Rettungspaket für die US-Autoindustrie?

 

Die drei großen der US-Automobilindustrie kämpfen wirklich ums Überleben. Ford, GM und Chrysler haben noch in der letzten Woche auf 34 Milliarden US-Dollar gehofft, die dann ihre Geschäfte sanieren könnten. In dieser Höhe konnten sich die USA zu einem Hilfspaket aber nicht durchringen und so müssen die drei Autoriesen mit geringeren Mitteln auskommen – aber auf Hilfe darf erwartungsgemäß gesetzt werden.

Der amerikanische Kongress hat klare Signale gegeben, dass die Unterstützung der drei in Not geratenen Automobilkonzerne angegangen wird. Milliardenschwere Hilfen sind es, die für die Konzerne gestellt werden. Weil die Hilfen kurzfristig gestellt werden müssen, sind Entscheidungen hier besonders brisant. Um nämlich einen weiteren Stellenabbau in der Autoindustrie zu verhindern, sind es dann parteiübergreifende Hilfen, die notwendig sind und schnell geschaffen werden müssen und die dann auch in langfristige Lösungen – unter grundlegender Umstrukturierung – greifen müssen.

Fast alle Mitglieder des Finanzausschusses sind der Ansicht, dass langfristige Lösungen für die Automobilindustrie geschaffen werden müssen, um den kompletten Kollaps auch in der Zukunft zu verhindern.

Die Angst vor dem echten wirtschaftlichen Desaster ist es dann, die den Finanzausschuss zu einer Rettungsaktion in Höhe von 15 Milliarden Dollar als Finanzspritze für die drei angeschlagenen Autokonzerne bewegt. Wenn nämlich die drei US-Autofirmen wirklich in den Bankrott stürzen, sind die Folgen für die USA in wirtschaftlicher Hinsicht enorm. Über die Form und die Höhe der finanziellen Hilfe sind große Diskussionen entfacht worden und letztlich konnte man sich auf 15 Milliarden US-Dollar in Form von Überbrückungskrediten einigen.

Mögliche Verluste von weiteren 530.000 Jobs in der Automobilindustrie waren es schließlich, die dieses Paket der Hilfe ermöglichten. Die Arbeitsmarktberichte für den November aus den USA waren ohnehin alles andere als erfreulich und weitere Erhöhungen der Arbeitslosenzahlen wollte man hier nicht riskieren. Und genau die Bilanzen waren es auch, die letztlich zu schnellen Lösungen in der Diskussion führten. Barack Obama wird dann am 20. Januar 2009 sein Amt antreten und die langfristige Lösung der Probleme in der Automobilindustrie angehen. Aber vor Februar wird hier mit weiteren Neuigkeiten nicht zu rechnen sein – zumal die erste Hilfe ja nun getan ist, um den Kollaps zu verhindern.

Nicht zuletzt die Chefs von GM, Chrysler und Ford hatten noch einmal eindringlich um Hilfen gebeten. Sogar eine Fusion zwischen GM und Chrysler als langfristige Lösung wurde in Aussicht gestellt – sofern diese Bedingungen gestellt werden sollten. Das Wochenende hat nun die Lösung gebracht, die den Konzernen das Überleben rettet – bis dann der neue US-Präsident für langfristige Lösungen sorgt.

War es vielleicht auch der Hintergrund, dass letztlich Kredite die kostengünstigste Alternative sein könnten im Rettungsunternehmen? Die Erteilung der Finanzspritze bringt für die Regierung dann nämlich die Möglichkeit der Aufsicht, die sich dann ähnlich einem Insolvenzverwalter auswirkt. Und da war es dann Ford, der sich von dieser Idee nicht wirklich begeistert zeigte.

Bush hat hier wohl noch einmal öffentlichkeitswirksam mitmischen wollen, denn auch er schaltete sich in die Diskussionen noch ein. Und da wies er dann auf die drohenden Pleiten hin, die sich angesichts der Rezession ergeben könnten und die man bei einer Entscheidungsfindung unbedingt berücksichtigen sollte. Aber dies Hilfen für die Autoindustrie sollten dann nicht nur für ein Überleben der Industrie sorgen, sondern ein Erblühen durch harte Arbeit der Firmen mit sich bringen.

 

Teile und hab Spaß Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG