Kräftige Kursgewinne

Der Euro konnte zum Beginn des europäisch geprägten Devisenhandels am Donnerstagmorgen kräftige Kursgewinne verbuchen. Mit guten Vorgaben aus dem asiatisch geprägten Devisenhandel startete der Euro heute mit 1,3148 Dollar. Damit lag er deutlich über 1,30 Dollar Marke, die die europäische Gemeinschaftswährung am Mittwoch bezwungen hatte. Derzeit profitiert der Euro nach wie vor von den positiven Entwicklungen an den Aktienmärkten. Zur Risikobereitschaft der Investoren trägt außerdem die Hoffnung vieler Marktteilnehmer auf positive Effekte durch weitere Zinssenkungen der Zentralbanken sowie durch die angekündigten neuen Konjunkturprogramme bei. Der Euro zieht gegenwärtig daraus seine Kraft und Stärke gegenüber dem Dollar.

Die amerikanische Währung leidet wiederum unter den immer neuen Rettungsprogrammen für die amerikanische Wirtschaft. Das neueste Rettungsprogramm soll der schwer angeschlagenen Automobilindustrie unter die Arme greifen und zu deren Stabilisierung beitragen. Nachteil der vielen Konjunkturprogramme ist die gefährliche Aufblähung des amerikanischen Haushaltsdefizits. Darin wird auch der Grund gesehen, warum der Japanische Yen momentan nicht gegenüber dem Dollar zurück kommt. Rezession, Entlassungen und die sich weiter verschärfende Kreditkrise haben die amerikanische Wirtschaft in einen Teufelskreis getrieben. Die Arbeitslosenquote ist mit 6,7 Prozent im November so hoch wie seit 1993 nicht mehr. Es wurden über 533.000 Stellen gestrichen und der Abwärtstrend am Arbeitsmarkt ist seit der letzten Rezession von 1973/75 nicht mehr so stark gewesen wie heute. In den nächsten Wochen und Monaten rechnen Arbeitsmarktexperten mit weiteren Entlassungen. Hinzu kommt die besonders bedrohliche Lage auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt, die sich weiter verschlechtert. Dies alles drückt zur Zeit massiv auf den Dollar.

Die Experten erwarten daher an den Forex-Märkten ein Fortsetzen der Euro-Rally. Bis Ende des Jahres werden kaum noch fundamentale Konjunkturdaten erwartet. Am heutigen Donnerstagnachmittag werden die Zahlen der US Handelsbilanz veröffentlicht. Außerdem werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bekannt gegeben. Von diesen Daten erwarten die Marktbeobachter einige Impulse für die Forex-Märkte.

Mit dem Kursanstieg des Euros über die 1,31 Dollar Marke, konnte die europäische Gemeinschaftswährung den technischen Widerstand bei 1,3050 Dollar überwinden. Experten geben das nächste Kursziel für den Euro mit 1,3350 Dollar an. Vor allem Aufgrund der dünner werdenden Liquidität auf den Forex-Märkten, geben die Analysten mögliche Ziele von 1,3550 und bis zum Ende des Jahres sogar von 1,3880 Dollar aus. Sollte der Wechselkurs allerdings unter 1,2880 Dollar fallen, so müssten die prognostizierten Kursziele korrigiert und neu bewertet werden.

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