Euro auf Höhenflug

Im europäisch geprägten Forex-Trade startete der Euro am heutigem Donnerstag einen wahren Höhenflug. Mit einem Tageshöchststand von 1,3274 Dollar erreichte die europäische Gemeinschaftswährung ein Sechs-Wochen-Hoch gegenüber der amerikanischen Währung. Der Euro zeigte sich heute sehr fest und stabil. Die seit zwei Tagen laufende Rally konnte der Euro heute fortsetzen. Gestützt wurde der Euro dabei unter anderem von den Daten zum US Haushaltsdefizit. Das Haushaltsdefizit ist im Monat November zum zweiten Mal in Folge nach oben geschnellt. Das aktuelle Defizit beträgt 164,4 Milliarden Dollar. Laut den Angaben der amerikanischen Finanzbehörde sind die Steuereinnahmen um 4,2 Prozent gefallen. Auf der anderen Seite explodierten die Ausgaben um 24 Prozent. Das ist mehr, als Experten erwartet haben. Die Importpreise brachen im Monat November um 6,7 Prozent ein. Damit sind die Importpreise ebenfalls auf ein Rekordniveau gefallen.

Auch im Bezug auf die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lagen die Erwartungen deutlich niedriger. Die Zahl der Erstanträge ist so hoch wie seit 26 Jahren nicht mehr. Die Zahl der laufenden Anträge ist sogar auf einem 34-Jahres-Hoch. Im Vergleich zur Vorwoche liegt die Zahl der Erstanträge mit 58.000 Neuanträgen mehr als doppelt so hoch, als es die Experten zuvor erwartet hatten. Einige Analysten sind sehr pessimistisch gestimmt und rechnen mit einem weiteren Abwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitsmarktexperten prognostizieren daher einen Anstieg der Arbeitslosen auf 600.000 bis 700.000. Vergleichbare Zahlen wurden als letztes während der Rezession in den siebziger Jahren gemessen. Anhand dieser sehr schlechten fundamental Daten aus den Vereinigten Staaten, meiden die Investoren zur Zeit den Dollar.

Durch die massiv schlechten Konjunkturdaten aus den USA, konnte heute der Ausbruch des Euros aus seinem Seitwärtskanal untermauert werden. Marktbeobachter werten die aktuellen Entwicklungen auf den Forex-Märkten als drohenden Kollaps der amerikanischen Wirtschaft. Die von der amerikanischen Notenbank Federal Reserve angeworfene Notenpresse belastet den Dollar schwer. Sollte der Euro den Widerstand der 1,33 Dollar Marke übertreffen, könnte er in der nächsten Zeit sogar den Widerstand von 1,35 und 1,40 Dollar in Angriff nehmen.

Gegenüber dem Schweizer Franken erwies sich der Euro heute auch als stabil. Gegen Ende des europäisch geprägten Forex-Trades notierte der Euro bei 1,5750 Schweizer Franken. Im Währungspaar EURCHF konnte die europäische Gemeinschaftswährung ein Zwei-Monats-Hoch erreichen. Die Schweizer Nationalbank hatte heute die Leitzinsen um weitere 50 Basispunkte gesenkt. Damit deckten sich die Erwartungen der Marktbeobachter.

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