Starke Aktienmärkte fangen Euro auf

Zunächst sah die Entwicklung der europäischen Gemeinschaftswährung am Mittwoch gar nicht gut aus. Der Euro verlor im europäisch geprägten Forex-Trade immer mehr an Boden gegenüber Dollar und Yen. Erst am späten Nachmittag konnten die Tagesverluste ein wenig ausgeglichen werden. Sowohl die Wall Street als auch die deutsche Börse konnten gegen Ende des europäisch geprägten Aktienhandels noch einmal aufholen. Dadurch konnte sich der Euro gegenüber dem Dollar und dem Yen von seinen Tagesverlusten erholen. Unterstützt wurde die Wende auf dem Devisenmarkt vor allem durch die Veröffentlichung des ISM Einkaufsmanager-Index des amerikanischen Dienstleistungsgewerbes. Der Blick auf die Charts für die Währungspaarungen EURUSD und EURYEN zeigt, dass unmittelbar vor Bekanntgabe des Indizes die Wechselkurse des Euros nahezu am Tagestiefstand von 1,2602 Dollar bzw. 116,80 Japanischen Yen lagen. Nachdem dem die Konjunkturdaten veröffentlich waren, zog die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Greenback auf 1,2690 Dollar bzw. auf 118,35 Japanischen Yen an.

Der amerikanische ISM Einkaufsmanager-Index für das Dienstleistungsgewerbe ist im vergangenen Monat auf 37,3 Punkte gefallen. Das ist der tiefste Stand seit dem Beginn der Aufzeichnung im Jahre 1997. Amerikanische Experten haben ein Nachlassen auf 42,0 Punkte erwartet. Im Oktober lag der Index noch bei 44,4 Punkten. Nachdem aber bereits am Montag alle Erwartungen an den ISM Einkaufsmanager-Index für das produzierende Gewerbe unterboten wurden, hatten die meisten Investoren die schwachen Daten bereits eingepreist. Dagegen ist die Produktivität der amerikanischen Unternehmen im dritten Quartal des laufenden Jahres gestiegen – deutlich mehr, als die Experten erwartet haben. Die heutigen Daten haben jedenfalls kurzfristig den Euro gegenüber Dollar und Yen gestützt. Mit Blick auf die kommenden Tage, ist mit weiteren schlechten Konjunkturdaten zu rechnen. Der Druck auf den Euro wird also noch einmal zunehmen. Nutznießer der schwachen konjunkturellen Lage ist weiterhin der Japanische Yen. Zur Zeit ist sehr gut zu beobachten, dass sehr viele Japaner ihr Geld aus dem Ausland abziehen.

Das Britische Pfund Sterling konnte sich heute gegenüber dem Euro oder dem Dollar nicht behaupten. Das Britisch Pfund verlor 0,4 Prozent gegenüber dem Euro und 1,2 Prozent gegenüber dem Dollar. Neue schlechte Nachrichten der britischen Wirtschaft setzten das Britisch Pfund Sterling unter Druck. Seit dem Beginn der Datenerhebung im Jahre 1996 hat die Wirtschaftskraft des Dienstleistungssektors in Großbritannien noch nie so sehr nachgegeben, wie im vergangenen November. Das Verbrauchervertrauen im Vereinigten Königreich fiel auf den Stand von vor vier Jahren. Am Donnerstag wird die Bank of London ihre Zinsentscheidung bekannt geben. Analysten erwarten eine Absenkung des Leitzinsniveaus von 3,00 auf 2,00 Prozent.

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