Varianten des Day Tradens

Das Day Traden, das in der wörtlichen Übersetzung auch als Tageshandel bezeichnet wird, meint im Regelfall ein Geschäft, bei dem der Trader dann seine Position innerhalb des aktuellen Trading Tages abwickelt und wenn dann zum Ende eines jeweiligen Handelstages die Aktionen abgeschlossen sind. Allerdings verfügt das Day Traden über viele Varianten, wobei die Grenzen zwischen den einzelnen Varianten des Day Tradens schwimmend sind und sich nicht klar strukturiert abgrenzen lassen.

Beim sogenannten Overnight Traden ist die Strategie die, dass bei besonderen Nachrichten die Aktie kurz vor Handelsschluss gekauft wird und damit die Hoffnung gehalten wird, dass die Verbreitung dieser Neuigkeit über Nacht am nächsten Tag eine über dem Schlusskurs des Vorabends stehende Eröffnung mit sich bringen wird.

Die Variante des sogenannten Swingtrading bewirkt, dass der Trader in diesem Fall seine Position der Ausgangssituation, der Liquidität und dem Volumen angepasst für einige Minuten bis hin zu einigen Stunden hält. Der sogenannte Swingtrade wird durch Nachrichten in positiver und negativer Richtung ausgelöst, die dann bewirken, dass die Aktie sich in eine entsprechende Richtung bewegt. Dabei sollte der Swingtrader immer damit rechnen, dass es sich hier bei den entsprechenden Nachrichten auch um bewusst geschürte Gerüchte handeln kann.

Das sogenannte Positionstrading beschreibt die von Einsteigern bevorzugte Art des Tradens. Das Positionstrading ist dem Swingtraden sehr ähnlich – allerdings handelt es sich hier dann um die langfristiger ausgelegte Variante. Bei Positionstrading wird die Eröffnung der Position durch fundamentale Situationen oder aber durch besondere Nachrichten vorgenommen und dann für Stunden bis hin zu einer Woche gehalten. Auch bei geringem Kapital kann diese Art des Traden ebenso vorgenommen werden, wie auch dann, wenn Liquiditäten nicht ständig verfügbar sind.

Das Scalptrading, das im Fachjargon auch gern als Scalping bezeichnet wird, stellt eine sehr komplizierte Art des Tradens dar, die von Profis vorgenommen wird. Dabei hat der Trader dann im Regelfall auch die absolute Kontrolle über das Kapital, das er zum Einsatz gebracht hat. Der Grundgedanke des sogenannten Momentumscalping sieht vor, dass der Bereich zwischen dem Kurs beim Angebot und beim Verkauf optimal genutzt wird oder aber – wenn das nicht möglich ist – dann eben mit ausreichend großen Positionen zu eröffnen. So soll dann ein Gewinn von $ 1/16 bis höchstens $ 1/8 für jede Position erreicht werden, um dann wieder zu verkaufen. Große Erfahrung und eine gute Hard- und Software sind erforderlich, um den Trade dann professionell abschließen zu können. Auch das vorhandene Kapital sollte ausreichen, denn die zu eröffnende Position muss bedingt durch die geringe Gewinnerwartung groß ausfallen.

Mit dem Splittradding wird die Situation genutzt, dass nämlich die Aktie bei einer Bekanntgabe eines entsprechenden Splits oder aber dem bevorstehenden Split im Regelfall einen Kursanstieg zu verzeichnen hat. Die Bekanntgabe erfolgt hier dann über eine sogenannte Ad-Hoc-Mitteilung, die Reaktion muss also immer nach der Nachricht erfolgen. Stehen Splits bevor, dann beginnt der Trader in diesem Falle schon vor dem Split, die Wertbeobachtung durchzuführen. Die häufig erhöhte Volatilität zu dieser Zeit lässt sich dann mit dem Splittrading nutzen.

Das IPO Trading erklärt sich kurz und knapp darin, dass die Aktie schon kurz nach dem sogenannten IPO, also dem Börsengang, manchmal auch schon am ersten Tag, wieder verkauft werden kann. Das bringt dann volatile Kurse im jeweiligen Wert mit sich.

Die Short Sales, die auch im Deutschen als Leerverkäufe bezeichnet werden, bringen es mit sich, dass der Trader dann mit fallenden Aktien sein Geld verdient, nämlich den sogenannten Leerverkauf durchführt. Der Leerverkauf bezeichnet den Verkauf von Aktien, die sich nicht im Besitz des Verkäufers befinden und die in der Erwartung durchgeführt werden, sie zu einem späteren Zeitpunkt zu einem niedrigen Preis zurückzukaufen, was an der amerikanischen Börse dann als Short Sale bezeichnet wird.

Der Index-Future bezeichnet den Trade mit Terminkontrakten, also Futures, die dann auf einen Index Bezug nehmen. Eine wirklich risikoreiche Tradingart, denn der Anleger kann nicht nur den Totalverlust erleiden, sonder zudem auch noch die sogenannte Nachschusspflicht erleiden. Somit ist dieses Traden nur echten Profis vorbehalten.

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