Arbeitsmarktzahlen belasten die Märkte

Der heutige Handelstag an den Forex-Märkten steht ganz im Zeichen des amerikanischen Arbeitsmarktberichtes. Dabei scheint schon jetzt abzusehen, wie dieser ausfallen wird: Negativ. Alle Indikatoren sind bereits negativ ausgefallen. Bei der Analyse der ISM-Indizes für das verarbeitende Gewerbe und die Dienstleistungsbranche zeigte sich die Beschäftigungskomponente durchweg rückläufig. Daraus lässt sich für den November ein kräftiger Abbau an Arbeitsplätzen ableiten. Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind enorm gestiegen. Mit über 500.000 neuen Anträgen im Vierwochenbeobachtungszeitraum, sind die Zahlen höher als 2001, dem Jahr der letzten Rezession in den USA. Im Vergleich zu heute wurden vor sieben Jahren bis zu 325.000 Arbeitsplätze im Vierwochendurchschnitt abgebaut. Die Experten erwarten einen Anstieg der amerikanischen Arbeitslosenquote auf 6,8 Prozent. Der Arbeitsmarkt ist ein untrügliches Zeichen für die konjunkturelle Verschlechterung der amerikanischen Wirtschaft. Aus diesem Grund kommen immer wieder Gerüchte und Spekulationen auf, dass die amerikanische Notebank, Federal Reserve, noch weitere Leitzinssenkungen beschließen könnte.

Aber auch in Deutschland werden heute wichtige Konjunkturdaten erwartet. Hier steht die Bekanntgabe der aktuellen Daten der Industrieaufträge an. Im September wurde der stärkste Auftragsrückgang der Industrie seit der Wiedervereinigung registriert. Im Oktober kam es zu einer leichten Erholung. Dennoch sind sich die Experten einig: Auch im November wird es eine Abschwächung geben. Die Industrie kann sich keinesfalls der weltweiten wirtschaftlichen Krise entziehen. Im Industriebereich lässt sich die Krise daher sehr gut an den Auftragseingängen ablesen. Die Marktbeobachter und Analysten sind sich aber im Vorfeld bereits einig, dass die Konjunkturdaten aus Deutschland wohl keine oder kaum spürbare Impulse für den Forex-Trade setzen werden.

Allgemein könnte der heutige Handelstag noch einige Schwierigkeiten bereiten. Nimmt man eine technische Analyse der Devisenmärkte vor, dann spricht gegenwärtig alles für den weiteren Aufwärtstrend in kleinen Schritten. Andererseits werden heute in den Vereinigten Staaten nicht nur die Arbeitsmarktzahlen bekannt gegeben, sondern auch die sogenannten Non-Farm-Payroll Zahlen. Diese Konjunkturdaten haben einen wesentlichen Einfluss auf die Forex- und Aktienmärkte. In der Vergangenheit waren sie oft schon für eine Trendwende verantwortlich. Ob die Arbeitslosenzahlen den Dollar heute stützen oder doch schwächen werden, lässt sich nicht so ohne weiteres sagen. Allgemein sind die Erwartungen sehr niedrig, da man mit den schlechtesten Zahlen seit 25 Jahren rechnet.

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