Wer oder was sind Margin und Leverage?

Devisenkurse schwanken häufig in überschaubaren Bereichen, die dann als sogenannte Volatilität bezeichnet werden. So bieten einige Market Maker den Akteuren des Marktes die Möglichkeit, Transaktionen ohne die gesamte Summe aufbringen zu müssen zu handeln. Hier handelt es sich um eine Art von Devisenkredit.

Natürlich ist der Market Maker daran interessiert, eine Sicherheitsleistung für diesen Kredit zu erhalten. Und genau diese Sicherheit bezeichnet man als Margin und so ist es diese Sicherheit, die dem Market maker die Sicherheit gibt, dass er nicht auf offenen Posten sitzen bleiben muss.

Wenn nämlich ein Kurs die falsche Richtung nimmt, dann wird genau dieser Verlauft aus der sogenannten Margin abgedeckt. Die Marginforderung beträgt dann je nach der Währung oder auch je nach Makler meist nur ein oder maximal zwei Prozent der Summe, die hier gehandelt wird. Hier ist dann ein Hebel entsprechend 100 bzw. 50 vorhanden.

Aber bei Derivaten wie zum Beispiel Optionen oder Futures haben die Nachschusspflicht schon als Regel – diese sind aber im Devisenhandel nur unter bestimmten Bedingungen vorhanden. So ist es dieser kleine Unterschied, der dann aber ein großes Loch in die Kasse reißen kann. Wenn nämlich das Guthaben über der Margin liegt, dann kann ein Investor auch große Verluste über längere Zeit ertragen. Hier muss eine Mindestsumme beim Handelsstart zur Verfügung stehen und diese Summe nennt sich dann Initial Margin.

So kann dann mit wirklich geringem Aufwand auch eine große Summe am Devisenmarkt in Bewegung gebracht werden. Denn die Hebelwirkung, die dann als Leverage bezeichnet wird, wobei lever aus dem Englischen kommt und als Hebel übersetzt wird, wirkt sich als Turbo aus. Denn wenn der Akteur am Markt richtig eingeschätzt hat, kann er seinen Gewinn enorm steigern. Eine falsche Einschätzung bringt aber auch eine Vergrößerung des Verlustes durch den Hebel mit sich.

Wenn die hinterlegte Margin für die Verlustdeckung nicht mehr ausreicht, dann hat der Market Maker zwei Möglichkeiten für die Lösung.

Er kann die nötige Summe vom Kunden in Form des sogenannten Margincall nachfordern. Bei Nichtzahlung kann der Market Maker die Position auflösen – zum aktuellen Kurs.

Eine weitere Möglichkeit liegt darin, mit dem Kunden das Recht zu vereinbaren, ab einer bestimmten Position schließen zu dürfen. Ist das abgedeckte Risiko erreicht und läuft dann in Richtung Verlust, verkauft er. Der Market Maker installiert dann zur Kontrolle den sogenannten Marginwatcher.

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