Devisenmärkte pendeln Auf und Ab

Die meisten internationalen Börsen schlossen gestern mit kräftigen Abschlägen. Nicht nur die Devisen- sondern auch die Aktienmärkte waren gestern sehr volatil. Im asiatischen Handel dominierten vor allem die roten Zahlen, aufgrund der schlechten Nachrichten aus der japanischen Wirtschaft. Entsprechend stark startete heute auch der US-Dollar auf den Forex-Märkten. Allerdings werden heute auf den USA eine Reihe weiterer Konjunkturdaten erwartet. Eines scheint bereits jetzt klar zu sein: Mit einer positiven Überraschung bei den Indizes rechnet kaum jemand. Zudem richtet sich heute die Aufmerksamkeit der Analysten und Anleger auf die mit Spannung erwartete Rede des Fed-Chefs Bernankes vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses der USA. Die Rede soll neben einer Erläuterung zum US-Rettungspaket für die Finanzbranche auch eine Einschätzung der wirtschaftlichen Lage beinhalten. Das Interesse ist sehr groß, da Beobachter auch Hinweise zur zukünftigen Geldpolitik erwarten. Das Tief der amerikanischen Leitzinsen soll im Winter bei 0,50 Prozent eskomptiert werden. Die Verringerung der Fed Funds Target Rate von derzeit 1,0 Prozent auf 0,50 Prozent ist bereits zu 100 Prozent eingepreist. Optimistisch geben sich Branchenexperten, da der Erwartung einer weiteren Senkung des Zinsniveaus der in dieser Woche zu veröffentlichenden Daten nichts entgegen steht. Der Inflationsdruck ist rückläufig, was auch Auswirkung auf die amerikanischen Erzeugerpreise haben wird. Gestärkt wird diese Annahme durch den mehr als deutlichen Rückgang der Importpreise und die einbrechenden Rohstoffnotierungen. Daher erscheint den Experten die Konsensschätzung eines Minus im Vergleich zum Vormonat von 1,8 Prozent durchaus realistisch. Weitere Impulse für den Devisenmarkt erhofft man sich auch vom deutlichen Zurückfallen der Jahresteuerungsrate. Auch die Stimmung auf dem Bau- und Immobiliensektor dürfte die Erwartung einer weiteren geldpolitischen Lockerung durch die Fed nicht trüben. Im Verlauf des heutigen Tages werden noch weitere wichtige Konjunktur aus den USA erwartet, wie die US Internationalen Kapitalströme, US Redbook oder der US ICSC-USB Index. Wie bereits angedeutet, werden auch hier keine größeren positiven Überraschungen erwartet.

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