutlich weniger als bisher angenommen an die Usa. Von Händlern wird die Nachricht als positiv eingeschätzt – der Konzern hatte nämlich bereits eine Milliarde Rückstellungen für diese Zahlungen geleistet.

Auch Continental bleibt im Auge der Händler. Da ist es die geplante Übernahme von Schaeffler, einem Autozulieferer, der den offenen Streit zwischen den beiden Unternehmen entfacht hat. Die Vorwürfe von Continental, sich in Geschäfte einzumischen, wurden seitens Schaeffler massiv zurückgewiesen und selbst die Firmeneigentümerin ist erstaunt über die Behauptungen, die da aus Hannover herübergelangen.

Der Hintergrund dieses Streits, der durch die Kritik von Continental heraufbeschworen wurde, liegt darin begründet, dass Neuverhandlungen mit Banken in Milliardenhöhe zwecks Übernahme von VDO, einer früheren Siemens Tochter, angegangen wurden. Und hier sind auch Börsianer der Ansicht, dass sich Schaeffler mit seinem Verhalten sehr undurchsichtig gibt.

Da sind dann noch Bilfinger Berger, auf die es ein Auge zu haben lohnt. Im Bau- und Dienstleistungskonzern wird nämlich die Auswirkung der globalen Finanzkrise noch nicht gespürt, auch wenn man im Konzern davon ausgeht, von den Auswirkungen natürlich nicht komplett verschont zu werden. Und so zieht der Konzern sein Augenmerk von Großakquisitionen ab und richtet es mehr auf den Dienstleistungsbereich, der das Portfolie dann mit kleineren und gezielten Käufen stärken soll. Das zyklische Baugeschäft ist nicht das Ziel von Bilfinger Berger, um darin zu wachsen. Für Händler wirken diese Aussagen beruhigend und zuverlässig.

Arcandor wird durch die Schuldeingeständnisse seines Chefs im Hinblick auf die Aktien des Handels- und Tourismuskonzerns keine Auswirkungen spüren. Der Chef hatte nämlich eine Teilschuld eingeräumt, die der an der Krise bei Karstadt, einer Kaufhof-Tochter, auf sich nimmt. Aber für Arcandor wurden von ihm die Ziele von 2008 und 2009 als gut beschrieben, auch wenn Analysten von einem schwächeren Ausfall als seitens der Unternehmensleitung angekündigt ausgehen.

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