Grundlagen des Forex-Handels – Kombination von Orders

Der Handel von Devisen auf dem Forex-Markt unterscheidet sich deutlich vom Handel mit Wertpapieren an der Börse. Beim Aktienhandel ist es nicht möglich verschiedene Arten von Orders zu kombinieren. Im Gegensatz dazu steht der Devisenhandel. Hier ist eine Kombination zwischen den verschiedenen Order-Typen möglich und auch sinnvoll. Dadurch wird das Management des eingesetzten Kapitals für den Investor wesentlich erleichtert. Im Forex-Trade ist es beispielsweise möglich eine Order mit einem Limit und eine Stop-Loss-Order für ein und die selbe Position aufzugeben. Die beiden Orders werden dann durch die zusätzliche Markierung „If Done“ miteinander verbunden. Für den Handel bedeutet dies konkret: Wenn ein Wechselkurs das vorher festgelegte Limit zum Eröffnen der Position erreicht hat, wird durch das Broker-System automatisch auch die Stop-Loss-Order für diese Position platziert. Der Vorteil für den Anleger ist enorm. Um eine aufgehende limitierte Order mit einer Stop-Loss-Bedingung für diese Position abzusichern, muss der Markt nicht mehr zwingend ständig beobachtet werden. Ebenfalls eine sinnvolle Kombination ist das parallele Setzen einer Take-Profit- und einer Stop-Loss-Order. Möchte ein Anleger in das Währungspaar EURUSD investieren, bei dem der momentane Wechselkurs bei 1,3050 Dollar für einen Euro liegt, könnte eine Kombination beider Order-Arten wie folgt aussehen. Der Anleger geht eine Long-Position zu den oben skizzierten Bedingungen ein. Gleichzeitig stellt er ein Verkauflimit bei 1,3150 Dollar ein. Damit möchte er den Gewinn mitnehmen, wenn die Spekulation aufgeht und sich die Kurse entsprechend seinen Annahmen entwickeln. Mit dem Eingehen der Long-Position gibt der Anleger noch eine Stop-Loss-Order bei 1,3000 Dollar auf. Damit möchte er den Verlust seiner Investition begrenzen, falls sich die Kurse nicht so entwickeln, wie er es angenommen hat, und die Spekulation nicht aufgeht. Die Kombination der beiden Order-Typen können mit einem Zusatz versehen werden. „One Cancells The Other“ (Kurz: OCO) kennzeichnet und beschreibt eine Kombination von Take-Profit- und Stop-Loss-Order. Für den Handel bedeutet das praktisch: Wenn eine der beiden Orders durch Erreichen des eingestellten Limits ausgelöst wird, wird gleichzeitig die verbliebende Order automatisch gelöscht. Im Forex-Trade sprechen die Broker dabei auch von einer Two-Way-Related-Order. Im Devisenhandel ist auch eine Verknüpfung der beiden oben vorgestellten Order-Kombinationen miteinander möglich. Das heißt, man kann auch eine If-Done- mit einer One-Cancelles-The-Other-Order kombinieren. Die Broker sprechen dann von einer Three-Way-Related-Order. Eine solche Order gilt gewissermaßen als Königsdisziplin, da hier der Anleger eine komplette Handelsstrategie in nur einer einzigen Order verpacken kann. Zunächst legt der Anleger ein Limit zum Eingehen einer Position fest. Erreicht der Wechselkurs dieses Limit, wird die Position eröffnet. Mit der Eröffnung der Position wird gleichzeitig eine Take-Profit-Order und eine Stop-Loss-Order abgeschickt. Für den Fall einer erfolgreichen Spekulation und damit der Erreichung des Kursziels, wird durch die Take-Profit-Order der Gewinn automatisch realisiert. Für den Fall einer fehlgeschlagenen Spekulation, begrenzt die Stop-Loss-Order den Verlust beim Erreichen des eingestellten Wechselkurswertes. Einige Broker-Systeme bieten dem Anleger eigene Ordermasken an, um Two-Way- bzw. Three-Way-Related-Orders aufzugeben.

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