Euro zieht kräftig an

 

Am heutigen Montag haben sich die Aktienmärkte weltweit erholt. Auf den Forex-Märkten hat vor allem die europäische Gemeinschaftswährung davon profitieren können. Zum Ende des europäisch geprägten Forex-Handels überschritt der Euro die Marke von 1,29 Dollar. Am späten Nachmittag war der Euro mit 1,2940 Dollar knapp anderthalb Cent mehr Wert als zum Handelsbeginn. Die Europäische Zentralbank legte heute Mittag den Referenzkurs für die Wechselkurspaarung EURUSD mit 1,2854 Dollar bzw. 0,7780 Euro fest. Zum Vergleich: Der Referenzkurs lag am Freitag bei 1,2665 Dollar bzw. 0,7869 Euro. Zur Zeit profitiert der Euro von der deutlich gesteigerten Risikobereitschaft vieler Investoren.

Die gegenwärtige Entwicklung an den Forex-Märkten spiegelt die günstige Entwicklung an den Aktienmärkten wieder. Damit zeigt sich einmal mehr die derzeitige Abhängigkeit des Devisenhandels von den Wertpapierentwicklungen. Steigen die Kurse an den Aktienmärkten, so steigt auch die Risikobereitschaft der Anleger. Vor allem die europäische Gemeinschaftswährung kann von der sinkenden Risikovermeidung der Investoren profitieren. Sowohl der Dollar als auch der Japanische Yen werden bei sinkenden Notierungen repatriiert.

Die positiven Vorgaben aus den Vereinigten Staaten haben heute die globalen Wertpapiermärkte gestärkt. Die positiven Vorgaben sorgten für einen ordentlichen Kursschub nach oben. Einige Beobachter bewerten die Kursgewinne des Euros auch als verzögerte Reaktion auf die schlechten Arbeitsmarktdaten aus den USA vom vergangenen Freitag.

So gut wie keinen Einfluss auf die Forex-Märkte hatten die Daten der deutschen Industrie gehabt. Im Oktober sind die Produktionszahlen des verarbeitenden Gewerbes abermals gesunken und damit zum zweiten Mal in Folge. Viele Ökonomen werten die schlechten Daten als ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die deutsche Wirtschaft bereits in einer schweren Rezession befindet. Die Experten gehen sogar davon aus, dass es sich um den kräftigsten Abschwung seit Gründung der Bundesrepublik handelt.

Der Euro bewegt sich aber auch am heutigen Montag in dem seit Wochen sichtbaren Seitwärtskanal zwischen der 1,25 und 1,30 Dollar Marke. Auch heute schaffte es die europäische Gemeinschaftswährung im Vergleich zum Greenback nicht aus dem Seitwärtskanal auszubrechen. Analysten sehen den Schlüsselwiderstand des Euros bei 1,3050 Dollar. Erst wenn dieser nachhaltig gebrochen werden kann, wird der Euro wieder neuen Spielraum haben.

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