Hilft streng reglementierte Regulierung gegen Finanzexzesse?

Neue Regel kommen auf den Tisch im Zusammenhang mit der Finanzwelt, denn Banker und Finanzjongleure sollte an weiteren Exzessen gehindert werden, die dann den globalen Crash der Devisenmärkte verschärfen. Reformpläne sind bereits vorhanden und Anleger müssen sich mit Veränderungen im Bereich des Devisenmarktes beschäftigen, die sich dann in den Schlagworten Bilanzen, Finanzaufsicht und auch Managerhaftung niederschlagen, die ihren Ursprung im Einbruch des US-Häusermarktes haben und wodurch letztlich die globale Finanzkrise ausgelöst wurde. George W. Bush wird seine letzten Aktivitäten im Amt wohl nicht als Wohltäter bei alten Bekannten wahrnehmen dürfen. Eher unangenehm dürften seine Aufgaben sein, denn Vorschläge hinsichtlich einer neugestalteten globalen Finanzarchitektur, die dann als Punkt auf der Agenda es Weltfinanzgipfels auftauchen, an denen die weltweit wichtigsten Industrie- und Schwellenländer teilnehmen, zeigen sch dann eher als Abrechnung mit der Regierungszeit des George W. Bush. Vorwerfen lassen muss sich Bush dabei im Hinblick auf die vergangenen Finanzexzesse, dass er eine Laissez-fair-Politik im Bereich der Großspekulanten und Banken betrieben habe, dass im Gegenzug mit einer Verschärfung des privaten Schuldrechts einherging. Allerdings muss sich Bush nun vorwerfen lassen, dass der sich machtvoll gegen Kontrollen der Hedgefonds stellte und zudem einen der wichtigsten Investmentbanker, nämlich Henry Paulson als Goldman-Sachs-Chef zum Finanzminister erhob. Zweifler fragen sich, ob aufgrund dieser lückenhaften Handhabung des Finanzmarktes letztlich der gesamte Devisenmarkt den Charakter eines Kasinos bekommen hat, bei dem sich dann Fondsmanager und Banker zeitlich nahezu unbegrenzt finanzielle Mittel für Finanzwetten ausleihen durften – die tickende Zeitbombe wurde dabei nach diesen Meinungen nicht gespürt. Auch deutliche Warnungen der Zentralbanken wurden nicht angenommen und auch der Internationale Währungsfonds sowie die US-Chefaufsicht im Bereich der Derivate wurden mit ihren Warnungen nicht erhört. Während konkrete Ergebnisse für diesen Gipfel noch nicht feststehen, wird über einen Zeitplan für Beschlüsse nachgedacht, de dann strenge Auflagen für Ratingagenturen, Banken und Hedgefonds beinhalten und auch das Thema Steueroasen strenger reglementieren sollten. Die Bezeichnung der Weltfinanzpolizei ist hierbei vielleicht etwas ironisch – aber so falsch nun auch wieder nicht. Während die USA noch in den Zeitplänen stecken, drängt die EU auf Ergebnisse hinsichtlich der Reformen, die in 100 Tagen erste Ergebnisse mit sich bringen sollen. Dabei ist der Zeitdruck aber nicht unbedingt dazu geeignet, weitere Crashs durch Schnellschüsse zu vermeiden, wird gern und sicherlich auch nicht ganz falsch argumentiert. Insgesamt ist die Verkettung verschiedener Probleme letztlich schuld an der Finanzkrise, die durch billige Gelder der Zentralbank, Schlupflöcher für Trickser im Bilanzbereich und darüber hinaus völlig überforderte Aufsichtsbehörden ihren Lauf letztlich genommen haben. Dieser darauf entstandene Domino-Effekt ist es, der nach Meinung von Finanzexperten unterbunden werden soll, um weitere Crashs zu verhindern. Langfristige Fehlentscheidungen haben zu einer Lage des Devisenmarktes geführt, die aus Gewohnheiten entstanden ist und so wird von Fachleuten gefordert, dass sowohl Regulierung als auch Aufsicht wie ein stetig lernender Organismus funktionieren und so langsam steigende Temperaturen im Finanzmarkt bereits frühzeitig erkannt und unterbunden werden sollten, um ein weiteres Überkochen zu verhindern. Frühe Reaktionen, resultierend aus strengeren und aufmerksameren Kontrollen, sind gefordert.

 

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