Devisenmärkte

Wenn man den ersten Meldungen aus den Vereinigten Staaten Glauben schenken darf, sind die Einzelhandelsumsätze nach dem Black Friday und dem anschließenden Samstag gestiegen. Die ersten Auswertungen zeigen, dass die beiden Werktage nach dem amerikanischen Thanksgiving von den Konsumenten ordentlich für die ersten Weihnachtseinkäufe genutzt wurden. Trotz der Finanzkrise und der sich abzeichnenden Rezession, meldet der amerikanische Einzelhandel gestiegene Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Die aktuellen Daten gehen von einem Umsatzplus von 0,3 Prozent gegenüber dem Weihnachtsgeschäft von 2007.

Allerdings bedeutet der Umsatz nicht gleich Gewinn. Die Experten sind misstrauisch, ob die Umsatzrekorde, die vor allem durch Sonderangebote und massive Preissenkungen erzielt worden sind, auch die Gewinnmargen erfüllen können. Sollte dies nicht der Fall sein, dann hat es dennoch ein Gutes, da durch die Rabattaktionen wenigsten die Lager der Einzelhändler geräumt werden konnten. Dieser Faktor ist auch nicht ganz so unwichtig in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten.

Der Euro startete diese Woche um die 1,27 Dollar Marke in den europäisch geprägten Devisenhandel. Mit 1,2680 Dollar kostete die europäische Gemeinschaftswährung noch etwa genauso viel, wie am Freitagabend. Der Dollar notierte bei 0,7886 Euro.

Das Interesse der Marktbeobachter und Investoren konzentriert sich heute auf die Bekanntgabe weiterer amerikanischer und europäischer Stimmungsindikatoren. Am Montag werden in Europa und in den USA die Einkaufsmanagerindizes des verarbeitenden Gewerbes bekannt gegeben. Sollten die Konjunkturdaten wieder überwiegend negativ ausfallen, wird dies wahrscheinlich den Forex-Trade beeinflussen. Die Verunsicherung der Anleger könnte sich wieder verstärken, was zu erhöhten Wechselkursausschlägen führen könnte. Die Analysten gehen davon aus, dass vor allem der Euro unter den Verunsicherungen und dem entstehenden Druck leiden könnte und das obwohl er von technischer Seite her recht gut unterstützt wird.

Die Spekulationen um Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank haben am Freitag vor allem zu Verkäufen der europäischen Gemeinschaftswährung gegen die amerikanische Währung geführt. Der Euro stürzte ein, wovon der Dollar und der Japanische Yen profitierten. Allerdings wird erwartet, dass der ISM Index der amerikanischen Industrie weitere Signale in Richtung Rezession geben wird. Betrachtete man die Entwicklungen der negativen Konjunkturdaten der vergangenen Woche, dann scheint fast sicher zu sein, dass auch diese Entwicklungen dem Euro wohl eher schaden als nützen werden.

Die japanische Wirtschaft steht sich unterdessen vor einer Deflation. Der Absatz der japanischen Automobilbranche ist auf dem niedrigsten Niveau seit über 34 Jahren. Bereits im dritten Quartal ist die japanische Wirtschaft, das erste Mal seit sieben Jahren, durch den Rückgang des Exports in eine Rezession gerutscht. Der japanischen Wirtschaftsminister warnte bereits vor einer Deflation. Der Japanische Yen dagegen entwickelte sich am Freitag vergangener Woche parallel zum Dollar und konnte seine Position ausbauen. Daher erwarten die Forex-Experten, dass trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten sich die japanische Währung als stark erweisen wird.

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