Kursvorsprung dahin geschmolzen

Der Ausklang des heutigen Handelstages und der Handelswoche an den Forex-Märkten ist ernüchternd. Am gestrigen Donnerstagnachmittag konnte der Euro gegenüber dem Dollar ordentlich zu legen. Doch bereits zum Handelsbeginn des Freitags startete die europäische Gemeinschaftswährung unter dem Wert vom Vorabend. Den am Donnerstag mühsam aufgebauten Vorsprung, verlor der Euro im Laufe des heutigen Freitags vollends. Auch die enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA konnten die europäische Gemeinschaftswährung im Forex-Trade nicht stützen. Gegen Ende der Handelswoche notierte der Euro auf dem europäisch dominierten Forex-Markt 1,2677 Dollar. Damit kostete der Euro noch einmal knapp einen Cent weniger als zum Handelsauftakt. Am Donnerstag erreichte der Euro noch einen Spitzenwert von 1,2848 Dollar. Heute schaffte er einen solchen Ausbruch nicht mehr. Gegen Mittag legte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs für die Wechselkurspaarung EURUSD auf 1,2665 Dollar bzw. 07896 Euro. Am Vortag notierte das Währungspaar noch bei einem Referenzkurs von 1,2620 Dollar bzw. 0,7924 Euro.

Der Blick auf die amerikanischen Arbeitsmarktzahlen ließ die Experten erschaudern. Die Zahlen haben das Niveau von vor 15 Jahren erreicht. Die Arbeitslosenquote ist weiter gestiegen. Auch der Auftragseingang der deutschen Industrie ist noch einmal im Vergleich zum Vormonat eingebrochen. Analysten und Experten sind sich sicher, dass die amerikanische Notenbank, Federal Reserve, den Leitzins noch einmal dramatisch senken könnte. Vor dem Hintergrund, dass in den letzten vier Wochen etwa 500.000 Arbeitsplätze gestrichen wurden, halten es die Ökonomen für wahrscheinlich, dass die Fed den derzeitigen Leitzins von 1,00 Prozent bis auf Null Prozent senken könnte. Unterstützt werden sie dabei durch die Prognosen, dass im Dezember noch einmal knapp 320.000 Stellen wegfallen könnten. Vom neuen US Präsidenten, Barack Obama, wird daher nach seinem Amtsantritt im kommenden Jahr, die Auflage eines neuen Konjunkturpaketes erwartet.

Einige Experten gehen davon aus, dass im Euroraum die Sohle noch nicht erreicht worden ist. Vom Konjunkturzyklus her betrachtet, hinkt der Euroraum den Vereinigten Staaten noch hinterher, so dass weitere negative Überraschungen nicht ausgeschlossen werden können. Die Stimmungsindikatoren haben nach Ansicht der Ökonomen die Bodenbildung noch nicht erreicht. Die Aktienmärkte stehen im Anbetracht der schlechten Konjunkturperspektiven immens unter Druck. Tendenziell wird davon vor allem der Dollar zu lasten des Euros profitieren.

Teile und hab Spaß Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • StumbleUpon
  • Reddit
  • Webnews
  • MisterWong
  • Y!GG