Grundlagen des Forex-Handels – Die Orders

Im Devisenhandel gibt es verschiedene Möglichkeiten durch das Spekulieren auf Wechselkurse Gewinne zu machen. Diese Möglichkeiten um am Markt zu partizipieren werden im Forex-Handel Order (Mehrzahl: Orders) genannt. Jeder Forex-Broker bietet die verschiedenen Arten von Orders an. Aber man kann natürlich auch ganz klassisch Währungen nach dem aktuellen Kursniveau kaufen und verkaufen. Bei einem Online-System eines Forex-Brokers kann sich der Anleger die aktuellen Wechselkurse anzeigen lassen. Per Mausklick entscheidet er dann, ob er kaufen, verkaufen oder lieber warten möchte. Die Order wird augenblicklich ausgeführt. Die erfolgreiche Ausführung wird dem Anleger umgehend bestätigt. Das Konto des Investors wird ohne großen Zeitverlust online aktualisiert. Es zeigt sofort den erfolgreichen Handel an, in dem bei einer Kauf-Order das Kapital vom Konto abgezogen bzw. bei einer Verkauf-Order das Kapital auf das Konto gebucht wird.

Limit und Stop-Loss Orders: Es gibt aber auch andere Arten des Devisenhandels als den Direktkauf/-verkauf. Die erste Möglichkeit wäre, den Handel mittels einer Limit-Order durchführen zu lassen. Erreicht der Wechselkurs das vorher vom Anleger festgelegte Limit, wird der Kauf bzw. Verkauf automatisch durchgeführt. Ein Beispiel verdeutlicht die Limit-Funktion im Forex-Trade: Ein Anleger möchte in das Wechselkurspaar EURUSD investieren. Derzeit steht der Kurs für einen Euro bei 1,3050 Dollar. Der Anleger ist der Meinung, dass der Wechselkurs für den Euro auf 1,3010 Dollar fallen wird. Anschließend, so nimmt der Anleger weiter an, wird der Kurs wieder steigen. Über die Order-Maske seines Forex-Brokers gibt der Investor also sein Kauflimit von 1,3010 Dollar ein. Das Broker-System überwacht nun automatisch das Limit rund um die Uhr. Dabei lassen sich zwei Arten von Limit-Orders unterscheiden. Die einen gelten nur einen Tag lang – die Broker sprechen dabei von „good for the day“ – und die anderen gelten solange, bis der Anleger sie wieder löscht. Im Fachjargon spricht man von „good till cancelled“. Wird das Limit erreicht, führt das Broker-System den Kauf automatisch aus. Eine weitere Order-Variante ist die sogenannten Stop-Buy-Order. Eine Stop-Buy-Order zeichnet sich dadurch aus, dass bei einer Überschreitung eines Wechselkursniveaus der Kauf der favorisierten Währung automatisch beendet wird. Für das oben skizzierte Beispiel könnte eine Stop-Buy-Order wie folgt aussehen: Der Wechselkurs des Währungspaares EURUSD steht zur Zeit bei 1,3050 Dollar für einen Euro. Der Anleger ist davon überzeugt, dass es in nächster Zeit zu einem starken Anstieg des Kurses kommen wird, wenn die als „wichtiger Widerstand“ bezeichnete Marke von 1,3080 Dollar überwunden werden kann. Wenn dieser Widerstand durchbrochen wurde, will der Anleger mit seiner Position long gehen. Daher setzt er für seine Order ein Stop-Buy-Limit bei der 1,3085 Dollar Marke. Übersteigt der Wechselkurs den Wert von 1,3085 Dollar für einen Euro, eröffnet das Broker-System automatisch eine Long-Position. Besonders beliebt sind Stop-Buy-Limits zur Absicherung von bestehenden Positionen. Die Forex-Experten sprechen dann von einem sogenannten Stop-Loss-Limit. Der Begriff Stop-Limit wird aber genauso häufig verwendet. Beim Handel an Forex-Märkten ist es immer ratsam, seine Positionen mit Stop-Loss-Limits abzusichern für den Fall, dass die Spekulationen nicht aufgehen sollten. Damit kann der Anleger seinen Verlust auf ein erträgliches Niveau begrenzen bzw. das Risiko selbst festlegen, das er bereit ist einzugehen. Ausgehend von dem oben skizzierten Beispiel, steht der Wechselkurs für die Währungspaarung EURUSD bei 1,3050 Dollar. Der Anleger erwartet den oben beschriebenen Kursanstieg und eröffnet also eine Long-Position. Der Anleger ist sich aber der Marktrisiken bewusst und ist bereit einen Verlust von zum Beispiel maximal 50 Pips in Kauf zu nehmen. Daher gibt er bei der Eröffnung der Long-Position eine Order mit Stop-Limit in gleicher Höhe auf. Das Stop-Limit soll bei einem Rückgang des Wechselkurses unter 1,3000 Dollar greifen. Das Broker-System wird beim Eintreten dieses Kurses die Position automatisch glattstellen. Stop-Limits eignen sich aber nicht nur zur Abfederung von Verlusten, sondern wirken auch in umgekehrter Richtung. Sie dienen bei positiver Entwicklung auch der Absicherung aufgelaufener Gewinne. Für den Anleger aus dem obigen Beispiel bedeutet das, wenn der Kurs beispielsweise auf 1,3150 Dollar steigt, kann er das vorher festgelegte Stop-Limit, das er zur Absicherung gegen Verlust auf 1,300 Dollar gelegt hatte, nun auf 1,3100 Dollar anheben. Dadurch kann der Anleger einen beträchtlichen Teil des aufgelaufenen Gewinnes sichern, wenn der Wechselkurs wieder fällt. Die Forex-Broker nennen das kontinuierliche Nachziehen von Stop-Loss-Marken „Trailing Stop-Loss“. Limit-Orders bieten aber noch eine weitere Möglichkeit, Gewinne zu realisieren. Der Anleger nimmt an, dass der Wechselkurs für die Paarung EURUSD bis 1,3150 Dollar steigen wird und dann wieder fällt. Daher stellt der Anleger beim Eingehen der Long-Position eine Verkaufsorder mit dem Limit bei 1,3150 Dollar ein. Das Broker-System führt den Verkauf bei erreichen des eingestellten Limits automatisch aus und verkauft die Anteile zum Preis von 1,3150 Dollar. Dadurch kann der Anleger seinen erzielten Gewinn mühelos realisieren, sobald der Kurs das von ihm anvisierte Kursziel erreicht hat. Die Forex-Broker sprechen bei diesem Vorgehen der Gewinnsicherung von einer „Take-Profit-Order“.

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