Forex- Aus der Antike in die Moderne

Bereits vor Tausenden von Jahren wurden zwischen den unterschiedlichsten Menschen Güter oder Dienstleistungen getauscht. Geprägte Münzen waren kaum verbreitet, also, wenn ein Bauer eine bestimmte Menge an Leder benötigte, tauschte er zum Beispiel Obst und Gemüse dafür ein. Heute ist diese Form des Handels weitgehend in den Hintergrund geraten, findet aber in abgeänderter Form nach wie vor statt. Denn, heute werden kaum noch Waren oder Dienstleistungen getauscht, sondern alles wird über das allen zur Verfügung stehende Geld abgewickelt. So kaufen Menschen ihre Lebensmittel, Kleider und Gebrauchsgegenstände mithilfe von Geldscheinen.

Diese moderne Art des Tauschhandels findet ihren stärksten Niederschlag auf den großen Finanzschauplätzen der Welt, besonders auf dem Devisenmarkt, kurz Forex genannt. Zu diesem Zweck legen die Länder einheitliche Währungskurse fest, damit ein stabiler Handel zustande kommen kann. Da sich jedoch die finanziellen Verhältnisse stündlich oder oft sekündlich ändern, findet diese Änderung besonders in den Währungskursen statt. Kluge Anleger haben diese Sparte für sich entdeckt, um die eben genannten Kursänderungen zu ihrem Vorteil auszunutzen. Dabei ist das Prinzip sehr einfach und für jeden verständlich. Ein Broker kauft ein bestimmtes Währungspaar, von welchem er überzeugt ist, dass es zum Beispiel in nächster Zeit aufgrund einer erhöhten Nachfrage an Stärke gewinnen wird. Der Kurs wird also aus der Einschätzung des Brokers steigen und er kauft in eine gewisse Währung. Steigt nun der Kurs tatsächlich, das kann entweder einige Stunden oder sogar Tage dauern, verkauft der Händler sofort wieder, um die Kurssteigerung in Profite zu verwandeln. So findet eine Entwicklung von antiken zu modernen Tauschgeschäften statt. Jedoch bleibt das grundlegende Prinzip immer gleich. Ein Händler möchte etwas tauschen, um durch den Tausch einen persönlichen Gewinn zu erzielen. So, wie in der Antike die Stimmung kippte, weil ein Züchter viele kranke Tiere tauschte, so kippt auch heute die Stimmung aufgrund von politischen oder besonders ökonomischen Entwicklungen. Das ist ganz besonders an der gegenwärtigen Finanzkrise abzulesen. Viele Anleger etwa scheuen derzeit asiatische Devisen und bleiben lieber bei stabilen Währungen wie Euro und Dollar. Dies hat seinen Grund vor allem im Vertrauen der Anleger in moderne Industriestaaten, welche Dank ihrer Möglichkeiten und der dazu gehörigen Organisation Währungssysteme durch enorme Finanzspritzen wieder auf die Beine helfen können. 

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