Traden mit fundamentalen Daten

Devisenkurse werden grundsätzlich mehr als alle anderen Anlageformen durch fundamentale Faktoren widergespiegelt. Diese Faktoren zeigen die Wirtschaftslage zweier Länder. Wenn zum Beispiel die Wirtschaft in der Zone des Euro eher lahmt, dann ist davon auszugehen, dass der Yen steigende Werte zu verzeichnen haben wird. Die Informationen über fundamentale Daten sind also für die Entwicklung von Strategien am Forex Markt eine gute Basis und es gibt einige Indikatoren, mit denen man sich beschäftigen sollte, um Entwicklungen abschätzen zu können. Hier gilt es einfach, dass Übung den Meister macht und so sind es eben anfangs viele Faktoren, die auf den Neueinsteiger beim Traden einstürzen. Allerdings sind genau die fundamentalen Faktoren entscheidende Hinweise für die Entwicklung von Währungen und so ist es – so unüberschaubar das anfangs ausschaut – sehr wichtig, sich genau mit diesen Werten auseinander zusetzen, die man in Wirtschaftsteilen von Zeitungen nachlesen kann. Sieben fundamentale Faktoren sind es, die auf den Währungsmarkt großen Einfluss nehmen.

Die Zinssätze sind der erste Faktor, wobei hier die Regel gilt, dass der höhere Leitzins eine Stärkung der jeweiligen Währung bewirkt. Aber hohe Zinsen können auch eine Belastung des Aktienmarktes darstellen und dann die ausländischen Investoren dazu bringen, ihr Geld abzuziehen, was dann wiederum eine Schwächung der Währung zur Folge hat.

Handelsbilanzen geben Auskunft über eine verstärkt exportierende oder importierende Volkswirtschaft. Stärkerer Import als Export bringt mehr Geld aus dem Land, was dann schlecht für den Kurs ist.

Das Bruttoinlandsprodukt ist das komplette Maß der Volkswirtschaft. Hier wird der Wert aller Güter gemessen, die in der Volkswirtschaft in einem Jahr produziert werden. Je höher das sogenannte BIP, desto stärker wird die Währung.

Der Einkaufsmanagerindex zeigt den Zustand des herstellenden Gewerbes an. Grundsätzlich sind Werte über 50 auf Ausweitung der Produktion ausgerichtet, Werte unter 50 hingegen auf eine Kontraktion der Produktion ausgerichtet.

Als weiter Faktor für die Bewertung des Forex Marktes ist es die Industrieproduktion von USA, Europa und Japan, die Einflüsse nimmt. Hier informiert die Industrieproduktion darüber, welche Veränderungen die Produktion in Fabriken und Minen im beobachteten Zeitraum hinnehmen musste. Auch Lagerbestände finden hier Beachtung in der Bewertung.

Die Sitzungen der Zentralbanken sind weitere fundamentale Faktoren, die Trader verfolgen sollten. Oftmals ist es so, dass Zentralbanken verkünden, eigene Währungen zu stützen oder abzuwerten. Das ist zum Beispiel in dieser Art in Japan Anfang 2007 geschehen. Da diese Vorhaben selten missglücken und fast immer genau die Ergebnisse bringen, die mit Stärkung oder Abwertung einer Währung erreicht werden sollen, ist eine Beobachtung dieser Sitzungen mit entsprechenden Zielen sehr wichtig und hilfreich für Entscheidungen.

Ein siebter und letzter fundamentaler Faktor ist die politische Stabilität. Mit der politischen Situation des Landes, mit dessen Währung das Handeln geplant ist, sollte beobachtet werden und eine Auseinandersetzung ist gerade für die Exotics der Währungen bzw. deren Herkunftsländern sehr wichtig. Hintergrund ist hier, dass politische Turbulenzen im Regelfall mit entsprechend fallenden Devisenkursen einhergehen.

Viele weitere Indikatoren spielen im Devisenhandel noch eine Rolle und einige davon sind sehr länderspezifisch ausgerichtet. Neben Geduld und Ausdauer bei der Beobachtung ist es dann der Blick auf den sogenannten ökonomischen Kalender, der beim Trader zur Pflichtübung gehören sollte.

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